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Fr, 20:53 Uhr
01.11.2019
CDU-Gremien trafen sich

Es gibt viel zu tun

Am Montag nach dem Wahltag trafen sich der Vorstand des CDU Kreisverbands Nordhausen und die CDU Ortsvorsitzenden zu ihrer turnusmäßigen Sitzung. Was da beraten wurde, das hat die nnz erfahren...


Nach den Berichten des stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Henry Pasenow und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Renè Fullmann mit anschließender offener Diskussion zu aktuellen kommunalpolitischen Herausforderungen wurde das Hauptthema des Tages besprochen, die Auswertung der Wahl des Thüringer Landtags.

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Im Vorfeld der Sitzung waren die Glückwünsche an die siegreichen politischen Mitbewerber Linke, AfD und FDP längst ausgesprochen und so konnte man sich ganz auf sich konzentrieren. Es wurden schonungslos offene, ehrliche Worte für die sachliche Diskussion gefunden.
Keine Frage: die Gespräche mit den Menschen ergaben, dass die Bundespolitik auch in unserem Landkreis sich nicht positiv auf das Wahlergebnis auswirkte.

Die Zahlen belegen, dass die Menschen zwar unsere Kandidaten hier vor Ort durchaus angenommen hatten, aber auf der Landesliste gegenüber 2014 in der Stadt Nordhausen um 8,4 % und im Kreisgebiet um 8,2 % weniger das Kreuz setzten. Darüber wird in den entsprechenden Gremien noch sehr deutlich gesprochen werden.

Zunächst galt es also das Wahlergebnis hier vor Ort zu besprechen und uns als Kreis-CDU Nordhausen selbst zu hinterfragen. Trotz eines Stimmenzuwachses von 6.131 auf 6.256 bei den Wahlkreisstimmen (Erststimmen), also 125 mehr gegenüber 2014, gewann Carolin Gerbothe nicht das Mandat im Kreisgebiet. Sie lag 5,8 % über der Landesstimme (Zweitstimme). Leider waren die Stimmenverluste von Steffen Iffland als Direktkandidat in der Stadt deutlicher gegenüber 2014, aber auch er lag 4 % über der Landesstimme. Das zeigt auch, dass beide hart gearbeitet haben, dass beide mit ihrer Programmatik bei vielen Menschen angekommen sind und dass es richtig war, die Beiden im Februar 2019 zu nominieren. Es gelang ihnen, den Kreisverband zu einem Wahlkampf zu motivieren, wie es ihn von uns schon einige Zeit nicht gegeben hat. Allein, es reichte eben nicht.

Nach der heftigen Niederlage als CDU Kreisverband Nordhausen nicht mehr mit eigenen Abgeordneten im Thüringer Landtag vertreten zu sein, heißt es nun, einfach nicht aufzugeben.

Die Menschen im Landkreis Nordhausen haben uns hier in die Kommunalparlamente und in kommunale Ämter gewählt. Sie vertrauen uns vor Ort. Das zeigten die Kommunalwahlen 2018 (Bürgermeisterwahlen) sowie 2019 und das zeigt auch das Ergebnis bei den Erststimmen dieser Landtagswahl. Da verbietet es sich von selbst, jetzt wegzulaufen, sich aus der Verantwortung zu stehlen.


Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns ihre Stimme anvertrauten. Dieses Vertrauen wird nicht enttäuscht werden. Wir versprechen, dass wir bestmöglich für die Menschen arbeiten werden.
Eine gute Bildung zu ermöglichen als Grundlage erfolgreicher demokratischer Gesellschaften, Ausbau der Infrastruktur, schnelles Internet im Festnetz und mobil, Wirtschaft und Handwerk stärken, ausgewogene Balance zwischen Ökonomie und Ökologie statt ideologischer Schnellschüsse, Erhöhung der Inneren Sicherheit, Ehrenamt stärken, Politik als Dienstleistung für die Menschen definieren…Heimat gemeinsam mit den Menschen gestalten.

All das war und ist nicht falsch. Wir müssen es aber noch zielgerichteter den Menschen kommunizieren und noch genauer auf ihre Bedürfnisse abgestimmt in die Politik einbringen.

Es gilt jetzt, nicht auf Zeit zu spielen. Es ist Aufgabe, wieder in die Offensive zu kommen und konstruktive bürgernahe Politik zu machen. Carolin Gerbothe fasste zusammen: „Der Wahlkampf zur nächsten Wahl beginnt heute am Tag nach der Wahl und nicht irgendwann.“

Es gibt für den CDU Kreisverband Nordhausen viel zu tun: analysieren, wo wir stehen und wo wir hin müssen, die offene Auseinandersetzung mit dem Ergebnis der Wahlen innerparteilich und mit den Wählern ermöglichen, die Diskussion mit den Menschen in unserer Region über offensichtlich notwendige Anpassungen und Veränderungen in unserem politischen Angebot führen, effektiver und deutlicher die Belange der Menschen an die Bundes- und Landespartei transportieren und somit schlussendlich verlorengegangenes Vertrauen und verlorene Wählerstimmen zurückgewinnen.

Hinzu kommt, die Herausforderung zu meistern, immer wieder Menschen zum Mitmachen zu gewinnen, möglichst als Parteimitglieder, mindestens aber als Besucher unserer politischen öffentlichen Veranstaltungen. Präsenz in der Fläche durch Anlaufpunkte und Veranstaltungen ist eine Voraussetzung dazu, die komplette Neugestaltung der Kommunikation im direkten Gespräch und über Internetangebote eine andere.

Der Charakter der CDU als demokratische Volkspartei darf dabei nicht verloren gehen. Insbesondere demokratische Volkspartei nicht nur heißt, dass wir grundsätzlich für breite gesellschaftliche Schichten, Generationen und Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen zum Mitmachen offen sind, sondern auch, dass man Politik mit den Menschen für die Menschen macht, hieß es in einer Pressemitteilung.
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
01.11.2019, 21:36 Uhr
Im Ernst? CDU Nordhausen...
Die Ursache ist die Bundes CDU. Im Ernst? Keinerlei Grund in der Führung vor Ort? In Thüringen? Kein Fehler im Wahlkampf. Mike Mohring war hier in Nordhausen. Er wirkte aufrichtig. Aber nicht zuletzt der Zuspruch in Nordhausen durch Ihren Applaus zeigte. Kaum Unterstützung. In Echt. Jetzt sagen Sie was Sie wollen. Aber Aufbruch. Ein politischer Aufbruch sieht so gelangweilt nicht aus... So schlecht ist Angela Merkel nicht. Die liefert. Aber was lieferten Sie hier?
Checker
01.11.2019, 22:09 Uhr
Es gibt viel zu tun…
Wenn die CDU es irgendwann wieder schafft auch Politik für ,,die kleinen Leute‘‘ zu machen und sich nicht nur an den Unternehmern sowie den Mittelstand aufhängt, könnte es ja bei der nächsten Wahlen wieder aufwärts gehen…
Checker
01.11.2019, 22:09 Uhr
Es gibt viel zu tun…
Wenn die CDU es irgendwann wieder schafft auch Politik für ,,die kleinen Leute‘‘ zu machen und sich nicht nur an den Unternehmern sowie den Mittelstand aufhängt, könnte es ja bei der nächsten Wahlen wieder aufwärts gehen…
Alex Gösel
02.11.2019, 08:24 Uhr
Na, dann macht mal!
Der Mittelstand ist bei der CDU nicht das Problem, denn auch für den Mittelstand macht die CDU kaum Politik. Die CDU macht nur Politik für die Großkonzerne wie VW, Siemens, Bosch, BMW usw. usf.. Der Mittelstand und Familienunternehmen haben bei der CDU schon lange nichts mehr zu melden und lachen!

Aber bevor die Union wieder etwas für den Mittelstand UND dem "kleinen, gemeinen" Bürger macht, muss sie erstmal bei sich selber für klare Verhältnisse sorgen. Das fängt beispielsweise schon damit an, dass ein Herr Iffland auf Bürgerfragen eingeht oder dass man die Zersplitterung mit der sog. WerteUnion nicht mehr zulässt!

Solange solche Verhältnisse bei der CDU herrschen, ist sie nicht wählbar und zerstört nur sich selber!

Achja, werte Stadt-, Kreis- und Landes-CDU: man fängt erstmal vor der eigenen Tür an zu kehren, bevor man den "Dreck" und die Fehler bei jemand anderen (Bundes-CDU) sucht!
Leser X
02.11.2019, 09:14 Uhr
Mehltau über dem Land
Eine ehrliche Analyse hätte anders geklungen und wehgetan. Stattdessen wieder nur allgemeine Phrasen.

Deutschland ist ein Land, in dem nichts vorwärts geht und vieles auf der Stelle tritt. Das einzige, was in Merkels Amtszeit schnell ging, war 2008 die Bankenrettung auf Kosten der Bürger quasi über Nacht. Die Folgen spüren wir noch heute durch die Sparerenteignung, die die vorprogrammierte Altersarmut nur noch verschlimmert.

Einen Aufschwung hingegen gab es bei Lohndumping, Leiharbeit, befristeten Beschäftigungen. Auch die Tafel ist längst fester Bestandteil dieser zutiefst asozialen Gesellschaft.

Gleichzeitig wird weiterhin die organisierte Kriminalität in der Autoindustrie politisch gesponsert und alternative Verkehrsmöglichkeiten zielgerichtet verhindert.

Die Klimapolitik ist ebenfalls eine einzige Verhinderungspolitik. Ziele werden reduziert, um die anschließend trotzdem nicht einzuhalten.

Die deutsche Politik gibt ein Bild des Jammers ab. Die SPD hat ihre Strafe inzwischen weitgehend erhalten. Nun konzentrieren sich die Wähler darauf, in den nächsten Jahren die CDU in die Einstelligkeit zu befördern.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Dieser Spruch, der die CDU einst so begeisterte, richtet sich nun gegen die selbst. So ist das eben, wenn man Politik gegen das Volk macht.
andreas66
02.11.2019, 10:18 Uhr
Auch verstehe...
ich das Verhalten der Thüringer CDU zur Zeit nicht. Frau Gerbothe und Herr Iffland verkörpern ja nun diese Partei vor Ort und mussten nun stellvertretend die Prügel einstecken. Die CDU in Thüringen hat eine zweistellige erdrutschartige Niederlage eingefahren. Da gibt es aber noch CDU-ler, welche dennoch die Führung beanspruchen und mit der AfD Gespräche führen wollen. Herr Mohring, treten Sie zurück und übernehmen Sie die Verantwortung für die Niederlage. Sie sind der Spitzenkandidat. Freilich wehte ein ungünstiger Wind aus der Bundeshauptstadt. Die Landtagswahlen in der neuen Ländern haben gezeigt, wie es brodelt.
icke58
02.11.2019, 21:42 Uhr
Zum Vorredner
Stimme voll zu Mohring soll zurücktreten mit so einen Ergebnis übernehmen Sie Verantwortung.. Bei Markus Lanz nur rumgeheult alles schön geredet und dann noch Simbabwe ins Gespräch bringen schlechteres geht's nicht.. Rücktritt und dass Schleunix Neuanfang!!!
Kama99
02.11.2019, 22:51 Uhr
Die Uneinigkeit...
...bei der CDU ist schon lustig. Erst nicht mit den Linken, dann doch, nun wieder nicht. Das gleiche jetzt mit der AfD.
Es zählt nur eines: Macht (-erhalt).
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