In Neustadt wurde es an diesem Abend spannend. In breiter Öffentlichkeit wurden die Stimmen der Bürgerbefragung ausgezählt, in denen die Neustädter über ihre künftige Zugehörigkeit entscheiden sollten...
Neustadt hat sich entschieden (Foto: Sandra Witzel) Die Auszählung fand unter Leitung von Monika Clement von der VG Hohnstein-Südharz statt
Harztor oder Nordhausen – diese beiden Möglichkeiten gab es zur Bürgerbefragung, die in den zurückliegenden Tagen in Neustadt stattfand. Und spannend war es, bis das Ergebnis bekanntgegeben wurde. Bis dahin hatte die siebenköpfige Auszählkommission richtig gut zu tun, die Wahlbeteiligung unter den Neustädtern war sehr hoch.
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Dann aber, kurz vor 19 Uhr, wurde das Ergebnis bekanntgegeben: Für Nordhausen votierten 264 (33 Prozent) der Neustädter, für den Gang zum Harztor 536 Frauen und Männer (67 Prozent). Insgesamt wurden 800 Stimmen abgegeben, das ist eine Wahlbeteiligung von 83,07 Prozent.
Neustadts Bürgermeister Dirk Erfurt, der den Anschluss nach Nordhausen favorisierte, sagte, dass man nun das Beste daraus machen müsse. Bald möglichst sollen nun Gespräche mit Harztor-Bürgermeister Stephan Klante aufgenommen werden. Dann allerdings haben auch Harztor und Neustadt gemeinsam keine 6.000 Einwohner und die Orientierung würde weitergehen. Wenn schon nicht Nordhausen, dann kommt hier nur ein Zusammengehen mit Ellrich in Frage.
Die alles entscheidende Frage ist doch: Warum durfte Neustadt nicht Neustadt bleiben?
Die gesamte Reform und ihre Zweckmäßigkeit erschließt sich doch keinem mehr.
Da ist zumindest die zwischenzeitliche Ehrlichkeit von Herrn Ramelow die größte Wohltat, der sagt, dass man mit der Reform keinen Cent spart, sondern dass sie erstmal mehrere Millionen kostet.
Volkes Wille ist unergründlich. ... Wenn es dumm kommt, dürfen die Neustädter dann nach Ellrich zum Bürgerservice. Das sind dann 15 km statt 11 km in Nordhausen, wo man wenigstens noch gleich ein bisschen einkaufen kann, wo es alle Ärzte gibt, Banken etc ....
Ach so, ich vergaß, vielleicht kommt ja der Bürgerservice in die Metropole Harztor, das sind dann 6 km. Da haben dann die ganzen Neustädter, die in der von Klante und Erhold unterstützten Gipsindustrie arbeiten ja auch ihre Arbeitsplätze. Leider wird der "Kurort" Neustadt mit dem Vomarsch der Gipsfirmen passe sein .... aber wer braucht das schon.
Neustädter Kinder gehen nach Harztor in den Kindergarten und in die Schule, super. ......
Vielleicht hätte man mal die KInder fragen sollen, wo die hin möchten und nicht die Menschen mit dem Altersquerschnitt, die die Zukunft nicht ausbaden müssen.
Ob die Entscheidung dann anders ausgesehen hätte?
Wie kommt Herr Erfurt zu der Aussage, dass Harztor und Neustadt nicht auf 6.000 Einwohner kommen. Bereits ohne Harzungen,Herrmannsacker und Buchholz (jetzt zugehörig zur VG Hohnstein/Südharz) sind es lt. Statistik im Jahr 2035 6.288 Einwohner. Die endgültigen Entscheidungen von Harzungen und Herrmannsacker stehen noch aus. Sollten diese sich auch für Harztor entscheiden, kommen nochmals 468 Einwohner hinzu.
Im Artikel wird geschrieben, dass Hatztor trotz der künftig hinzukommenden Gemeinde Neustadt nicht über 6000 Einwohner erreichen wird. Allerdings freut sich im Artikel zuvor Herr Klante über mehr als 6100 Einwohner. Da ist sicher was schief gelaufen?!?
Oder Frau schon keine vernuenftigen Argumente vorweisen kann, dann werden erst mal die "Alten" beschuldigt das Ergebnis beeinflusst zu haben! Wie billig ist das denn.
Auch die anderen, bisherigen Kommentare geben derartige Meinungen ab.
Klasse das es Harztor geworden ist!!!!!!!
Wer will denn allen Ernstes eine halbwegs fundierte Bevölkerungsprognose erstellen, ob man in knapp 20 Jahren eine Handvoll mehr Einwohner als 6.000 haben wird.
Da sollte man doch von Seiten Harztor ernsthaft überlegen, die Phase der Freiwilligkeit zu nutzen, um in konstruktiven Gesprächen mit Ellrich auch noch eigene Vorstellungen und Wünsche verwirklichen zu können, was bei einer Zwangszuweisung durch das Landes nur noch vom großzügigen Entgegenkommen der Ellricher abhängig wäre.
Der Ramelow hat keine "zwischenzeitliche Ehrlichkeit".
Seine Behauptungen aus der Vergangenheit, durch die Strukturreform Einsparungseffekte nutzen zu können, wurden mehrfach als "Irtum" wiederlegt. Da bleibt ihm nichts Anderes übrig. Allerdings hat er gleich eine neue Lüge daraus gemacht, als er behauptete, Einsparungen wären nie ein Ziel gewesen.
Warum dann das Ganze? Um viele Millionen auszugeben und die Menschen vor den Kopf zu schlagen? Toller Plan. Das kann nur von Rot-Grün kommen. Ganz nach dem bewährten Muster: Ist zwar Blödsinn, wir machen es aber trotzdem.
Es ist doch absolut unverständlich, wenn von Beginn an keine Einsparungen zu erzielen sind sondern nur Kosten verursacht werden, diese sogenannte Gebietsreform durch zu peitschen.
Hier werden Millionen verbrannt ohne Sinn und Verstand, nur um persönliche politische Ziele durchzusetzen! Die Zeit, das Geld und das Engagement hätten für wichtige und nützliche Dinge investiert werden können.
Wann wird mal realistisch und nachhaltig gedacht?