Di, 14:18 Uhr
24.08.2004
Wie läuft’s (sich)?
Nordhausen (nnz). Der Tag des offenen Denkmals wird in Deutschland seit 1993 begangen. Die Zahl der Besucher nahm stetig zu. In diesem Jahr heißt das Motto: Wie läuft’s? Schwerpunktthema Wasser. Im Landkreis Nordhausen kann auch selbst laufen …
Für den Landkreis Nordhausen findet die Auftakt-Veranstaltung am 12. September ab 11.00 Uhr auf der Ebersburg statt. Die Burgruine liegt ca. eine halbe Stunde nördlich von Herrmannsacker. In der Legende des heiligen Bonifatius wurde dieser Bau der Thüringer Landgrafen der linke Arm des Landes Thüringen genannt.
Zu Füßen des Höhenzuges, auf dem die Ruine steht, fließt der Krebsbach, ein Gewässer zweiter Ordnung. Er entspringt bei den Dreiherrensteinen in mehreren Rinnsalen und mündet bei Rottleberode in die Thyra. Laut Aussage von Helmut Mund aus Neustadt hieß dieser Bachlauf z. B. in einem Lehensbrief von 1590 Thyra, oder aber er wird als Tiefes Talwasser bezeichnet. Thyra ist keltischen Ursprungs und bedeutet: klarer, schnellfließender Gebirgsbach. Erst ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts taucht die Bezeichnung Krebsbach auf.
Er fließt zur Nordhäuser Talsperre, dann durch mehrere Täler, z. B. durch das Wetzeltal, das auch unterhalb des Höhenzuges verläuft, auf dem sich die Ebersburg erhebt. Im Harzvorland fließt der Krebsbach hin zur Ibergtalsperre, von dort nach Stempeda, immer am Nordhang des Alten Stolberg entlang, bis nach Rottleberode, wo er Teil der Thyra wird. An seinen Ufern standen einst zahlreiche Mühlen. Davon zeugen in heutiger Zeit die Sägemühle und Schützens Mühle.
Wie die Wasserversorgung auf der Ebersburg vonstatten ging, muss noch erforscht werden. Bis jetzt wurde ein Brunnen nicht entdeckt, wie er sich z. B. auf dem Hohnstein befindet. Am Sonntag, dem 12. September, beginnt der gemeinsame Aufstieg zur Ebersburg um 10.30 Uhr von der Sägemühle. Auf dem 1km langen Weg werden durch den Verein für lebendiges Mittelalter einige Überraschungen geboten. An diesem Septembermorgen sind auch drei Wanderungen zur Sägemühle möglich. Die Stadt- und Gästeführergilde bietet die längste von der Straßenbahnendhaltestelle in Nordhausen-Ost an, es führt Herr Scharfe. Gestartet wird um 8.30 Uhr.
Die zweite Wanderroute beginnt in Neustadt am Roland (Rathaus) um 9.15 Uhr unter der Leitung von Frau Schmitt. Als drittes Angebot gibt es die kürzeste Route von der Kirche in Herrmannsacker über die Wüstung Vockerode zur Sägemühle, von Herrn Mogk ab 9.30 Uhr geleitet. Damit alle Wandersleute an den Ausgangsort zurückkommen, fährt sie ein Bus zurück.
Selbstverständlich sind auch alle per Auto bis zur Sägemühle fahrenden Gäste herzlich willkommen. Nachdem Landrat Joachim Claus um 11.00 Uhr den Tag des offenen Denkmals für den Landkreis Nordhausen offiziell eröffnet hat, werden Führungen auf dem Burggelände angeboten, aber auch Wanderungen zu den ehemaligen Burgen und Wallanlagen der Hohen Alze, der Niederen Alze und der Westlichen Alze.
Autor: nnzFür den Landkreis Nordhausen findet die Auftakt-Veranstaltung am 12. September ab 11.00 Uhr auf der Ebersburg statt. Die Burgruine liegt ca. eine halbe Stunde nördlich von Herrmannsacker. In der Legende des heiligen Bonifatius wurde dieser Bau der Thüringer Landgrafen der linke Arm des Landes Thüringen genannt.
Zu Füßen des Höhenzuges, auf dem die Ruine steht, fließt der Krebsbach, ein Gewässer zweiter Ordnung. Er entspringt bei den Dreiherrensteinen in mehreren Rinnsalen und mündet bei Rottleberode in die Thyra. Laut Aussage von Helmut Mund aus Neustadt hieß dieser Bachlauf z. B. in einem Lehensbrief von 1590 Thyra, oder aber er wird als Tiefes Talwasser bezeichnet. Thyra ist keltischen Ursprungs und bedeutet: klarer, schnellfließender Gebirgsbach. Erst ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts taucht die Bezeichnung Krebsbach auf.
Er fließt zur Nordhäuser Talsperre, dann durch mehrere Täler, z. B. durch das Wetzeltal, das auch unterhalb des Höhenzuges verläuft, auf dem sich die Ebersburg erhebt. Im Harzvorland fließt der Krebsbach hin zur Ibergtalsperre, von dort nach Stempeda, immer am Nordhang des Alten Stolberg entlang, bis nach Rottleberode, wo er Teil der Thyra wird. An seinen Ufern standen einst zahlreiche Mühlen. Davon zeugen in heutiger Zeit die Sägemühle und Schützens Mühle.
Wie die Wasserversorgung auf der Ebersburg vonstatten ging, muss noch erforscht werden. Bis jetzt wurde ein Brunnen nicht entdeckt, wie er sich z. B. auf dem Hohnstein befindet. Am Sonntag, dem 12. September, beginnt der gemeinsame Aufstieg zur Ebersburg um 10.30 Uhr von der Sägemühle. Auf dem 1km langen Weg werden durch den Verein für lebendiges Mittelalter einige Überraschungen geboten. An diesem Septembermorgen sind auch drei Wanderungen zur Sägemühle möglich. Die Stadt- und Gästeführergilde bietet die längste von der Straßenbahnendhaltestelle in Nordhausen-Ost an, es führt Herr Scharfe. Gestartet wird um 8.30 Uhr.
Die zweite Wanderroute beginnt in Neustadt am Roland (Rathaus) um 9.15 Uhr unter der Leitung von Frau Schmitt. Als drittes Angebot gibt es die kürzeste Route von der Kirche in Herrmannsacker über die Wüstung Vockerode zur Sägemühle, von Herrn Mogk ab 9.30 Uhr geleitet. Damit alle Wandersleute an den Ausgangsort zurückkommen, fährt sie ein Bus zurück.
Selbstverständlich sind auch alle per Auto bis zur Sägemühle fahrenden Gäste herzlich willkommen. Nachdem Landrat Joachim Claus um 11.00 Uhr den Tag des offenen Denkmals für den Landkreis Nordhausen offiziell eröffnet hat, werden Führungen auf dem Burggelände angeboten, aber auch Wanderungen zu den ehemaligen Burgen und Wallanlagen der Hohen Alze, der Niederen Alze und der Westlichen Alze.


