Di, 18:34 Uhr
15.06.2004
nnz-Wahlkampf-Ecke: David gegen Goliath
Nordhausen (nnz). Zwei Tage dauerte es, ehe sich die Bündnisgrünen in Nordhausen nach der Landtagswahl zu Wort melden. Reflexionen zu dieser Landtagswahl an dieser Stelle von Gisela Hartmann.
David gegen Goliath, immer wieder gibt es im Leben Situationen, in denen man sich sehr an die biblische Geschichte des ungleichen Kampfes erinnert fühlt. Auf der einen Seite der übermächtige Goliath und ihm gegenüber der schmächtige David. Nicht Angst, sondern die Lust am Aufnehmen des ungleichen Kampfes ließen David Ideen entwickeln, die ihn letztlich zum Sieg führten.
Der Wahlkampf dieser Tage erinnert an diese ungleichen Kraft- und Machtverhältnisse. Die Kandidaten der CDU schütteten ein ganzes Füllhorn von Lottomitteln (?) kurz vor der Wahl über potentielle Wähler gezielt aus. Wie gerne würden die anderen Parteien – so auch die Grünen – ähnlich sympathisch Gelder an Verbände, Vereine, Betriebe u.a. verteilen. Nein, das ist kein fairer Wahlkampf, wenn Amtsinhaber ihre Positionen für den Wahlkampf missbrauchen.
Mich berührt es sehr, dass einige Christdemokraten jedes Gespür für Demokratie und Toleranz vermissen lassen, und im katholischen Eichsfeld sogar von den Kanzeln Wahlempfehlung für die CDU gegeben werden. Nein, das ist nicht meine Welt!
Ich liebe die Vielfalt. Der Reichtum an Ideen für die Politik kommt zuerst von den Betroffenen und den Unverbrauchten. Die Balance zwischen denen, die Arbeit haben und denen, die sich Arbeit wünschen, stimmt nicht mehr. Eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums zwischen Arm und Reich ist von den Vertretern der konservativen Politik nicht zu erwarten. Die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel möchte ich nicht in die Hand einer Partei legen, die alles dafür getan hat, die kleinen Parteien aus dem Parlament heraus zu halten und ihnen Mitsprache und Mitverantwortung verweigert.
Schade für Thüringen!
David tritt erneut gegen Goliath an. Am 27.06. wird in der Kommunalwahl der Wähler erneut entscheiden.
Gisela Hartmann
Autor: nnzDavid gegen Goliath, immer wieder gibt es im Leben Situationen, in denen man sich sehr an die biblische Geschichte des ungleichen Kampfes erinnert fühlt. Auf der einen Seite der übermächtige Goliath und ihm gegenüber der schmächtige David. Nicht Angst, sondern die Lust am Aufnehmen des ungleichen Kampfes ließen David Ideen entwickeln, die ihn letztlich zum Sieg führten.
Der Wahlkampf dieser Tage erinnert an diese ungleichen Kraft- und Machtverhältnisse. Die Kandidaten der CDU schütteten ein ganzes Füllhorn von Lottomitteln (?) kurz vor der Wahl über potentielle Wähler gezielt aus. Wie gerne würden die anderen Parteien – so auch die Grünen – ähnlich sympathisch Gelder an Verbände, Vereine, Betriebe u.a. verteilen. Nein, das ist kein fairer Wahlkampf, wenn Amtsinhaber ihre Positionen für den Wahlkampf missbrauchen.
Mich berührt es sehr, dass einige Christdemokraten jedes Gespür für Demokratie und Toleranz vermissen lassen, und im katholischen Eichsfeld sogar von den Kanzeln Wahlempfehlung für die CDU gegeben werden. Nein, das ist nicht meine Welt!
Ich liebe die Vielfalt. Der Reichtum an Ideen für die Politik kommt zuerst von den Betroffenen und den Unverbrauchten. Die Balance zwischen denen, die Arbeit haben und denen, die sich Arbeit wünschen, stimmt nicht mehr. Eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums zwischen Arm und Reich ist von den Vertretern der konservativen Politik nicht zu erwarten. Die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel möchte ich nicht in die Hand einer Partei legen, die alles dafür getan hat, die kleinen Parteien aus dem Parlament heraus zu halten und ihnen Mitsprache und Mitverantwortung verweigert.
Schade für Thüringen!
David tritt erneut gegen Goliath an. Am 27.06. wird in der Kommunalwahl der Wähler erneut entscheiden.
Gisela Hartmann
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die in der nnz-Wahlkampf-Ecke dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |

