München hat das Original, aber auch in Hamburg, Berlin, Dresden und New York wird bayrischer Gemütlichkeit gefrönt. Nun kommt im Mai eines der Hofbräu Objekte auch nach Nordhausen. Über neue Pläne in der Schönen Aussicht berichtet Olaf Schulze…
Hofbräu kommt nach Nordhausen (Foto: Grafik: Axel Schumann)
Es ist eine Weltmarke, die im Norden Nordhausens, der nördlichsten Kreisstadt Thüringens, in Kürze Einzug halten wird. Das Markenzeichen HB mit der Krone darüber steht international für eine Münchner Bierkultur, die viele ausländische Gäste noch immer als eines der prägendsten Wahrzeichen Deutschlands empfinden. Kein Wunder, dass es inzwischen auf jedem Kontinent Hofbräuhäuser im Stile des Münchner Originals gibt. Nordhausen befindet sich also in der illustren Gesellschaft großer Metropolen.
Der umtriebige Geschäftsmann Uwe Schaumann war es, der das beliebte Ausflugslokal der Nordhäuser mit dem bezeichnenden Namen Schöne Aussicht und dem einzigartigen Biergarten Anfang der Neunziger Jahre zu einer Kultkneipe machte. Jetzt vermietete er die Schöne Aussicht an den Geschäftsmann Thomas Drexler, der dem altehrwürdigen Gebäude neues Leben einhauchen wird. Was gibt es schöneres, als bei warmem Wetter in einem gepflegten Biergarten zu sitzen und ein kühles Helles zu trinken? Das fragten sich beide und überdachten gleich die veränderten Verhältnisse angesichts der Corona-Zeit. Bis es innerhalb von Restaurantsälen wieder normalen Geschäftsbetrieb geben wird, könnte noch einige Zeit ins Land gehen; ein Biergartenbesuch in freier Natur sollte aber schon viel früher wieder möglich sein.
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Schaumann und Drexler kamen auf die großartige Idee, sich an das Unternehmen Hofbräu München zu wenden und einen Franchise-Vertrag mit dem traditionsreichen Brauhaus abzuschließen. Deshalb wird von der Ausstattung des Lokals samt Tresen über die Außendekoration und Kleidung des Personals bis hin zum zünftigen bayrischen Shop mit Maßkrugverkauf alles typisch Hofbräu sein. Im neu gestalteten Restaurant wird in einer modernen Einrichtung mit rustikalen Elementen Platz für maximal 95 Besucher geboten, im weitläufigen Außenbereich des Biergartens können sich wesentlich mehr Gäste tummeln. Die Speisekarte beinhaltet bei äußerst fairen Preisen Bayrische und Thüringer Spezialitäten von der Schweinshaxe bis zum Rostbrätl und vom Obadzn bis zu Weißwürsten. Selbstverständlich sind alle Biersorten aus dem Hofbräu-Sortiment vom Fass oder in Flaschen erhältlich. Für Stammkunden wird extra ein Maßkrug-Tresor installiert, in dem das persönliche Trinkgefäß sicher und ordentlich aufbewahrt wird. (Falls der Schrank mit 48 Aufbewahrungsplätzen ausgebucht sein sollte, wird der Eigentümer einen zweiten errichten - das hat er jetzt schon versprochen!)
Vor über 400 Jahren wurde das Münchner Hofbräuhaus gegründet und hat seitdem Biergeschichte geschrieben. Ein neues Kapitel wird dieser Historie ab dem 1.Mai in der Stolberger Straße in Nordhausen hinzugefügt. Sollte dieser Termin durch weitere Lockdown-Maßnahmen nicht gehalten werden können, dann eröffnet Hofbräu Zur Schönen Aussicht sobald es wieder erlaubt sein wird.
Momentan wird noch fleißig gewerkelt, damit zur Eröffnung alles perfekt bayrisch daherkommt und die Hausherrn uns An guadn! wünschen können. Die Betreiber führen gerade Personalgespräche und suchen noch nach Verstärkung für das Küchen- und Serviceteam. Wer also schon immer mal in einem echten Hofbräu Gasthaus arbeiten wollte, der sollte diese Chance schnell ergreifen. Olaf Schulze
Meins ist es nicht. Und mit dem Bayernkram ist auch schon die Scheunenhofkneipe sang und klanglos gescheitert. Vllt. Mal darüber nachdenken was englisches oder irisches zu machen. War in Ilfeld bestens . Zugemacht ja. Lag aber nicht am Konzept!
Dem zufolge gibst hier oach ka Münchner Lebensweise mit a Maaass und a Weiswurscht bereits zuar morgendlichen Brotzeit.
Ein paar bayrische Autos fahrens hier rum.
Des ist oalles.
Und mehr wirds oach net werdn.
Weiß-Blaue Geschichten sind des.
Mehr net.
I habe die Ehre....
Statts dem Lokal erst einmal eine Chance zu geben, wird es schon vor der Eröffnung wieder runter gemacht. Genauso wie beim Umgestalten des Waffelwunders nach den Dreharbeiten mit Frank Rosin. Viele machten es schlecht und gaben dem Lokal keine lange Zukunft. Und siehe da: Es läuft besser als gedacht und die Speisen sind gefragt. Also erst mal Beine stillhalten und abwarten.
Ich finde es gut, dass es so eine Art von Lokal wird. Und wenn das Konzept gut überlegt ist, kann es auch funktionieren. Immerhin besser als die zahlreichen Döner-, Asialäden oder Pizzerien, die es in Nordhausen gibt.
Die Schönen Aussicht hat einen sehr schönen Biergarten. Da lässt sich so manches traditionsreiche Bier gut Trinken. Nach dem viele Gasthäuser in den den Jahren geschlossen wurden, ist es doch erfreulich, dass man alles daran setzt für dieses historische Gebäude eine gastronomische Zukunft zu sichern.
…. hier wird von Einigen im Vorfeld schon wieder Alles schlecht geredet.
Ich freue mich jedenfalls darauf, vor allem auf den Biergarten.
Der ist durch die großen Bäume schon immer idyllisch gewesen, als hier vor Jahren noch richtig was los war!
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Herr Schröder
26.03.2021, 08:43 Uhr
Super!
Viel Erfolg den Machern! Eine super Idee finde ich!
Die Schöne Aussicht und die Friedenseiche haben in Nordhausen die schönsten Biergärten! Beide jetzt auch mit tollen Konzepten.
Nordhausen hat es geschafft, in einer Reihe mit Weltstädten zu stehen! Nicht mit der Nähe zur Frauenkirche in Dresden, aber mit einer Schönen Aussicht in unsere Thüringer Heimat wirbt das bayerische Staatsunternehmen für Kultur und sprichwörtliche Gastlichkeit aus dem Nachbarland. Ein Grund zur Freude für alle, die gern einmal ein Bierchen in geselliger Runde schlürfen. Der große Biergarten lädt schon zu Coronazeiten durstige Kehlen zum Verweilen in der Außengastronomie ein. Vielleicht brauchen Träger von Lederhosen auch nur die Hälfte bezahlen, das sie aus eigenen Maßkrügen trinken dürfen? Das Konzept hat sich weltweit bewährt und wird es auch in Nordhausen, selbst , wenn monatelang mit Verlusten gearbeitet wird.
Nur wer hier in dieser Zeitung vor einem Jahr dem Sterben Schenkes Stübchen nachgeweint hat, sollte sich auch mal erinnern, wie gut ein Eisbein im Garten des Sockens schmeckt, wenn er vor seiner Weißwurst oder dem Obadzn sitzt!
Viele Jahre habe ich in Prien am Chiemsee gelebt. In dieser Zeit sind wir oft im Münchner Hofbräu eingekehrt und ich war jedesmal begeistert.
Das jetzt schon wieder im Vorfeld gemeckert wird, finde ich schlichtweg unangebracht. Warum sollen nicht auch in Thüringen andere Traditionen Einzug halten?
Ich freue mich schon jetzt auf eine leckere Schweinshaxn mit Sauerkraut im gemütlich bayrischem Ambiente. Und wenn dann noch das,, Oachkatzlschwoaf' von Baum zu Baum hüpft ist alles perfekt.
Den Betreibern wünsche ich viel Erfolg und bis dahin
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Paulinchen
26.03.2021, 09:11 Uhr
Eine gute Wahl getroffen.
Von wegen, wir sind hier nicht in Bayern und so ähnlich. Aber ich habe eben einen Blick in den Schulatlas geworfen und festgestellt, Bayern liegt doch tatsächlich in Deutschland.
Weshalb gibt dann Griechen, Inder, Italiener, Türken und sonstige Restaurants in Deutschland? Wenn ich ehrlich bin, vermisse ich auch ein Fischrestaurant, wo es aber auch Frischware gibt.
... wer kann sich noch an den echten Stolberger Garten erinnern? Dessen Biergarten hatte auch seinen Reiz. Das Eis von Aschenbrenners war sehr schmackhaft. Und Gäste waren immer da.
Nach Corona wird die Gaststättenlandschaft in Nordhausen sowieso anders aussehen, wie vor der Pandemie.
Was vorher schon auf Notstrom lief, ist jetzt erst recht am Ende.
Ob Bayerische Experimente die Gegenantwort auf Schließungen sind, bleibt abzuwarten.
Wir wünschen den Betreibern natürlich auch alles Gute in dieser schwierigen Zeit.
Aber über Biergeschmack lässt sich trotzdem bekanntlich streiten!
Alles Gute.