Mitstreiter für den Festumzug 1095 Jahre Nordhausen gesucht
Rolandsfest mit dem Motto Willkommen zurück
Unter dem Motto WILLKOMMEN ZURÜCK soll das diesjährige Rolandsfest, das Corona-bedingt die letzten beiden Jahre ausfallen musste, vom 10. bis 12. Juni gefeiert werden...
Die Teilnahmeformulare sind in der Stadtinformation Nordhausen erhältlich und können auf der Sonderseite unter www.nordhausen.de abgerufen werden.
1095 Jahre Nordhausen - Es begann mit einem Geschenk für Königin Mathilde.
Dazu schrieb nnz-Redakteur Angelo Glashagel in den Nordhäuser Nachrichten, Jg. 21/2012, Heft 2:
Am 13.05.927 lässt König Heinrich I. in Quedlinburg eine Urkunde aufsetzten, in der er seine Eigengüter in Quedlinburg, Pöhlde, Nordhausen und Duderstadt sowie die Zinseinkünfte aus den Orten Woffleben und Gudersleben als Witwengut überlässt. Am 13.05.927 betritt Nordhausen die Bühne der Weltgeschichte.
Da aber jene Urkunde zur Gründung der Stadt oder Abschriften nicht mehr existieren, verlassen wir uns heute darauf, dass am 16.09.929 eine weitere Urkunde aufgesetzt wurde, in der Heinrich unter Zustimmung seines Sohnes und der Großen des Reiches, die Schenkungen an seine Frau Mathilde bestätigt und ergänzt, so Stadtarchivleiter Dr. Wolfram Theilemann. Auch verschiedene Historiker und Heimatforscher, darunter Prof. Ernst Günther Förstemann haben immer wieder Bezug auf die Urkunde von 927 genommen, so dass der 13.05.927, als gesichertes Datum der Ersterwähnung Nordhausens gelten könne. Die Quedlinburger Originalurkunde aus 929 befindet sich heute im Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Magdeburg, ein Faksimile im Stadtgeschichtlichen Museum Flohburg. Die Königspfalz, auch Heinrichsburg genannt, befand sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Domes zum Heiligen Kreuz auf der Terrasse über der Zorgeniederung. Mathilde bleibt zeitlebens mit Nordhausen verbunden und stiftet 961 ein Nonnenkloster, aus dem sich die Domgemeinde zum Heiligen Kreuz entwickelt. Vom ehemaligen Stift ist heute nur noch das Kapitelhaus an der Nordseite des Domes erhalten.
Sehr schön. Aber Nordhausen braucht dringend den Blick nach vorn und nicht nur zurück. Immer mehr Menschen kehren der Stadt den Rücken. Wir sind bald unter 40.000. So wenig hätte Nordhausen noch nie. Dabei sind viele Dörfer dazu gekommen.