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Mo, 14:29 Uhr
02.08.2004

Baum für Partnerschaft

Nordhausen (nnz). Auch Nordhausens polnische Partnerstadt Ostrów Wielkopolski hat jetzt ihren eigenen Baum auf dem Gelände der Landesgartenschau am Petersberg. Was gestern noch auf dem Petersberg passierte, das hat die nnz für Sie zusammengefaßt.


Baum für Partnerschaft (Foto: nnz) Baum für Partnerschaft (Foto: nnz) Ostrows Kulturamtsleiter Andrzej Leaczyk pflanzte am Sonntagnachmittag gemeinsam mit Nordhausens Bürgermeister Klaus Wahlbuhl eine Säulen-Eiche. Damit sind alle vier Nordhäuser Partnerstädte Bet Shemesh (Israel), Charleville- Mézières (Frankreich), Bochum und Ostrów mit einem Baum auf dem Ausstellungsgelände präsent. Wahlbuhl erinnerte in seiner Ansprache an den 60. Jahrestag des Warschauer Aufstandes gegen die deutschen Besatzer im 2. Weltkrieg, bei dem mehr als 100.000 Polen ihr Leben lassen mussten. Angesichts dieser schrecklichen Folgen für eine Heldentat des polnischen Volkes sei es umso erfreulicher, dass Ostrower und Nordhäuser mit dem Städtetag auf der Gartenschau einen "wunderbaren Tag mit vielen schönen Eindrücken" gefeiert hätten. Ostrow habe dabei seinen Charakter als "überwältigende Kulturstadt" gezeigt. Mit Blick auf Nordhausens französische Partnerstadt sagte Wahlbuhl, dass Nordhausen mit seiner Brückenfunktion seinen kleinen Teil beim Zusammenwachsen Europas beitrage.

Andrzej Leaczyk bedankte sich beim Nordhäuser Publikum für das große Interesse am Städtetag. Die Polen wollten - trotz aller Alltags-Sorgen der Menschen in beiden Ländern - "ein Stück Freude schenken" und damit bei den Nordhäusern eine "kulturelle Visitenkarte" abgeben. Nordhausen sei seit seinem letzten Besuch - zur Eröffnung der Gartenschau - noch viel geworden, sagte Leaczyk. Er lade alle Nordhäuser zum 600 -jährigen Stadtjubiläum nach Ostrów ein.





Doch es gab auch jede Menge Kultur zu sehen und zu hören. Am Ende musste überzogen werden, der Moderator sprach vom Thomas-Gottschalk-Effekt: Mit einem furiosen 8-Stunden-Programm hat sich am Sonntag Nordhausens polnische Partnerstadt Ostrów Wielkopolski dem Publikum auf der Landesgartenschau präsentiert. Rund 90 Darsteller waren aus Polen angereist - die Zuschauer erlebten ein entsprechendes Repertoire, geprägt von Tempo, prächtigen Farben, den Akteuren aus völlig unterschiedlichen Altergruppen - und deren Begeisterung an der Aufführung.

Das Programm lebte vom rasanten Wechsel und dem Kontrast zwischen den einzelnen Tanz-, Gesangs- und Instrumental Aufführungen - die von traditioneller polnischer bzw. regionaler Folklore auf der einen Seite bis zum spektakulären Europa-Musical "Express nach Nordhausen" und brillanter Jazz-, Pop- und Big-Band-Musik auf der anderen Seite reichte.

Für die überlieferte Seite der polnischen Kultur standen zum Beispiel die Kappelle "Furmany", die mit traditionellen Instrumenten musizierte und damit das Tanz-Ensemble "Gorzyczanie" begleitete, dessen - vornehmlich junge - Mitglieder mit wechselnden Kostümen und Tänzen die (historische) Lebensart Zentralpolens zeigten. Für die modernen Akzente im Programm sorgten die Big Band und das Jazz-Ensemble "Jazz minute", die mit bekannten klassischen Jazz- Stücken - ergänzt um Improvisationen - dem begeisterten Publikum musikalische Leckerbissen bot und am Abend noch die Nordhäuser in der Altstadt-Kneipe mit Live-Musik "Felix" unterhielt.

Höhepunkt des Städtetages war das Musical "Express nach Nordhausen", das anlässlich des Beitritts Polens zur Europäischen Union entstanden war. Mit seiner Aufführung begaben sich Ostrower Gymnasiasten mit Schlagern, Volksliedern, Rock- und Pop-Musik sowie regionalen Tänzen auf einen begeisterten Streifzug durch die Länder der Europäischen-Union - die Nordhäuser ließen sich mitreißen und honorierten die kraftvolle Darbietung mit kräftigem Applaus.
Autor: nnz

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