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Mi, 16:30 Uhr
15.09.2004

Spielstadt Nordhausen

Nordhausen (nnz). Eine kinderfreundliche Stadt will Nordhausen sein. Es gibt viele Plätze, wo sich Kinder und Jugendliche treffen können. In der nächsten Woche wird die Stadt zu einem riesigen Spielmobil. Warum weiß die nnz.

Hingehen, wo die Kinder spielen, und wenn es häßliche Ecken in Neubaugebieten sind. Das ist die Philosophie der Spielmobile. 1971 in Berlin entstand die Idee mit einem Handwagen voller Spielsachen.
Heute ist das alles ein bißchen professioneller. Über 400 Spielmobile gibt es in Deutschland. Die erreichen jährlich über eine Million Kinder, die sonst keine Jugendhäuser in der Nähe haben, oder die da einfach nicht hingehen würden. 500 hauptamtliche Mitarbeiter und 1.500 Honorarkräfte, sowie viele Zivis und Praktikanten organisieren verschiedene, zum Teil zu einem bestimmten Thema gestaltete Mobile und Aktionen.

In Thüringen gab es im Jahr 2000 noch 45 Spielmobile, jetzt sind es 24. Das Personal für diese Attraktionen rekrutierte sich zum großen Teil aus dem geschrumpften zweiten Arbeitsmarkt. Die Leidtragenden der Kürzungen sind die Kinder.

Auch in Nordhausen entstand das "Mobile" aus einer Kürzung. Das Jugendsozialwerk konnte seine Jugendhäuser mit weniger Mitteln nicht mehr finanzieren. So kam es, daß die Mitarbeiter ein Fahrzeug bekamen und sich auf den Weg zu den Kindern machten. Ihre Ausrichtung ist vor allem der erlebnispädagogische Bereich. Die Mitarbeiter kümmern sich unter anderem auf der Landesgartenschau um den Klettergarten.

Nächste Woche wird Nordhausen zu einem großen Spielplatz für alle Generationen. Spielmobile soll es in der Zukunft nämlich auch für Senioren geben. Diese Thematik wird erstmals auf dem 33. Internationalen Spielmobilkongreß diskutiert.
Erst zum zweiten Mal, nach Weimar 1999, findet die Veranstaltung in Thüringen statt. Bisher waren Großstädte das Ziel.

Der Kongreß selbst ist eine Zusammenarbeit des Jugensozialwerks, der Stadt Nordhausen, der BAG Spielmobil und des LKJ Thüringen. Bundeszuschüsse gibt es nicht. Die Teilnehmer kommen aus ganz Europa. Spielmobile existieren jedoch weltweit. In Afrika werden sie unter anderem auch für die AIDS Aufklärung eingesetzt.

Es soll nicht nur geredet werden, sondern auch ausprobiert, deshalb sind alle Kinder der Stadt zu den verschiedenen Aktionen eingeladen. Am Donnerstag, dem 23.09. Kann von 14.00 bis 18.00 überall gespielt werden. Auch der Sonnabend, der 25.09. Steht ganz im Zeichen der Spielmobile. Ab 10.00 Uhr ziehen sie in einer Karawane durch die Stadt. von 14.00 bis 18.00 Uhr gibt´s auf dem Theaterplatz und in der Promenade ein großes Spielfest. Mitmachzirkus, Trampolinspringen, Ritterspiele und eine Miniolympiade sind nur einige der Programmpunkte. Mitspielen kostet natürlich nichts.
Autor: wf

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