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Mo, 19:37 Uhr
05.07.2004

Es bleibt ein fader Nachgeschmack

Nordhausen (nnz). Es ist mehr als erfreulich, so der DGB-Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann, dass der Lehrstellenboykott des nordthüringischen Handwerks nun vom Tisch ist. Mit dem Boykott hätte das nordthüringische Handwerk seiner moralischen und freiwilligen Verpflichtung zur Lehrausbildung auch keinen guten Gefallen getan.


Abgesehen von dem öffentlichen Schaden darf die Zukunft der Jugend, die eine qualifizierte Ausbildung braucht, kein Spielball von persönlichen Interessen sein. Der zu begrüßende Kompromiss ist die eine Seite. Jedoch bleibt für den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften ein fader Nachgeschmack. „Die in diesem Zusammenhang veröffentlichten Anschuldigungen der nordthüringischen Kreishandwerkerschaft in diffamierender Art und Weise gegenüber den Gewerkschaften stehen weiterhin im Raum“, ärgert sich Hannemann. Hier würde es zumindest der Anstand gebieten, dass die Spitzen des nordthüringischen Handwerks, die in der Presse veröffentlichten unwahren Aussagen aus dem Weg schaffen, so Hannemann weiter.

Die Gewerkschaften und der DGB haben im Interesse der abhängig Beschäftigten optimale Lösungen in Fragen der Qualifizierung stets angestrebt. Wir werden das „Abkommen“, das die Kammer Erfurt mit der Kreishandwerkerschaft nun verabredet hat, mit unseren demokratischen Möglichkeiten begleiten. Eben durch eine konstruktive Mitarbeit unserer ArbeitnehmerInnen in den Gremien des Handwerks, so der DGB-Regionsvorsitzende Hannemann.
Autor: nnz

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