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Sa, 10:00 Uhr
13.06.2026
Wenn der Garten ächzt

Was Hobbygärtner gegen Hitzestress tun können

Die Temperaturen steigen, der Boden trocknet aus, die Pflanzen welken: Hitzestress ist für unsere Gärten längst fester Bestandteil des Sommers. Welche Maßnahmen Gärtner ergreifen sollten, um die grüne Freizeitoase vor Hitze zu schützen...

Bild: Schrebergarten in Nordhausen
Schrebergarten in Nordhausen (Foto: agl)
„Wer die richtigen Maßnahmen ergreift, schützt seinen Garten und spart sich erheblich Arbeit und Frustration“, weiß Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. (BLGL).

Mulchen: die beste Sofortmaßnahme
Mulchen ist die einfachste und wirkungsvollste Maßnahme, die Hobbygärtner sofort ergreifen können. Eine Schicht aus organischem Material, wie Rasenschnitt, Ernteabfällen oder Stroh auf offenen Beeten wirkt wie eine Isoliermatte: Der Boden heizt sich langsamer auf, die Verdunstung sinkt und der Gießaufwand geht spürbar zurück. Nebenbei profitieren auch Bodenlebewesen wie Würmer und Mikroorganismen - diese zersetzen das Material und wandeln es in wertvollen Humus um.
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„Wer mulcht, gießt weniger und wer weniger gießt, hat mehr Zeit, seinen Garten wirklich zu genießen", sagt Dr. Popp. Wer kein Mulchmaterial hat, sollte die oberste Bodenschicht nach dem Gießen regelmäßig auflockern. Das unterbricht die feinen Kapillaren im Boden, durch die sonst Feuchtigkeit nach oben steigt und verdunstet. Ganz nach dem alten Sprichwort: „Einmal hacken spart zweimal gießen."

Trockenheitsverträgliche Arten als langfristige Strategie
Wer den Garten klimaresilient aufstellen will, kommt an der Artenfrage nicht vorbei. So sind z. B. Sommer-Portulak, Spargel- und Helmbohne sehr gut trockenheitstolerant. Wärmeliebende Kulturen wie Auberginen, Süßkartoffeln oder Kichererbsen, die früher als Exoten galten, wachsen jetzt zuverlässig.

„Der Klimawandel stellt uns vor echte Herausforderungen, aber er ermöglicht den Anbau von Kulturen, die hier früher nicht reiften", betont Dr. Popp. „Wer seinen Anbauplan vielfältig gestaltet, ist gegen schlechte Jahre besser abgesichert."

Gehölze: Weitsicht zahlt sich aus
Nicht nur im Gemüsebeet, auch im Gehölzsortiment vollzieht sich ein Wandel. Wer neben üblichen heimischen auch andere Gehölze pflanzen möchte, kann auf wärme- und trockenheitsverträgliche Arten zurückgreifen wie Blumen-Esche, Felsen-Ahorn und Thüringische Mehlbeere.

Bei Neupflanzungen ist darauf zu achten, regelmäßig durchdringend zu gießen, mit ca. 20 bis 30 Litern pro Gießgang.

„Für den Garten der Zukunft lohnt es sich, neue Pflanzenarten zu verwenden", sagt Dr. Popp. „Wer das heute beim Pflanzen berücksichtigt, wird in Zukunft einen Garten haben, der Hitze aushält und Schatten spendet."
Autor: red

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Kommentare
Adavia
13.06.2026, 10:31 Uhr
So stressig
Die Suche nach Hitzestress gestaltet sich recht stressig, man findet nur Regen und 20 Grad, wenn überhaupt. Enttäuschend. Aber sicher fehlt mir einfach nur die Fantasie / Panik. Also liegt's an mir. Aber dafür bin ich ungestresst. Irgendwas ist halt immer.
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