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Di, 10:43 Uhr
04.05.2021
25 Jahre

Das "Haus am Park" feiert Jubiläum

Im April hat das "Haus am Park" sein 25. Jubiläum gefeiert und ist somit das älteste der drei Seniorenheime unter dem Dach der "soweno" des Jugendsozialwerks. Trotz des Alters ist das Haus noch gut in Schuss, vermittelt familiäre Atmosphäre...

Schon beim Betreten des Geländes fällt die gelungene Außengestaltung auf. Sie vermittelt, hier im Seniorenheim „Haus am Park“ ist man willkommen und hier kann man sich wohlfühlen. Es ist nichts davon zu bemerken, dass es sich um das älteste Seniorenheim von dreien unter dem Dach von soweno handelt.

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Alles ist gut in Schuss. Im April hatte die Einrichtung ihr 25-jähriges Jubiläum, erzählt Einrichtungsleiter Holger Bierau. Der erste Eindruck von außen setzt sich drin fort. Alles strahlt eine gewisse Wärme und Behaglichkeit aus. Im Teich des lichtdurchfluteten Atriums ziehen Kois ihre Kreise. „Es ist nicht das neuste Haus, aber es hat einen familiären Charakter“, beschreibt es Einrichtungsleiter Bierau. Der Wohlfühlfaktor ist den Bewohnerinnen und Bewohnern deutlich anzumerken. Es gibt einen Senior und sogar einige Mitarbeiter, die von Anbeginn dabei sind 25 Jahre! Ehemals befand sich in dem Gebäudekomplex ein Kindergarten. Jetzt bekommen hier 95 Menschen in vier Wohnbereichen der Pflegegrade zwei bis fünf Betreuung, Pflege und Fürsorge.

Sie genießen das Miteinander. So wie Ursula Rennebach, die seit acht Jahren im „Haus am Park“ ihr Zuhause gefunden hat. Seitdem ist sie aufgeblüht, sagt sie selbst, während sie emsig häkelt. „Zu Hause fühlte ich mich allein.“ Bis darauf, dass sie nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs ist, macht die fidele Seniorin einen äußerst agilen Eindruck, der ihre Aussage untermauert. „Seit ich hier bin, gehöre ich zum Bewohnerbeirat“, sagt sie stolz. Es gibt immer etwas zu regeln. Sie fungiert als Bindeglied, kümmert sich gerne und schaut, wo es klemmt. Es ist ein fruchtbares, gelebtes Miteinander zwischen dem Personal und den Bewohnern. Sommerfeste, Krippenspiel, Herbstfest, Fasching und die tägliche Zeitungsschau ermöglichen Abwechselung und Höhepunkte, soweit die Pandemie dem nicht entgegensteht. Einzel- und Doppelzimmer bieten Rückzugspunkte, Aufenthaltsbereiche das gesellige Zusammensein. In der unmittelbaren Umgebung sind Ärztehaus, Einkaufsmöglichkeiten, Haltestellen der Harzer Schmalpurbahnen und Bushaltestellen zu finden.

olger Bierau zeigt das lichtdurchflutete und zum Verweilen einladende Atrium. (Foto: Mathias Daniel) olger Bierau zeigt das lichtdurchflutete und zum Verweilen einladende Atrium. (Foto: Mathias Daniel)


„Der nahe Stadtpark und das Zorgeufer ermöglichen Spaziergänge“, sagt Holger Bierau. Das Essen kommt aus dem „K 12“, der trägereigenen Großküche in Nordhausen-Ost. Aktuell 75 Frauen und Männer arbeiten in der Hauswirtschaft, Verteilerküche, Raumpflege und Betreuungs- bzw. Behandlungspflege. Für bürokratische Erleichterung sorgt das seit 2017 zur Anwendung kommende Strukturmodell. Es reduziert den Dokumentationsaufwand deutlich, setzt auf fachliche Kompetenz und Einschätzungsvermögen statt auf ein bis dahin angewandtes umständliches und nicht immer den tatsächlichen Zustand der Senioren widerspiegelndes Punktesystem.

So bleibt mehr Zeit für die wichtigen Aufgaben und das Zwischenmenschliche. Man ist gut aufgestellt, spürt jedoch die sich anspannende Lage bei der Fachpersonalsuche. „Alle Bewohner sind geimpft.“, freut sich der Einrichtungsleiter. Als die Besuche von Angehörigen unmöglich waren, sorgten iPads für zumindest virtuelle Kontakte per Video zu den Lieben. Corona beeinträchtigt nicht nur das so wichtige Zwischenmenschliche, sondern sorgt für einen beträchtlichen Mehraufwand. Drei Tests wöchentlich stehen für das Personal auf dem Programm, einer für die Seniorinnen und Senioren. Hauptsache gesund! Dass das so bleibt, hängt nicht nur von Medizin, Bereuung und Pflege ab, sondern vom fürsorglichen Miteinander.
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