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Mi, 12:00 Uhr
02.10.2019
Bundesministerin Julia Klöckner besuchte die CDU

Eine interessante Lehrstunde

Die CDU-Kandidatin Carolin Gerbothe hatte nach Bleicherode in die „Alte Kanzlei“ eingeladen und vor allem Handwerker wie Bäcker, Fleischer, Müller und Landwirte waren ihrem Ruf gefolgt. Das Thema war die Entwicklung im ländlichen Raum, Gerbothes Kernthema, bei dem sie als ausgebildete Landwirtin Kompetenz und Erfahrung in den Landtag einbringen will, so sie denn gewählt wird.

Klöckner-besuch (Foto: Eva Wiegand) Klöckner-besuch (Foto: Eva Wiegand)

Und so insisitierte sie in ihrer kurzen Einführung auf die Stärkung des regionalen Handwerks und seiner Produkte, beschwor vor allem eine umfangreichere Ausbildung in landwirtschaftliche und Handwerksberufe. Das kommt gut an im proppenvollen Raum, wo sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund und einige Bürgermeister der Region eingefunden haben. Der gastgebende, Frank Rostek, verströmte ebenfalls Optimismus und meint: „Dinge sind entwickelbar, es braucht nur die richtigen Leute dafür.“ Und wie seine Parteifreundin wendet auch er sich gegen eine „zu gymnasiale“ Ausrichtung der Bildung und wünscht sich mehr Berufsausbildung in handwerkliche Berufe.

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Dann trifft pünktlich um 13 Uhr die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein. Julia Klöckner kommt direkt aus Bad Kreuznach und ist auf der Durchreise zu einem Treffen mit dem Thüringer CDU-Spitzenmann Mike Mohring. Eine Stunde nimmt sie sich Zeit, um kurz anzureißen, was ihr wichtig ist und die eine oder andere Frage zu beantworten. Um eine Stunde am Pult zu stehen, ist sie schnell noch in Turnschuhe geschlüpft und wirkt freundlich, aufgeräumt und interessiert.

Die starke Polarisierung in der Debatte störe sie, und auch, dass es neuerdings 80 Millionen Hobby-Agrarwissenschaftler gäbe, die alle wüßten, wie es richtig geht. Da freut man sich in der Großstadt, dass der Wolf zurück ist, fährt am Wochenende auch gern mal aufs Land und isst am liebsten Fleisch von Tieren, die nicht geschlachtet werden müssen, schießt sie gleich gegen den gedanklichen Maistream. Selbst aus einer Landwirtsfamilie stammend, weiß Klöckner ganz offensichtlich, worüber sie spricht. Das ist wohltuend und kommt beim Publikum gut an. Es würden bis zum Jahre 2050 über 2 Milliarden mehr Menschen auf der Welt leben als heute, die alle ernährt sein wollen. Es sei genau so unsinnig ein romantisches Bild von einer unveränderteren Landwirtschaft zu zeichnen, wie die Forderungen am liebsten alle Pflanzenschutzmittel zu verbieten.

Es brauche viel mehr eine neuen Gesellschaftsvertrag zwischen den Erzeugern und den Verbrauchern. Die Zielkonflikte seien in der Zukunft zu lösen und das funktioniere nicht mit unversöhnlichem Lagerdenken, sondern nur mit konstruktiven Gesprächen und Kompromissen. „Wir sind denkfaul geworden“, sagte die Ministerin und fügte an: „Es geht um gegenseitige Wertschätzung“. Am Beispiel der Nährwerttabellen auf Lebensmitteln und der Diskussionen um die Ausgestaltung einer einfacheren Kennzeichnung, beschrieb sie die Schwierigkeiten, die es zwischen nationalen und europäischen Gesetzen gibt. Und die Probleme mit der unterschiedliche Wahrnehmung der Landwirte landauf, landab zu wichtigen Zukunftsfragen.

Immer mehr Kinder sind durch Adipositas schon in jungen Jahren mit Alterdsdiabetes geschlagen, Herz- und Kreislaufprobleme treten bei übergewichtigen Jugendlichen verstärkt auf. Dem müsse auch mit einem Label für gesunde Ernährung begegnet werden, aber dabei wünsche sich Frau Klöckner auch von den Medien, dass „weniger Haltung und mehr Recherche“ die Meinungsbildung bestimme.

Klöckner-Besuch (Foto: Eva Wiegand) Klöckner-Besuch (Foto: Eva Wiegand)

Auch die Qualitätssicherung im Handwerk läge ihr sehr am Herzen, hier herrsche sehr viel Handlungsbedarf. „Eine akademische Ausbildung darf nicht als wichtiger angesehen werden als eine handwerklich-berufliche“, forderte sie und erntete dafür den Beifall der Anwesenden. Sie unterstütze ganz klar die Forderung der Thüringer CDU nach einem Meisterbonus und einem Bafög bei der Meister-Ausbildung.
„Wir müssen wieder mehr Zuversicht ausstrahlen, es wird sich alles weiter entwickeln, im Handwerk und auch in der Landwirtschaft“, zeigte sie sich überzeugt.

In der anschließenden Diskussion äußerten zwei Landwirte ihre Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation, Gesetzen und Preisen für ihre Produkte. Erstaunlich deutlich und fachlich fundiert hielt die Ministerin hier dagegen, verlangte, dass Pauschalisierungen vermieden werden sollten und dass es nichts bringe, immer nur auf die Fehler und Versäumnisse anderer zu zeigen. Vielmehr müsse man in der Lage sein, einzusehen, dass auch eigenes Handeln Schäden verursachen könne. Vom Gesamtetat ihres Ministeriums in Höhe von 6,5 Milliarden Euro gingen 4,1 Milliarden in die soziale Absicherung der Bauern. Alle sollten sich Gedanken machen, warum die Landwirtschaft ein schlechtes Image in der Bevölkerung habe und wie man diese falsche Sicht auf den Berufsstand wieder ändern könne. „Wir müssen aus der Opferhaltung herauskommen“, sagte Julia Klöckner, „und mehr Selbstkritik und Eigenreflektion“ an den Tag legen. Die Berufsverbände müssen dabei helfen und nicht sich gegenseitig torpedieren.

Den Waldbesitzern versprach die Ministerin weitere Unterstützung bei der Wiederbewaldung zu den bisher bereitgestellten 500 Millionen Euro, die noch von den Ländern kofinanzert würden. Und sie will sich für modernen und sinnvolle Methoden einsetzen. Warum viele Umweltverbände neue Urwälder und eine Schonfrist von 300 Jahren für den Wald fordern, könne sie nicht verstehen. „Sonst kann es denen doch auch nicht schnell genug gehen“, wunderte sie sich.

Nach einer reichlichen Stunde war das Treffen vorbei, das bei den Teilnehmern sicher noch länger diskutiert und nachwirken wird. Eine klar strukturierte, äußerst kompetent wirkende Ministerin hat in der Kürze der Zeit zumindest Denkanstöße gegeben, die in der täglichen Arbeit durchaus in die Praxis überführt werden können. Dem Themenkomplex, für den Carolin Gerbothe in ihrem Wahlkampf steht, hat dieser prominente Besuch jedenfalls genützt. Und das sind durchweg Themen, die uns alle im ländlich geprägten Thüringen jederzeit betreffen.
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Thüringer90
01.10.2019, 21:46 Uhr
Danke Frau Gerbothe...
..., dass Sie sich besonders für den ländlichen Raum einsetzen. Ihnen nimmt man es ehrlich ab, dass auch kleine Dörfer ein Gehör geschenkt bekommen. Ich drücke Ihnen alle Daumen und gebe Ihnen mein Kreuz! Ein neues Gesicht, welches unsere Region auch mal braucht! Geben wir ihr eine Chance!
Bierchen
02.10.2019, 05:47 Uhr
Ein Claqueur.....mehr nicht.
......jaja Thüringer90, man nimmt ihnen gern ab, dass sie hier der CDU/ Gerbothe Fanboy sind. Der ländliche Raum steht genau da wo ihn 25 Jahre Politik in CDU Verantwortung hingebracht hat!
Thüringer90
02.10.2019, 07:35 Uhr
Kein Fan aber Sympathisant
@Bierchen: was ist denn schlimm daran, wenn ich mich freue, dass jemand jungen Alters die Möglichkeit hat, in den Landtag einzuziehen. Was kann Frau Gerbothe dafür, was vor ihr 25 Jahre verpasst wurde? Nichts! Sie persönlich damit zu behalten bzw. ihr Schuld zuzuweisen ist doch lächerlich!
Psychoanalytiker
02.10.2019, 08:03 Uhr
Ach ja, die CDU ...
... verspricht ... und ... verspricht ... und verspricht ... mal wieder all die Dinge, für die sie in "diesem unseren Land" (und ich meine damit das "vereinigte" Deuschland) schon 30 Jahre lang Zeit hatte, aber in dieser Zeit auch nur versprochen ... und versprochen ... und versprochen ... hat. Jetzt geht das Ganze mal wieder von vorne los.

Und wenn ich die Vorhersage von 2 Mrd. mehr Menschen betrachte, kommen mir schon jetzt die Worte: "Wir schaffen auch das" in den Sinn. Ich weiß nur noch nicht, wer diese Worte ausspricht. Vielleicht Neuber, Latimer Rex, @Co., oder die "Möchtegern-Kanzler" Spahn, Amthor, von der Leyen, AKK oder ...
Psychoanalytiker
02.10.2019, 09:25 Uhr
@Thüringer90 ... Ja, interessante Lehrstunde ...
... die Versprechen der CDU, die ich nicht nur auf Thüringen, sondern auf die ganze Republik beziehe.

Es ehrt Sie durchaus, dass Sie zur CDU stehen, keine Frage. Aber hier ein kleiner Tipp von mir: Die CDU hat direkt oder indirekt die Meinungsbildung von Neuber, Latimer Rex & Co. unterstützt. Auch dieses hat meinen Standpunkt, dass die CDU nicht mehr wählbar ist (ich habe mittels Erststimme auch durchaus mal Personen dieser Partei gewählt) heraufbeschworen und gebildet.

Wenn Sie die "ländlichen" Standpunkte dieser Partei gut finden, dann erinnere ich vorsichtig daran, dass die CDU/CSU zumindest eine Mitverantwortung an dortigen Schulschließungen, schlechteren Verkehrsanbindungen (Bahn und Bus), Schließung von "Tante-Emma-Läden" und Arztpraxen, "Monokultur" in Wäldern usw., usw. hat. An soetwas denke ich, wenn ich Versprechen über Versprechen moniere und wenn ich in dieser Zeitung lese oder auch mal höre, dass "Herr Grund durchaus mit Frau Bundeskanzlerin schimpft", es in der Praxis aber nicht merkbar ist.

Hinzu kommt "mein" neues, durch o.g. CDU-Fans (Neuber ... & Co.), in die Diskussion gebrachtes Thema "Ostrenten", die "Dank" der CDU nach 30 Jahren noch immer nicht 100 Prozent Westniveau erreicht haben. Dank (auch) dieser Partei sollen unsere Rentner noch 5 Jahre auf diese "Wiedervereinigung" warten. Die CDU erreicht damit, dass zum einen viele Rentner dies nicht mehr erleben, und gleichzeitig viel Geld gespart wird. Und nun raten Sie drei Mal, wer dieses Geld zumindest indirekt erhält. Aber die DDR-Bürger haben ja nie gearbeitet und sollten keine oder nur eine kleine Rente bekommen ... Das hat (auch) die CDU "gemacht" ... Und dann sind Sie "Sympathisant" dieser Partei ??? ...
ndh65
02.10.2019, 11:45 Uhr
Kompetenz und Erfahrung?
Sorry, aber wenn man sich die Vita von Frau Gerbothe anschaut fehlt mir der Glaube daran.
Abitur 2011, dann 3Jahre Studium, 2 Jahre Milchkönigin (was immer das ist) und 2Jahre in der Flüchtlingshilfe. Diese Stelle wurde ab 2018 nicht mehr durch das Landratsamt finanziert, so dass Frau Gerbothe sich neu orientieren muss.
Das hat für mich ein Geschmäckle.
Thüringer90
02.10.2019, 12:13 Uhr
Personalabteilung angeschaut!?
@ndh65: was haben Sie denn bitte für einen Schwachsinn hier von sich gegeben? Ein Familienbetrieb lebt von der ständigen Hilfe der Familie im Betrieb. Das macht sie ja Zeit ihres Lebens. Für 27 Jahre hat Sie anscheinend schon mehr Erfahrung als Sie mit Ihrem Baujahr 1965, sonst würden Sie nicht so einen Blödsinn hier schreiben.

Im Stellenplan des LRA scheint ihre Stelle nach wie vor drin zu sein. Faktisch falsch. Vorher belesen, dann kommt von Ihnen auch nicht so ein Blödsinn! Hinsetzen, 6!
Senta
02.10.2019, 12:28 Uhr
Schöön geschrieben
Ach Herr Schulze. Sie schreiben immer so schöne Kommentare über die CDU. Da wird mir immer wieder warm ums Herz. Aber wie gut das ich kein Träumer bin. Ich muss nur einen Blick in Frau Gerbothes Terminkalender werfen. Komisch....nach dem 27.10.19 wird es ganz leer in ihrem Kalender. Keine Spur mehr von Bürgernähe. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
ndh65
02.10.2019, 13:15 Uhr
@thüringer90
Ich finde es ja ganz toll, dass Sie sich so für Frau Gerbothe ins Zeug schmeissen, aber auf der Seite des Landratsamts Nordhausen ist zu lesen, dass dieses Projekt "Bildungskoordination für Neuzugewanderte" vom Oktober
2 016 bis Juli 2018 durch Fördermittel des ESF finanziert wurde.
Des weiteren kann ich mir nicht vorstellen, das jemand der sein Abi in Weimar macht und in Halle studiert gleichzeitig den Hof der Eltern bewirtschaftet.
Und über Ihre Beleidigung, ich hätte weniger Erfahrung wie Frau Gerbothe kann ich nur lächeln, zeigt es mir doch, das der Stachel eingedrungen ist und ich nicht ganz unrecht habe.
Also puschen Sie ruhig weiter.
Goldene Aue
02.10.2019, 22:24 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Fönix
03.10.2019, 07:17 Uhr
Denn Sie wissen nicht, was sie tun!
An dieser seltsamen Selbstbeweihräucherung in der Alten Kanzlei wird deutlich, wie sehr sich die Politik in den letzten 30 Jahren verändert hat. Anfang der 90-iger Jahre fanden solche Wahlkampfveranstaltungen in Bleicherode auf dem Festplatz statt. Wenn hoher Besuch kam, war dieser proppevoll und Heiner Geißler stand unscheinbar, mit dem Rücken an eine der großen Linden am Rondel vor dem Kindergarten gelehnt, am Rande der Zuschauerplätze, um vor Beginn der Party die Stimmen des kleinen Mannes (und sicher auch der großen Frau) zu erhaschen. Heutzutage quetscht man sich in eine ehemalige große Wohnstube, um dem deutschen Michel koste es was es wolle aus dem Weg zu gehen. Das ist einer Bundesministerin so unwürdig, dass ich die Worte, die mir dazu einfallen, hier nicht zu Papier bringen kann.

Die Angst vor des Volkes Stimme muss groß sein, wenn man sich heute nur noch hinter verschlossenen Türen im kleinen elitären Kreis geladener Gäste verschanzt. Ein Verhalten, das übrigens nicht nur diesen Wahlkampf auszeichnet, sondern aktuell auch die eine oder andere Veranstaltung, bei denen wichtige Weichenstellungen für die regionale Entwicklung diskutiert werden (sollen). Das in einigen dieser Veranstaltungen mit der Thüringer Landgesellschaft eine Institution verantwortlich zeichnet, die der Landwirtschaft sehr nahe steht, mag Zufall sein. Auffällig ist es auf jeden Fall.

Mit dieser Vorgehensweise ist aus meiner Sicht ein großes Problem verbunden. Wenn die kleine und große Politik den gemeinen Wähler und insbesondere auch den Wutbürger aussperrt und sich nicht mehr seinen Wünschen, Sorgen und Nöten stellt, verliert man endgültig die Bodenhaftung und treibt nicht nur die Unzufriedenen reihenweise in die Arme der Populisten. Hier versagt gerade die Politik auf der ganzen Linie und beschwört damit eine kreuzgefährliche Entwicklung herauf. Offensichtlich ist der Platz an den Fleischtöpfen so begehrenswert, dass man dafür alle Ideale über den Haufen wirft. Dass diese Igeltaktik mittel- und langfristig den Platz an der Sonne nicht sichert, sondern in erster Linie weitere Wählerstimmen kostet, scheinen die Parteistrategen von CDU, SPD und Co. noch gar nicht realisiert zu haben. In meinen Augen haben insbesondere auf Bundesebene die ehemals großen Volksparteien mit einseitiger Lobbypolitik den deutschen Karren in den Dreck gefahren. Dass sie jetzt versuchen, sich gegenüber der breiten Masse der Verantwortung und der Rechenschaft zu entziehen, ist zugleich traurig, bezeichnend und höchst gefährlich. Für mich bleibt da nur eine Wahrnehmung: Denn sie wissen nicht (mehr), was sie tun (sollen)!

Meine Empfehlung:
Wagt Euch wieder aus den Löchern, geht auf die Menschen zu und gesteht Eure gravierenden Fehler ein. Sorgt gerade in Hinsicht auf das unselige Wirken der Treuhand hierzulande schnellstmöglich für einen substanziellen Ausgleich. Der Bau der A38 war zwar durchaus wichtig, hat aber angesichts der zertrümmerten Industrielandschaft nur dazu beigetragen, dass immer mehr vor allen Dingen junge Menschen unsere Region immer schneller auf Nimmerwiedersehen verlassen haben bzw. verlassen mussten. Wie eine Revitalisierung unserer Region aussehen kann und welche Veränderungen dafür eingeleitet werden müssen, habe ich hier oft genug beschrieben, ich mag das jetzt im Detail nicht alles wiederholen. Einhergehen muss dieser Prozess mit der kompletten Umgestaltung der Bildungspolitik, des Gesundheitswesens und der Wirtschaftsstrukturen. Deutschland hätte die Kraft dazu, davon bin ich überzeugt. Allein es fehlt der Mut, den ersten Schritt zu gehen. Die Angst vor dem Verlust der eigenen Komfortzone lähmt nicht nur die Politik, sondern das ganze Land.

PS.
Das Frau Bundesministerin nach meiner Auffassung in ihre Argumentationslinie auch noch hanebüchene Stockfehler einbaut, ist bezeichnend. Wie kann man einerseits die Strategie der maximalen Erträge verteidigen und drei Sätze weiter den Zustand der überernährten Bevölkerung kritisieren. Einfach unglaublich!
Fönix
03.10.2019, 07:39 Uhr
Eine kleine, aber eminent wichtige Ergänzung:
Am Anfang einer nachhaltigen Neugestaltung unseres Landes muss zuallererst die Neufassung der verquasten Gesetzestexte stehen mit klaren Regeln ohne große Interpretationsspielräume. Unmittelbar danach muss die Restrukturierung des übermäßig aufgeblasenen Verwaltungsapperates erfolgen, ungerechtfertigte und nicht mehr zeitgemäße Privilegien sind dabei komplett zu eliminieren. Gleichzeitig ist das Steuerrecht umfassend zu reformieren. Dabei ist das Hauptaugenmerk darauf zu richten, dass die kommunale Selbstbestimmung und Selbstverwaltung einen zentralen Baustein einer reformierten und zukunftsorientierten Gesellschaft darstellt.
Es muss endlich Schluss sein mit einer Politik, die nur den schnöden Mammon anbetet. Es wird Zeit, wieder Politik für die Menschen zu machen. Dabei hätte dann auch das Prinzip vom Fordern und Fördern seine Daseinsberechtigung wiedergefunden.
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