Seit vergangener Woche sind im Nordhäuser Stadtpark einige Löcher aufgetreten. Sind die gefährlich? Was ist die Ursache? Jetzt gibt es einige Antworten...
Abgesperrt (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Die im Stadtpark aufgetretenen Senklöcher wurden nach einer ersten Untersuchung durch die Firma IHU aus Leimbach weiträumiger abgesperrt, teilt die Nordhäuser Stadtverwaltung mit.
In diesem Zusammenhang wird insbesondere die Fußwegeverbindung von der Wendeschleife Parkallee bis zur Brücke (Van der Foehr Damm) gesperrt. Die wird vor allem von Bewohner in Salza rege genutzt.
Die Ausmaße der Absenkungen können aber erst durch eine orientierende Erstuntersuchung mittels Rammkernsondierung festgestellt werden. Die Stadtverwaltung Nordhausen werde auch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz informieren.
"Erdfälle seien bisher im Stadtpark nicht aufgetreten, und geologisch bedingt für diesen Bereich eher untypisch, so das Rathaus in einer Pressemitteilung.
Erdfälle eher untypisch aber nicht ausgeschlossen. Rammkernsondierung? Das müssen aber schon einige viele sein um einen ungefähren Überblick zu bekommen.
Kann nur hoffen, dass da richtige Experten unterwegs sind und nicht doch noch etwas schlimmes passiert aufgrund von Unfähigkeit und Geiz.
Rammkernsondierungen sind ein Mittel um die oberflächennahe Struktur des Bodens überprüfen zu können. Solche Sondierungen beschränken sich jedoch auf wenige Meter. Um zu erkunden, wie sich die tiefer gehende Bodenstruktur zusammensetzt sind zwingend Bohrungen mit einer geschätzten Tiefe von 150 bis 200 m erforderlich. Auf diese hatte man seitens der Service Gesellschaft/ des Landkreises bereits beim großen Erdfall vom Salzagraben aus Kostengründen verzichtet. Nach 5 vergangenen Jahren hat sich nicht sonderlich viel getan. Das Grundstück ist wertlos und übertragen in den Besitz der Allgemeinheit.
Zu möglichen Ursachen der Löcher im Stadtpark: Oberflächig (mehrere Meter) wird auch auf der Fläche des Stadtparks fluvialer Zorgeschotter geländeprägend sein. Darunter jedoch, und das ist die große Frage, könnten auch oberflächennahe Ausdehnungen vom Südharzer Zechstein (Anhydrit, Gips) in Frage kommen. Findet in solchen Ebenen eine rasche Auswaschung in Folge erhöhten Niederschlages oder Tauwetters (im Februar gab es ein außergewöhnliches Schneeereignis) statt, gibt die übergelagerte Schicht mit der Zeit nach und es entsteht ein Erdfall. Die Frage ist nun, welche Dimension man für den Stadtpark erwarten kann. Letztendlich kann man nur mit mehreren, tiefer gehenden Bohrungen für Klarheit sorgen. Nach meiner Prognose wird dies jedoch, wie so oft, an finanziellen Mitteln scheitern.
Diese Löcher sahen wir als Jugendliche beim zelten in der Zorgeaue überall. Manchmal auch frühs neben dem Zelt. Haben wir gelacht. Aber schickt erst mal Geo Firma für 200.000 eus.