Di, 17:07 Uhr
31.08.2004
Gaspreise sollen überprüft werden
Nordhausen (nnz). Schon mehrfach hatte sich Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) über die Erhöhung der Gaspreise geärgert. Jetzt will er die überprüfen lassen...
Das Thüringer Wirtschaftsministerium wird die Preisentwicklung bei Thüringer Gasversorgern unter die Lupe nehmen. Das hat Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute in Erfurt angekündigt. In den nächsten Tagen soll dazu eine Abfrage unter den 29 Stadtwerken im Freistaat gestartet werden. Reinholz begrüßte zugleich das Vorhaben des Bundeskartellamts, Preiserhöhungen bei überregional tätigen Gasversorgern zu überprüfen.
"Weiter steigende Gaspreise sind für Wirtschaft und Privathaushalte kaum noch zu verkraften", sagte Reinholz. Angekündigte oder geplante Preiserhöhungen bei Thüringer Gasversorgern würden deshalb durch das Wirtschaftsministerium als zuständige Landeskartellbehörde genau geprüft. "Da wir keine drastischen Preiserhöhungen bei den Vorlieferanten beobachten, erscheint eine solche Überprüfung gerechtfertigt." Erneut kritisierte Reinholz die Bindung der Gaspreise an die Preisentwicklung für leichtes Heizöl. "Dafür gibt es heute keinen sachlichen Grund mehr", sagte der Minister. Im Gegenteil widerpreche die Ölpreisbindung dem Gedanken der Liberalisierung des Gasmarkts. "Dauerhöchstpreise beim Heizöl dürfen nicht automatisch zu Dauerhöchstpreisen beim Gas führen", forderte Reinholz.
In Schreiben an die Thüringer Gasversorger, die in den kommenden Tagen verschickt werden, möchte das Wirtschaftsministerium wissen, ob Preiserhöhungen geplant sind und - falls ja - wie diese Preiserhöhungen begründet werden. "Wir werden diese Begründungen sehr genau prüfen und behalten uns vor, gegebenenfalls Missbrauchsverfahren einzuleiten", so Reinholz.
Autor: nnzDas Thüringer Wirtschaftsministerium wird die Preisentwicklung bei Thüringer Gasversorgern unter die Lupe nehmen. Das hat Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute in Erfurt angekündigt. In den nächsten Tagen soll dazu eine Abfrage unter den 29 Stadtwerken im Freistaat gestartet werden. Reinholz begrüßte zugleich das Vorhaben des Bundeskartellamts, Preiserhöhungen bei überregional tätigen Gasversorgern zu überprüfen.
"Weiter steigende Gaspreise sind für Wirtschaft und Privathaushalte kaum noch zu verkraften", sagte Reinholz. Angekündigte oder geplante Preiserhöhungen bei Thüringer Gasversorgern würden deshalb durch das Wirtschaftsministerium als zuständige Landeskartellbehörde genau geprüft. "Da wir keine drastischen Preiserhöhungen bei den Vorlieferanten beobachten, erscheint eine solche Überprüfung gerechtfertigt." Erneut kritisierte Reinholz die Bindung der Gaspreise an die Preisentwicklung für leichtes Heizöl. "Dafür gibt es heute keinen sachlichen Grund mehr", sagte der Minister. Im Gegenteil widerpreche die Ölpreisbindung dem Gedanken der Liberalisierung des Gasmarkts. "Dauerhöchstpreise beim Heizöl dürfen nicht automatisch zu Dauerhöchstpreisen beim Gas führen", forderte Reinholz.
In Schreiben an die Thüringer Gasversorger, die in den kommenden Tagen verschickt werden, möchte das Wirtschaftsministerium wissen, ob Preiserhöhungen geplant sind und - falls ja - wie diese Preiserhöhungen begründet werden. "Wir werden diese Begründungen sehr genau prüfen und behalten uns vor, gegebenenfalls Missbrauchsverfahren einzuleiten", so Reinholz.


