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Di, 17:11 Uhr
31.08.2004

„Pilgerfahrt“ zum Hügel der Kreuze

„Pilgerfahrt“ zum Hügel der Kreuze (Foto: nnz) „Pilgerfahrt“ zum Hügel der Kreuze (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Es war mitten in der Nacht, als die 16 Jugendlichen aus dem Werkstattprojekt des Heilpädagogischen Zentrums Wülfingerode (HPZ) und ihre Betreuer nach einer schier endlosen Fahrt durch die polnischen Masuren endlich in Litauen ankamen. Was sie dann dort erlebten, das hat jetzt die nnz erfahren.


Trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit wurden sie in Kuršenai im „Palace“ bereits mit großer Neugier von den litauischen Jugendlichen erwartet. Nach ausreichend Schlaf und einem ordentlichen Frühstück gab es dann endlich genügend Zeit sich ausgiebig kennen zu lernen, schließlich wollte man in Kuršenai ganze zwei Wochen miteinander leben und arbeiten, voneinander lernen aber vor allem auch gemeinsam Spaß haben. „Für die Jugendlichen aus unserem Werkstattprojekt war diese Jugendbegegnung in Litauen etwas ganz besonderes. Sie wurden mit einer ihnen fremden Kultur und einer ihnen fremden Umgebung gleichzeitig konfrontiert, das war für viele eine große Herausforderung“, verriet Gisela Morgenroth, eine der Betreuerinnen.

„Wir haben alles mit den litauischen Jugendlichen gemeinsam gemacht: gekocht, gespielt, Aktivitäten geplant und natürlich auch durchgeführt. Für das Selbstvertrauen unserer Jugendlichen und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der ganzen Gruppe war dieses ´alles gemeinsam machen und doch Eigenverantwortung tragen` enorm wichtig“, so die Betreuerin weiter. Um etwas mit bleibendem Wert zu hinterlassen, nutzten die deutschen Jugendlichen ihre Erfahrungen aus dem Werkstattprojekt des HPZ und bauten zwei Flösse für den nah am „Palace“ gelegenen See, sowie einen kleinen „Klettergarten“.

Natürlich wurde nicht nur gebaut und gekocht. Zu den besonderen Höhepunkten zählten ein Besuch der Ostsee, ein Stadtbummel in Litauens Hauptstadt Vilnius und vor allem der Besuch auf dem Hügel der Kreuze. Seit Mitte des 19 Jahrhunderts pilgern täglich hunderte Menschen auf diesen Hügel nah Siauliai, der viertgrößten Stadt Litauens, um gegen Willkür und Ungerechtigkeit friedlich zu protestieren. Zehntausende kleine und große Kreuze sind es inzwischen und seit 2 Wochen steht dort auch ein von den deutschen und litauischen Jugendlichen selbstgebautes 2,5m großes Kreuz, auf dem sich alle mit ihren Wünschen und Gebeten verewigt haben.
Autor: nnz

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