Mo, 19:12 Uhr
27.09.2004
Das Ende einer Hoffnung
Nordhausen (nnz). Zum zehnten Mal trafen sich heute Menschen aus dem Landkreis Nordhausen, um gegen den Sozialabbau in diesem Land und vor allem gegen Hartz IV zu demonstrieren. Diesmal wurde nicht viel geredet, dafür aber gesungen
Das Ende einer Hoffnung (Foto: nnz)
Es war nicht nur die 10., sondern auch die letzte Demo gegen Hartz IV, zu der das OrgKomitee aufgerufen hatten. Die Entscheidung, nur noch mit Infoständen auf dem Platz vor dem Nordhäuser Rathaus präsent zu sein, erwies sich als richtig. Heute kamen knapp 150 Menschen zusammen. Zum Höhepunkt der Demos waren es 2.500. Ihnen ist nicht nur das Durchhaltevermögen abhanden gekommen, sie haben kaum noch Hoffnung, dass ihre Proteste etwas bewirken können. Die da oben haben scheinbar den längeren Atem, rief Jürgen Nagel den Menschen zu.
Auch reden wollte heute niemand mehr, vielleicht war es auch eine Form des Abschieds. Nur ein Mutiger fand sich, Günther Dietrich, nach Nordhausen zugezogen. Neunmal stand er in der Masse, heute fasste er Mut und nahm sein Banjo mit nach oben. Dietrich sang ein Lied und alle klatschten mit: Arbeit für alle!, so der Refrain. Und genau das war und ist das Motto, das sich nach und nach mit den Demos in Nordhausen manifestierte. Klar, Hartz IV müsse weg, doch viel wichtiger: Arbeit muß her.
Am Samstag soll es nach Berlin gehen, auf dem Alexanderplatz soll noch einmal zentral gegen Hartz IV mobil gemacht werden. Für einen Bus habe die Zahl der Mitreisenden nicht gereicht. Die Nordhäuser fahren mit der Bahn.
Doch eines haben die Demos gezeigt, Nicht alles mehr wird das Volk oder ein Teil von ihm wortlos hinnehmen, man wird wieder auf die Straße gehen. Das gegenwärtige System macht es möglich, doch mehr auch nicht. Und so können die objektiven Beobachter davon ausgehen, dass die Proteste in den ersten Monaten des kommenden Jahres wieder aufflammen werden. Dann nämlich, wenn das erlebbare Realität wird, wogegen jetzt mobil gemacht worden ist.
Autor: nnz
Das Ende einer Hoffnung (Foto: nnz)
Es war nicht nur die 10., sondern auch die letzte Demo gegen Hartz IV, zu der das OrgKomitee aufgerufen hatten. Die Entscheidung, nur noch mit Infoständen auf dem Platz vor dem Nordhäuser Rathaus präsent zu sein, erwies sich als richtig. Heute kamen knapp 150 Menschen zusammen. Zum Höhepunkt der Demos waren es 2.500. Ihnen ist nicht nur das Durchhaltevermögen abhanden gekommen, sie haben kaum noch Hoffnung, dass ihre Proteste etwas bewirken können. Die da oben haben scheinbar den längeren Atem, rief Jürgen Nagel den Menschen zu.
Auch reden wollte heute niemand mehr, vielleicht war es auch eine Form des Abschieds. Nur ein Mutiger fand sich, Günther Dietrich, nach Nordhausen zugezogen. Neunmal stand er in der Masse, heute fasste er Mut und nahm sein Banjo mit nach oben. Dietrich sang ein Lied und alle klatschten mit: Arbeit für alle!, so der Refrain. Und genau das war und ist das Motto, das sich nach und nach mit den Demos in Nordhausen manifestierte. Klar, Hartz IV müsse weg, doch viel wichtiger: Arbeit muß her.
Am Samstag soll es nach Berlin gehen, auf dem Alexanderplatz soll noch einmal zentral gegen Hartz IV mobil gemacht werden. Für einen Bus habe die Zahl der Mitreisenden nicht gereicht. Die Nordhäuser fahren mit der Bahn.
Doch eines haben die Demos gezeigt, Nicht alles mehr wird das Volk oder ein Teil von ihm wortlos hinnehmen, man wird wieder auf die Straße gehen. Das gegenwärtige System macht es möglich, doch mehr auch nicht. Und so können die objektiven Beobachter davon ausgehen, dass die Proteste in den ersten Monaten des kommenden Jahres wieder aufflammen werden. Dann nämlich, wenn das erlebbare Realität wird, wogegen jetzt mobil gemacht worden ist.


