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Do, 08:03 Uhr
30.09.2004

Geheimplan Südharz oder: wer mit wem? (4)

Nordhausen (nnz). In drei Folgen hatte die nnz über mögliche Gespräche, Kontakte, Meinungen und Kompromisse zu einer strukturellen Veränderung des Landkreises Nordhausen berichtet. Nun ein kleines Fazit.


Im Landkreis Nordhausen wird geredet, allein diese Tatsache schon ist als gut zu bewerten. In anderen Landkreisen, wie zum Beispiel im Eichsfeld, ist man jedoch weiter. Als Beweis soll die Fusion der Städte Leinefelde und Worbis herhalten. Man will die Kosten senken. Das wird auch in Leinefelde oder Worbis nicht von einem Tag auf den anderen spürbar sein. Mittelfristig aber auf jeden Fall. Für die Bürger der beiden Kommunen wird sich nicht allzuviel ändern – und das ist gut so. Dem Otto-Normal-Bürger ist es eigentlich egal, in welcher Form er verwaltet wird. Es sollte nur die für ihn effektivste sein.

Und genau vor diesem Hintergrund sollte auch im Landkreis Nordhausen weiter geredet werden. Bis zum Jahr 2006 muß sich etwas bewegen. Es müssen Strukturen geschaffen werden, die finanzierbar sind. Und da sollten persönliche Befindlichkeiten, wie etwa ein Verlust an „Macht“ hinten an stehen. Das ist gewiß ein frommer Wunsch des Schreiberlings, schließlich handeln immer noch Menschen.

Doch die nnz ist sich ziemlich sicher, daß der Druck auf eine Umbildung stärker werden wird. Indirekt wird es die Landesregierung angehen. Da werden dort Geldhähne zugedreht, an anderer Stelle ein wenig aufgedreht. Politisch wird in Erfurt wohl kaum jemand das Wort Gebietsreform in den Mund nehmen, denn dann muß dieser Begriff weiter gefaßt werden. Landkreise müssen fusionieren, einige werden gänzlich von der politischen Karte verschwinden.

Liebend gerne würde Dieter Althaus die Gebietsreform angehen, doch die hauchzarte Mehrheit seiner CDU und einige „Gebietreform-Fürsten“ könnten ihm das vermasseln. Auch könnten die Ausgleichs-Forderungen so überhand nehmen, daß man selbst parteiintern nicht mehr weiter kann. Das muß vermieden werden, koste es, was es wolle. Und so wird erst einmal mit den Kommunen geprobt. Gut werden die dran sein, die sich bis dahin von selbst bewegt haben. Dann könnte der Geheimplan Südharz sein Geheimnis verlieren und endlich offen diskutiert werden. Wie lang der Weg dorthin sein wird, das bestimmen die, die einst gewählt worden waren.
Autor: nnz

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