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Mi, 16:30 Uhr
15.09.2004

Eiskalter Erfolg

Nordhausen (nnz).6.000 Gebäckarten, 650 Mitarbeiter, derzeit drei Produktionsstandorte. Bald sind es vier und 100 neue Mitarbeiter aus Nordhausen, die von heutigen Spatenstich profitieren. Wo sich der tiefgekühlte Erfolgstandort demnächst befindet, hier erfahren Sie es.

Eiskalter Erfolg (Foto: nnz) Eiskalter Erfolg (Foto: nnz) "Stillstand ist Rückschritt" meint Helmut Klemme, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen Tiefkühlbackwarenherstellers. Nach Stillstand oder gar Rückschritt sieht es allerdings nicht aus, was da im Industriegebiet Darrweg Nord entstehen soll. Eine neue Produktionsstätte von 20.000 Quadratmetern, die rund 100 Menschen eine Arbeit und 12 Jugendlichen eine Lehrstelle bietet, wird auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz der NVA errichtet.

"Der Markt wächst" sagt Helmut Klemme in seinem Grußwort zum symbolischen Spatenstich, die Bauarbeiten beginnen erst am 04. Oktober. 80 Prozent des Umsatzes von rund 75 Millionen Euro mache der Backwarenhersteller in Deutschland, den Rest mit dem Export. Auch nach vier Wochen per Schiff und einer Woche beim Zoll, seien Klemmes Tiefkühlbrötchen noch frisch, so lange dauert es nämlich bis sie in Japan oder Korea ankommen.

In etwa einem Jahr werden nicht nur die Asiaten Gebäck aus Nordhausen auf ihre Teller bekommen. So lange wird es dauern, bis das Werk mit einer Investitionssumme von rund 40 Millionen Euro mit der Produktion beginnen kann.

Hervorheben möchte der Vorstandsvorsitzende außerdem, daß die Zusammenarbeit mit dem Land Thüringen und besonders der Stadt Nordhausen sehr unbürokratisch verlaufen sei.

Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) freute sich, heute an dem Spatenstich teilzunehmen. Eine Neuansiedlung, insbesondere in einer strukturschwachen Region, sei eine große Freunde für einen Minister, besonders da er selbst Nordhäuser sei. Daß rund 80 Prozent der entstehenden Arbeitsplätze für Frauen sein werden, begrüßte er ganz besonders.

Oberbürgermeisterin Barbara Rinke gab einen Einblick in die Geschichte des Bauplatzes. Früher hätten die Menschen hier Getreide angebaut, den Grundstoff für die Tiefkühlbrötchen. So schließe sich der Kreis, und das Gelände käme zu seinem eigenen Ursprung zurück. Zwischenzeitlich hatte es als Flugplatz der Junkers Werke und später dann als Hubschrauberlandeplatz der Volksarmee gedient.

Barbara Rinke hatte im Voraus schon einmal einen Blick ins Stammwerk in Eisleben geworfen. Sie war begeistert von den freundlichen Mitarbeitern, die sehr motiviert wirkten. Sie freut sich darauf, solch einen Betrieb in Nordhausen ansiedeln zu können und hieß die Tiefkühlbäcker herzlich willkommen in der Rolandstadt.
Autor: wf

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