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Do, 10:49 Uhr
05.08.2004

Gelesene Musikgeschichte

Nordhausen (nnz). Das 1. poeTon Musikfestival in Nordhausen vom 20.-22. August bietet ein umfangreiches Programm an Musik, Lesungen, Hörspielen und Theater. Die nnz stellt Ihnen die Programmpunkte vor. Heute: Klaus Renft.


Der Mann ist eine Institution in Sachen Rockmusik Deutschland Ost. Schon 1964 wurden Auftritte seiner „Klaus Renft Combo“ als subversiv verboten. Das war relativ rekordverdächtig, denn bei vielen Genossen hatte es sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht rumgesprochen, dass es im Westen eine neue „Bumbum“-Musikrichtung gibt. Der Renft, der eigentlich Jentsch heißt, stand fortan im Mittelpunkt des Interesses wie kaum ein anderer ostdeutscher Musiker. Seine Renft-Combo avancierte schnell zu einer Kultband in der DDR. Trotz Verboten ließ er in seinen Konzerten die Liedermacher Kunert und Pannach auftreten und musste bei Schallplattenveröffentlichungen für das nahezu komplette Songmaterial neue Texte schreiben lassen. Politisch unliebsam für die DDR wurde er ausgewiesen und kam nach der Wende postwendend zurück nach Leipzig.

Wie kaum ein anderer bestimmte und beobachtete Klaus Renft über vier Jahrzehnte die Entwicklung von der Beat- zur Pop- und Rockmusik. Jetzt hat der legendäre Bassist seine Erinnerungen in Worte gefasst. „Zwischen Liebe und Zorn“ heißt sein Buch, aus dem er in Nordhausen beim 1. poeTon Musikfestival am Samstag 21. August um 15.30 im „Haus“ in der Domstraße lesen wird.
Autor: osch

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