So, 07:59 Uhr
22.08.2004
nnz-Rückspiegel: 22. August 2003
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen von damals für Sie noch einmal aufbereitet.
Heute: Vor 60 Jahren, Extremismus, Poker und Kiesteiche
Vor 60 Jahren
In diesen Tagen, am 28. August, jährt sich zum 60. Mal der Tag, an dem der erste Transport mit 107 Häftlingen aus dem KZ Buchenwald mit seinen SS-Bewachern am Kohnstein bei Nordhausen eintraf, bald gefolgt von weiteren Transporten aus Buchenwald. Dazu eine Betrachtung vom Leiter der heutigen Gedenkstätte, Dr. Jens-Christian Wagner. Damit erhielt Buchenwald ein neues Außenlager – das Arbeitslager Dora, wie es bei der SS offiziell hieß. Ein Lager im eigentlichen Sinne gab es jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Häftlinge wurden dort untergebracht, wo sie arbeiten mussten – in einer ausgedehnten Stollenanlage, die ursprünglich als unterirdisches Öllager konzipiert worden war und nun, wenige Tage nach einem schweren britischen Luftangriff auf Peenemünde, in eine unterirdische Raketenfabrik umgebaut werden sollte. Zur Unterbringung der Häftlinge wurden vier Kammern der Stollenanlage als Schlafstollen eingerichtet. Tausende starben im Winter 1943/44 in dem unterirdischen Konzentrationslager an den Folgen von Erschöpfung, Hunger und katastrophalen sanitären Bedingungen. Erst nach Anlaufen der Raketenproduktion Anfang 1944 wurden die Häftlinge schrittweise in ein entstehendes oberirdisches Barackenlager verlegt; die letzten verließen die Schlafstollen erst Anfang Juni 1944 – falls sie bis dahin überlebt hatten...ausführlich im nnz-Archiv
Extremismus an Schulen
Einen deutlichen Rückgang insbesondere rechtsextremistischer Aktivitäten wie Volksverhetzung oder Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen im vergangenen Schuljahr verzeichnet das Thüringer Kultusministerium. Dennoch besteht kein Grund zur Entwarnung. Auch die Androhung von Straftaten, insbesondere als Resonanz auf das Massaker am Gutenberg-Gymnasium, sei stark rückläufig. "Insgesamt eine ermutigende Entwicklung", wie Kultusminister Dr. Michael Krapp kommentierte. Der Thüringer Kultusminister sieht darin auch einen Erfolg der ergriffenen Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Jugendlichen in Thüringen...ausführlich im nnz-Archiv
Bahn will Strecken dicht machen
Die DB Netz AG als Infrastrukturunternehmen beabsichtigt bundesweit mehrere Eisenbahnstrecken, u.a. in Thüringen, die Strecken Bretleben – Sondershausen und Straußfurt – Großheringen nicht weiter zu betreiben. Nach deren Auffassung seien diese Strecken in der Zukunft nicht wirtschaftlich zu betreiben. Deshalb werden sie innerhalb eines Ausschreibungsverfahrens zur Übernahme durch Dritte angeboten. Dabei schieben sich Bund, Land und Bahn gegenseitig, jeweils mit dem Verweis, man könne allein nichts machen und die Entscheidung wird beim anderen getroffen, den schwarzen Peter zu ohne entsprechende Bedürfnisse der Regionen sowie Entwicklungs- und Finanzierungsmöglichkeiten gemeinsam zu prüfen und abzuwägen, kritisiert Wieninger.
Die DB Netz AG hat jahrzehntelang die Schieneninfrastruktur dieser Strecken vernachlässigt und die sollen sich entsprechend in einem desolaten Zustand befinden. Demzufolge kann in diesem Fall, selbst wenn sie wollte, die DB Regio AG durch ein erhöhtes Zugangebot und höhere Fahrgeschwindigkeiten, keine entsprechenden Einnahmen verbuchen, von denen auch ein Teil an die DB Netz AG fließen...ausführlich im nnz-Archiv
Sabine Meyer: Da ist viel möglich!
Die Nordhäuser Kiesgewässer erwiesen sich in diesem Sommer als Magnet für Sonnen- und Wasserhungrige der Rolandstadt. Doch aus diesem Terrain ist mehr zu machen. Das weiß auch die SPD-Stadtratsfraktion. Die Größe der Kiesgewässer und ihre hervorragende Wasserqualität – das sind für Fraktionschefin Sabine Meyer und ihre Genossen genügend Gründe, Freizeit, Erholung und Tourismus genau dort zu entwickeln. Die Informationen und Analysen einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe sollen deshalb genutzt werden, um schließlich eine schlüssige Konzeption für diesen Naherholungsstandort zu beschließen. Dazu gehören nach Auffassung von Meyer die Schaffung finanzieller, planungsrechtlicher und vor allem liegenschaftsrechtlicher Voraussetzungen. Bei diesen Planungen sollen die bisherigen Nutzer der Gewässer wie Angler, Taucher, Surfer, Kanusportler und die Rettungswache natürlich berücksichtigt werden...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzHeute: Vor 60 Jahren, Extremismus, Poker und Kiesteiche
Vor 60 Jahren
In diesen Tagen, am 28. August, jährt sich zum 60. Mal der Tag, an dem der erste Transport mit 107 Häftlingen aus dem KZ Buchenwald mit seinen SS-Bewachern am Kohnstein bei Nordhausen eintraf, bald gefolgt von weiteren Transporten aus Buchenwald. Dazu eine Betrachtung vom Leiter der heutigen Gedenkstätte, Dr. Jens-Christian Wagner. Damit erhielt Buchenwald ein neues Außenlager – das Arbeitslager Dora, wie es bei der SS offiziell hieß. Ein Lager im eigentlichen Sinne gab es jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Häftlinge wurden dort untergebracht, wo sie arbeiten mussten – in einer ausgedehnten Stollenanlage, die ursprünglich als unterirdisches Öllager konzipiert worden war und nun, wenige Tage nach einem schweren britischen Luftangriff auf Peenemünde, in eine unterirdische Raketenfabrik umgebaut werden sollte. Zur Unterbringung der Häftlinge wurden vier Kammern der Stollenanlage als Schlafstollen eingerichtet. Tausende starben im Winter 1943/44 in dem unterirdischen Konzentrationslager an den Folgen von Erschöpfung, Hunger und katastrophalen sanitären Bedingungen. Erst nach Anlaufen der Raketenproduktion Anfang 1944 wurden die Häftlinge schrittweise in ein entstehendes oberirdisches Barackenlager verlegt; die letzten verließen die Schlafstollen erst Anfang Juni 1944 – falls sie bis dahin überlebt hatten...ausführlich im nnz-Archiv
Extremismus an Schulen
Einen deutlichen Rückgang insbesondere rechtsextremistischer Aktivitäten wie Volksverhetzung oder Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen im vergangenen Schuljahr verzeichnet das Thüringer Kultusministerium. Dennoch besteht kein Grund zur Entwarnung. Auch die Androhung von Straftaten, insbesondere als Resonanz auf das Massaker am Gutenberg-Gymnasium, sei stark rückläufig. "Insgesamt eine ermutigende Entwicklung", wie Kultusminister Dr. Michael Krapp kommentierte. Der Thüringer Kultusminister sieht darin auch einen Erfolg der ergriffenen Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Jugendlichen in Thüringen...ausführlich im nnz-Archiv
Bahn will Strecken dicht machen
Die DB Netz AG als Infrastrukturunternehmen beabsichtigt bundesweit mehrere Eisenbahnstrecken, u.a. in Thüringen, die Strecken Bretleben – Sondershausen und Straußfurt – Großheringen nicht weiter zu betreiben. Nach deren Auffassung seien diese Strecken in der Zukunft nicht wirtschaftlich zu betreiben. Deshalb werden sie innerhalb eines Ausschreibungsverfahrens zur Übernahme durch Dritte angeboten. Dabei schieben sich Bund, Land und Bahn gegenseitig, jeweils mit dem Verweis, man könne allein nichts machen und die Entscheidung wird beim anderen getroffen, den schwarzen Peter zu ohne entsprechende Bedürfnisse der Regionen sowie Entwicklungs- und Finanzierungsmöglichkeiten gemeinsam zu prüfen und abzuwägen, kritisiert Wieninger.
Die DB Netz AG hat jahrzehntelang die Schieneninfrastruktur dieser Strecken vernachlässigt und die sollen sich entsprechend in einem desolaten Zustand befinden. Demzufolge kann in diesem Fall, selbst wenn sie wollte, die DB Regio AG durch ein erhöhtes Zugangebot und höhere Fahrgeschwindigkeiten, keine entsprechenden Einnahmen verbuchen, von denen auch ein Teil an die DB Netz AG fließen...ausführlich im nnz-Archiv
Sabine Meyer: Da ist viel möglich!
Die Nordhäuser Kiesgewässer erwiesen sich in diesem Sommer als Magnet für Sonnen- und Wasserhungrige der Rolandstadt. Doch aus diesem Terrain ist mehr zu machen. Das weiß auch die SPD-Stadtratsfraktion. Die Größe der Kiesgewässer und ihre hervorragende Wasserqualität – das sind für Fraktionschefin Sabine Meyer und ihre Genossen genügend Gründe, Freizeit, Erholung und Tourismus genau dort zu entwickeln. Die Informationen und Analysen einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe sollen deshalb genutzt werden, um schließlich eine schlüssige Konzeption für diesen Naherholungsstandort zu beschließen. Dazu gehören nach Auffassung von Meyer die Schaffung finanzieller, planungsrechtlicher und vor allem liegenschaftsrechtlicher Voraussetzungen. Bei diesen Planungen sollen die bisherigen Nutzer der Gewässer wie Angler, Taucher, Surfer, Kanusportler und die Rettungswache natürlich berücksichtigt werden...ausführlich im nnz-Archiv

