In den zurückliegenden Wochen hatten mehrere Leser der nnz illegale Ablagerungen von Schlachtabfällen entdeckt und darauf aufmerksam gemacht. Nicht reagiert hatten die zuständigen Behörden in Stadt und Landkreis. Also haben wir nachgefragt...
Illegal entsorgt - im wahrsten Sinne des Wortes eines Schweinerei (Foto: privat)
Erste Station der Anfrage war das Landratsamt. Das dort angesiedelte Veterinäramt teilte mit, dass bei den illegal abgelagerten Schlachtabfällen die Stadt Nordhausen die Entsorgung übernommen und recherchiert hat, um den Verursacher zu ermitteln.
Anzeige symplr (mr_1)
Nun sind wir bei der zweiten Station, dem Rathaus angekommen. Hier erteilt man nun ungern Auskunft mit dem Verweis auf ein laufendes Verfahren. Was für ein Verfahren das ist oder ob Anzeige erstattet wurde, dazu will man im Rathaus nichts an die Öffentlichkeit dringen lassen, zumindest seien entsprechende Informationen nicht für die öffentlichen Medien bestimmt. Auch zu den bisherigen Kosten hält man sich im Nordhäuser Rathaus bedeckt, sie würden im unteren vierstelligen Bereich zu finden sein.
Aber auch der Landkreisverwaltung liegen Ergebnisse aus dem Rathaus noch nicht vor. Wenn die Daten vorliegen, werden die weiteren rechtlichen Schritte, die der Verwaltung zur Verfügung stehen, geprüft. Also zurück zum Landratsamt. Dort hat das Veterinäramt erste Recherchen unternommen. Die gefundenen Stempel (die sogenannten Genusstauglichkeitsstempel) an den Schlachtabfällen verweisen auf den Schlachthof, aus dem die Tiere stammen. Der Schlachthof ist auch ermittelt. Allerdings stehe damit noch nicht fest, wohin die Tiere geliefert wurden. Es liegen dem Veterinäramt jedoch erste Informationen zu den Logistikwegen in unsere Region vor.
Diese Informationen wurde vermutlich auch als vertrauliche Verschlusssache eingestuft. Ende der Recherche eines öffentlichen Mediums. Wir versprechen jedoch, hierbei weiter am Ball zu bleiben. Peter-Stefan Greiner
schön an der Sache dranbleiben. Das Hin- und Hergeschiebe der Kompetenzen zwischen Stadt und Landkreis kennen wir schon seit Jahren als Provinzposse höchsten Grades. Man muss gleich mit solchen Mitteln an die Öffentlichkeit, den dann müssen die Verwaltungen schnell mal agieren und tätig werden. Bei schnelleren und flinkeren Reagieren hätten die Kosten reduziert werden können. Von meiner Anzeige bei der Polizei und den Anrufen beim Ordnungsamt sind mehr als 4 Wochen vergangen. Am Anfang gleich ne Mail oder ein Anschreiben an den schon damals bekannten Zerlegebetrieb raus. Ich bin weiter gespannt wie ein Flitzebogen
Und wieder zeigt sich deutlich wie seit Jahren und besonders derzeit im Rathaus gearbeitet wird.
Frau Krauth ist nicht in der Lage hier Entscheidungen herbeizuführen.
Es wird Zeit, dass sich hier etwas ändert!