Mi, 19:32 Uhr
18.08.2004
Der 1.
Der 1. (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Es gibt immer ein erstes Mal. Auch einen Ersten gibt es. Selbst an der Fachhochschule in Nordhausen. Wer wo der Erste ist, das erfahren Sie selbstverständlich mit einem bekannten Klick.Die Fachhochschule wächst weiter. Als erster Professor im Studiengang Öffentliche Betriebswirtschaft/Public Management konnte Dr. Stefan Zahradnik die Ernennungsurkunde aus den Händen des Prorektors, Prof. Dr. Frank-Michael Dittes, entgegennehmen. Er wird am 1. Oktober seine Tätigkeit als Professor aufnehmen. Professor Zahradnik, geboren 1969, hat nach seinem Schulbesuch in Bad Vilbel und Friedberg 1989 ein Studium der Betriebswirtschaft an der J. W. Goethe-Universität, Frankfurt a. M. begonnen, das er 1993 als Diplom-Kaufmann abschloss. Daran schloss er ein weiterführendes Studium der Wirtschaftspädagogik an, das er bereits 1995 als Diplom-Handelslehrer abschließen konnte.
Parallel zu diesem weiterführenden Studium nahm er die Arbeit an seiner Promotion auf, die sehr praxisorientiert sich mit der Reform des kommunalen Rechnungswesens am Beispiel der hessischen Gemeinden befasst. Im Kern begründet er in dieser Arbeit die Notwendigkeit eines zukunftsorientierten Controllings als integraler Bestandteil für eine sinnvolle Finanzverwaltung von Gemeinden.
Wie sein Studium hat Prof. Zahradnik auch seine Promotionsarbeit mit Verve vorangetrieben und konnte diese bereits 1996 abschließen. Diese Konzentration auf das Studium und Promotion war durch ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung möglich geworden. Die für diesen Bereich der Betriebswirtschaft viel beachtete Arbeit wurde nicht nur von seinem akademischen Lehrer, Prof. Dr. Joachim Mitschke mit viel Lob bedacht. Sie erhielt 1997 den Carl-Goedeler-Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung und den Friedwart-Bruckhaus-Förderpreis der Hanns Martin Schleyer-Stiftung.
Prof. Zahradnik hat sich mit zahlreichen Publikationen und vielen Anwendungsarbeiten einen Namen in der wissenschaftlichen Zunft gemacht. So hat er unter anderem Beiträge über die Kalkulation kommunaler Benutzungsgebühren veröffentlicht, die in die verwaltungsgerichtliche Rechtssprechung Eingang gefunden haben. Als eine besondere Facette seiner Tätigkeit ist zudem seine Zulassung als Börsenhändler der an Leipzig Power Exchange zu nennen. Die Ausschreibung einer Professur für Öffentliche Betriebswirtschaft im Spannungsverhältnis von Controllingaufgaben in den Kommunen war deshalb für ihn wie eine persönliche Einladung sich zu bewerben, da er sich just auf diesem Gebiet spezialisiert hatte.
Als Beweggrund für seine Bewerbung nennt Prof. Zahradnik ferner den Wunsch, wissenschaftliche Theorie mit stark praxisorientierter Lehre zu verbinden. Zudem reizt ihn gerade der Aufbaucharakter der Hochschule wie des neuen Studiengangs, der in Deutschland Pilotcharakter hat.

