Feuerwehren im Einsatz
Großbrand auf Bahnhofsgelände
Auf dem Gelände des Nordhäuser Bahnhofes ist ein Feuer ausgebrochen. Wir haben erste Informationen...
Großbrand auf Bahnhofsgelände (Foto: privat)
Die ersten Meldungen gegen 14.45 Uhr bei der Nordhäuser Berufsfeuerwehr ein. Auf dem Gelände der Deutschen Bahn, auf Höhe Maximator, soll ein Brand in einer Lagerhalle ausgebrochen sein.
Sofort wurden mehrere Feuerwehren zum Einsatzort geschickt. Eine Halle, die nicht mehr der Bahn gehört, stand im Vollbrand. Neben der Berufsfeuerwehr sind sechs weitere Freiwillige Feuerwehren mit fast 40 Kameraden im Einsatz.
Mit zwei Drehleitern und zwei Großtankern, die je 4.500 Liter Wasser fassen, wird das Feuer bekämpft. Der Strom der Oberleitungen im Bahnhofsbereich wurde unterbrochen, der Zugverkehr ebenfalls.
Nach ersten Ermittlungen kamen Personen glücklicherweise nicht zu Schaden.
Update 16:39: Der Brand wurde von 40 Feuerwehrleuten aus acht Rohren bekämpft, neben Löschwasser aus dem Hydrant wurde auch die Zorge angezapft. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr sowie die freiwilligen Wehren aus Nordhausen Mitte, Steinbrücken, Sundhausen, Bielen, Hesserode und Petersdorf.
Die zusätzliche Einsatzkräfte wurde schon während der ersten Anfahrt alarmiert, da starke Rauchentwicklung festzustellen war. Ursache der schwarzen Rauchwolken über dem Bahnhofsgelände war das mit mehreren Lagen Teerpappe gedeckte Dach des Schuppens. Während der Löscharbeiten musste eine Fahrspur der deutschen Bahn gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet werden sodass zur Stunde der Betrieb am Bahnhof lediglich über ein Gleis abgewickelt werden konnte.
Mit einem Bagger des Bauhofes soll demnächst das Dach des Schuppens abgerissen werden um die Löscharbeiten zu beschleunigen. Das betreffende Gebäude war erst vor kurzem versteigert worden, der aktuellen Eigentümer war der Feuerwehr noch nicht bekannt.
Autor: red
Kommentare
trabijuergen
01.09.2018, 17:13 Uhr
Zum Glück
gibt es keine Verletzen.
Aber deshalb gleich die ganze Uferstraße zu sperren, sodaß an der Kreuzung Uferstraße/Bahnhofstraße das Chaos herrscht, weil von drei auf eine Spur links abgebogen werden muß, halte ich für ziemlich übertrieben seitens der Polizei. Es hätte gereicht, die Friedrichstr. und Ullrichstr. zu sperren. Aber so viel Polizisten wollte man wohl nicht abstellen. Und dann läßt man aus Richtung Bahnhofstraße den Verkehr auch noch Richtung Uferstraße fahren, die müssen dann auch noch umdrehen. Für mich eine Fehlentscheidung der Polizei, solch Verkehrschaos zu verursachen.
dmfn
01.09.2018, 17:39 Uhr
Wasser aus Zorge
Die Steasse ist gesperrt wurden weil Feuerwehr Schlauch bis in Höhe gelegt hat um Löschwasser zu holen. Ist ja dann sinnvoll oder sollen die Autos über die Schläuche fahren ?
trabijuergen
01.09.2018, 19:08 Uhr
Merkwürdig,
am Brandherd holen sie Wasser aus den Hydranten und legen zusätzlich noch eine so lange Wasserleitung durch die ganze Ullrichstraße? Schwer zu glauben. Aber dmfn wirds wohl gesehen haben, sonst würde er es ja nicht behaupten, oder?
jorge-ama
01.09.2018, 19:39 Uhr
hallo trabijuergen
kann man die Entscheidungen der Polizei und Feuerwehr nicht einfach als 'gegeben' betrachten? Sind Sie auch einer dieser berühmten Schaulustigen?
Bei der Löschwasserentnahme könnte es schon vorkommen,dass ein oder 2 Hydranten dies nicht schaffen, dann brauch man eine weitere Ausweichmöglichkeit.
Übrigens: NDH hat noch mehrere Strassen oder ist eine Strassensperre ein Problem für Sie?
Ihre Sorgen möcht ich haben.
der_böhse_onkel
01.09.2018, 19:41 Uhr
Steht auch alles im Text,
trabijuergen - wahrscheinlich das "Update" nicht gelesen....
76er
01.09.2018, 20:13 Uhr
@trabijuergen
Erstmal ist es sehr sinnvoll den Bereich um die Einsatzstelle grosszügig abzusperren, um den sogenannten Katastrophe Tourismus etwas einzudämmen, aber auch um die Einsatzkräfte vor Gefahren durch den Verkehr zu schützen und auch die Einsatztechnik.
Ein gefüllter Feuerwehr Schlauch kann beim Überfahren schon platzen und bei dem Plötzlichen Wasserverlust an der Einsatzstelle kann es zu brenzligen Situationen kommen, wenn die Kameraden gerade im Gebäude löschen und dann das Wasser weg ist.
Zum Thema Hydrant, es ist immer nötig zusätzlich zur Löschwasserentahme aus dem Trinkwasser Netz eine weitere aus Flüssen oder Seen aufzubauen.
Da das Leitungsnetz nie den Bedarf an Löschwasser bei solchen Einsätzen decken würde.
Eigentlich sollte man nicht diskutieren ob und wann eine Strassensperrung nötig ist sonder froh sein das es Freiwillige Menschen gibt die bei Bränden und anderen Schadenslagen selbstlos und unentgeltlich mit ihren Feuerwehren kommen und die Berufsfeuerwehr unterstützen.
Anwohnerin
01.09.2018, 20:25 Uhr
Schade das die Gegend nicht aufgewertet werden durfte
Mir wurde vor vielen Jahren die Sanierung dort in der Gegend von der Stadt untersagt. Ich hätte da noch Grundstücke gekauft und in Ordnung gebracht. Jetzt ist es zu spät. Das Brandgrundstück gehört mir zum Glück nicht. Eine Partei hatte die Sanierung der Bahnhofsgegend im Wahlkampf bei der letzten Bürgermeisterwahl. Trotz Visitenkarte nie wieder bei mir gemeldet. Das Quartiersprojekt zur Aufwertung der Gegend mit der Stadt und anderen Beteiligten davon hab ich nach der Auftaktveranstaltung auch nie wieder was gehört. Jetzt investiere ich woanders wenn man mich lässt.
alterNeunordhäuser
01.09.2018, 20:27 Uhr
Update und Kommentare hin und her
Wäre schön mal zu erfahren, ob die Uferstraße immer noch gesperrt ist und der Brand gelöscht ist.
Schlaubert
01.09.2018, 21:40 Uhr
Wasser aus Hydranten reichte nicht ,
deswegen wurden weiter Saugstellen /Wasserentnahmestellen benötigt und mit der Zorge genutzt . Da mehrere Schlauchleitungen von dort zum Brandherd gelegt wurden wurde die Uferstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Nicht auszudenken wenn ein Autofahrer wegen der vielen Schläuche verunglückt wäre .
Was aber noch mehr auffiel war der Schaulustigen Tourismus . Was da an Fahrzeugen in Richtung Lange Straße unterwegs war und dort parkte war auch sehr interessant . Fehlte nur noch der Bratwurst-/Getränkestand.
Albert
01.09.2018, 22:30 Uhr
Danke allen Feuerwehrmännern!
Toll, dass der Brand so schnell gelöscht wurde und sich nicht weiter ausbreiten konnte. Die Feuerwehrleute sind in ihrer Freizeit ausgerückt und haben Schlimmeres verhindert. Vielen Dank! Sich da über Strassensperrungen zu erregen, ist einfach nur ... Da fehlen mir doch die Worte. Wir sollten alle viel mehr Respekt vor Feuerwehr und Rettungskräften haben, anstatt uns über kleine Behinderungen, die aus deren Arbeit resultieren, zu echauffieren.
Bekanntschaften
02.09.2018, 08:52 Uhr
Es geht hier um einen Großbrand.
An Anwohnerin:
Es geht hier um einen Brand und die Verhinderung der Ausweitung des Brandes.
Dies hat nichts mit Investitionen in Immobilien in dieser Gegend zu tun.
Danke an alle Kameraden der Feuerwehren, die diesen Großbrand gelöscht haben.
Des weiteren ist es nicht angebracht, wenn sich hier ein anderer Kommentator über Straßensperrungen beschwert, jede Maßnahme ist wichtig, um weitere Gefahren abzuwehren.
Fönix
02.09.2018, 11:40 Uhr
Zwischen den beiden
Pokalspielen in der Wiedigsburghalle hab ich mir das ganze Treiben mal angeschaut. Die Uferstraße abzusperren war völlig richtig, den Schlauch haben wir liegen sehen. Dass das Polizeifahrzeug aber offensichtlich über Stunden hinter Absperrbaken stehend mit Dauerblaulicht nur die Einfahrt in diese Straße, nicht aber die Einfahrt in die Bahnhofstraße blockierte, war eine gravierende Fehlleistung. Alle Fahrzeuge, die aus der Rautenstraße und aus der Halleschen Straße kommend auf die Zorgebrücke führen (Relation B4 Richtung) standen in einer Sackgasse und mussten in einem abenteuerlichen Bogen über die Keuzung wenden. Hier hätte ein zweites Einsatzfahrzeug stehen müssen, das die Einfahrt in die Bahnhofstraße verhindert. Wofür zahlen wir Steuern in gewaltigen Höhen? Trotzdem Dank an alle Einsatzkräfte, die können ja (hoffentlich) nichts dafür.
Rene Strube
02.09.2018, 14:30 Uhr
ungeplanter Einsatz
Im Gegensatz zu Scheunenhoftriathlon, Citylauf, Fußballeinsatz usw. war hier ein plötzlicher Einsatz notwendig - von Feuerwehr und Polizei . Wohl aus diesem Grund konnte nicht für jede Straßenecke ein Polizist eingesetzt werden. Aber selbst bei o.g. bezeichneten Ereignissen, wenn an jeder Ecke ein Polizist steht, sehen sich manche Fahrzeugführer für unlösbare Probleme gestellt. Eigenverantwortung, normales Nachdenken - Fehlanzeige ! Ein Beispiel:
Wenn zum Beispiel beim Scheunenhoftriathlon die Radfahrer ihre 2. Runde absolvieren, wird die Kreuzung Taschenberg/Bebelplatz/Leimbacher Straße vom Taschenberg her in Richtung Leimbacher freigegeben.
In Richtung Stolberger Straße natürlich nicht. Dort kommen ja noch Radfahrer mit Schwung im Bogen rum, um
in Richtung Kino - Ziel zu fahren.
Da sehen körperlich gesunde Fahrzeugführer verschiedenen Alters keine Möglichkeit, wie sie denn zur Käthe Kollwitz Straße oder zur Spiegelstraße kommen sollen. Das sind keine Einzelfälle.
Da wird diskutiert, obwohl Baken aufgebaut sind, eindeutige Beschilderung steht und der Polizist vor Ort ordentlich gekleidet, gut sichtbar eindeutige Zeichen gibt.
Fönix
03.09.2018, 09:27 Uhr
sehr geehrter Herr Strube,
Ihre Meinung in allen Ehren, aber in meiner Wahrnehmung argumentieren Sie hier meilenweit am Thema vorbei. Um 18 Uhr war das kein "plötzlicher Einsatz" mehr, die Verkehrsführung hätte auf die neue Situation eingestellt werden müssen. Und das viele Verkehrsteilnehmer viele Fehler machen ist tägliche Übung, hat aber nichts damit zu tun, dass im Einsatzfall tragfähige Lösungen für die geänderte Verkehrsführung gefunden und umgesetzt werden müssen.
Hier aber wurden alle Fahrzeuge, die von der Rautenstraße bzw. von der Halleschen Straße kommend über die Zorgebrücke in die Uferstraße fahren wollten (ausgeschilderte Verkehrsführung in Richtung B4 SDH/Erfurt !!) in eine Sackgasse geschickt. So wie das Einsatzfahrzeug in der Uferstraße stand, war die Sperrung für die betreffenden Fahrzeugführer erst zu erkennen, wenn sie bereits in die temporäre Sackgasse eingefahren waren. Als Auflösung blieb nur, verkehrswidrig auf der Ampelkreuzung Bahnhofstraße/Uferstraße zu wenden, und das bei laufender Ampelschaltung und laufendem Verkehr in der Relation Uferstraße-Bahnhofsstraße. Die Streifenwagenbesatzung saß untätig im Fahrzeug. Lediglich als ein BMW mit ungarischen Kennzeichen orientierungslos während des Wendemanövers auf der Kreuzung stehen blieb, stieg die Beamtin auf der Beifahrerseite aus und konnte den betreffenden Fahrzeugführer überzeugen, das Wendemanöver abzuschließen und wieder zurück in die Bahnhofstraße zu fahren. Nicht auszudenken, was sich hier abgespielt hätte, wäre ein größeres Fahrzeug (Sattel- oder Hängerzug) in diese Falle geraten.
Ich bleibe dabei: Nach über drei Stunden sollte von den Einsatzkräften und der Einsatzleitung ein solch' gravierendes Problem in der Verkehrsführung auf einer Hauptachse erkannt und behoben sein. Die hier in meinen Augen offenkundige Fehl- bzw. Nichtleistung der Einsatzverantwortlichen nötigte alle betroffenen Verkehrsteilnehmer zu pflichtwidrigem Verhalten. Gerade weil Umfang und Dauer des Einsatzes frühzeitig absehbar waren, hätten hier geeignete Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Das hat nicht damit zu tun, "an jede Ecke einen Polizisten zu stellen". Wer so argumentiert, ist für mich an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten.
Schlaubert
03.09.2018, 17:19 Uhr
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trabijuergen
09.09.2018, 11:08 Uhr
Ich nochmal,
an jorge-ama, ich habe mit keiner Silbe die Feuerwehr kritisiert, von der Seite gebe ich allen Kommentatoren Recht, die die Arbeit der Feuerwehr hier lobend erwähnen. Die haben ihren Job unumstritten gut gemacht. Und ich bin weder berühmt noch ein Schaulustiger. ja, Nordhausen hat noch mehr Straßen, aber von der Zeppelinbrücke kommend in Richtung Hallesche Straße wollend, fahre ich nicht unbedingt über die Bochumer, Gehege hoch und hinten wieder runter, sondern durch die Uferstraße. Deshalb war ich zunächst verärgert über die Sperre. Auch über die Tatsache, daß die Bahnhofstraße Richtung Uferstraße nicht gesperrt wurde und deshalb durch die Wendemanöver solch ein Chaos herrschte.
an AktenzeichenXY, sorry, bei Verfassung meines Kommentars hatte ich das update tatsächlich noch nicht gelesen.
an WeDo1976, die Touristen waren wahrscheinlich schon zahlreich vor Ort, bevor die Polizei abgesperrt hatte. und Ihr Argument, großzügig zu sperren, wegen der Sicherheit der Einsatzkräfte ist vollkommen okay, aber dazu hätte es gereicht, Ullrich- Friedrich- und Lange Straße zu sperren. Wenn es die Schläuche nicht gegeben hätte. :-)
Und ich bin froh, daß es die freiwilligen Menschen gibt, die Brände löschen. Meine Kritik bezog ich lediglich auf die Entscheidungen der Polizei, die ich als vollwertiger Bürger eben nicht immer als gegeben hinnehmen muß. Auch Polizeikräfte machen Fehler und die Bahnhofstraße nicht in Richtung Uferstraße zu sperren, halte ich für einen Fehler und war auch einer. Das entstandene Chaos bestätigt das.
Zu guter Letzt würde mich mal interessieren, ob es nun Brandstiftung war und ob man den oder die Täter gefasst hat. Auch wenn das Gebäude zum Glück leer stand und keine Menschen zu Schaden kamen, ist doch erheblicher Sachschaden entstanden.
Wünsche allen noch einen entspannten Sonntag. :-)
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