eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Fr, 18:30 Uhr
27.08.2004

Wasser marsch!

Heringen (nnz). Professor Juckenack, ehemals Rektor der Fachhochschule, hat einen neuen Job. Zum ersten Mal seit Amtsantritt zog es den Staatssekretär wieder in die alte Heimat. Dabei ging es ziemlich feucht zu.


Wasser marsch! (Foto: nnz) Wasser marsch! (Foto: nnz)

Reden zu halten, bei denen man sich nicht langweilt, hat Professor Dr. Christian Juckenack auch als Staatsekretär nicht verlernt. Sekt gab's auch, um anzustoßen auf das Wehr in Heringen. "Auf daß es immer wehrhaft sein möge" witzelte der ehemalige Rektor der Fachhochschule.

Im Winter 2001/2002 hätte diese moderne Hochwasserschutzanlage gute Dienste geleistet, wenn es sie denn gegeben hätte. Damals trat die Helme über die Ufer und richtete besonders in Sundhausen, Uthleben und Heringen Schaden an. 500.000 Euro kostete die Anlage, die aus einen hydraulisch zu bewegenden Staufeld besteht. Damit ist eine konstante Wasserstandsregulierung möglich. Die Fischzuchtanlage in Auleben wird es freuen, denn durch das neue Wehr ist eine bessere Versorgung möglich.

Die Stauhöhe auf der Wasserseite des Wehrs beträgt 1,30 Meter. Wichtige Daten sind per Fernabfrage dank moderner Technik von überall aus in Erfahrung zu bringen. So kann im Fall eines Hochwassers schneller reagiert werden.

Im letzten Jahr (2003) gab der Freistaat Thüringen 10,6 Millionen Euro für den Hochwasserschutz aus. In diesem Jahr sollen es 21,5 Millionen werden. Das sei eine große Kraftanstrengung diesen Betrag bereitzustellen, wie Professor Juckenack mitteilte, aber es sei notwendig. Erst ein Drittel aller Wasserbaumaßnahmen seinen in Thüringen abgeschlossen.

Auch in der Goldenen Aue geht es weiter. In Uthleben soll ein Planfeststellungsverfahren klären, welche Flächen bei einer Überschwemmung geflutet werden könnten. In Sundhausen besteht ebenfalls ein großes Defizit in Sachen Hochwasserschutz. An diesen beiden Orten werden sich zukünftige Schutzmaßnahmen konzentrieren.

Die frei lebenden Fische haben auch etwas von dem Neubau. Sie erhalten eine Aufstiegsanlage und somit vier Kilometer mehr Lebensraum in der Helme. Seit 1994 seien 28 Wehranlagen im Freistaat ökologisch umgebaut worden, berichtet Amtsleiter Bräuning vom Staatlichen Umweltamt in Sondeshausen. Die Sanierung wurde geplant vom Ingenieubüro Prowa GmbH in Erfurt. Die Firmen Jaeschke und Preuss aus Weißenfels, Stahlwasserbau Beeskow und Günther Schaltanlagen aus Saalfeld führten den Bau aus.

Interessierte Bürger aus Heringen waren herzlich willkommen zu der Eröffnung der Wehranlage. Den anwesenden Kindern gefiel es gar nicht, daß nicht das ganze Wasser abgelassen wurde. Die Männer ließen sich inzwischen die Funktionen der Steuer- und Überwachungsanlage fachkundig erläutern. Es ist ein gelungenes Objekt, was die Heringer bekommen haben. Auch optisch sei es sehr ansprechend, findet der Staatssekretär. Schade nur, daß er ohne Mikrofon für die anwesenden Bürger so gar nicht zu verstehen war.
Autor: wf

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)