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Mo, 20:00 Uhr
21.02.2022
Montagsspaziergang bei miserablen äußeren Bedingungen

Dem schlechten Wetter getrotzt

Knapp 600 Menschen kamen trotz widrigsten Witterungsverhältnissen wieder vor dem Nordhäuser Roland zusammen, um in ihrem allwöchentlichen Spaziergang gegen die Corona-Maßnamen von Bund und Land Thüringen zum demonstrieren. Die angekündigten Lockerungen der Maßnahmen konnten die Leute heute nicht von der Straße vertreiben …

Annähend 600 Menschen kamen heute zum Spaziergang (Foto: nnz) Annähend 600 Menschen kamen heute zum Spaziergang (Foto: nnz)

Petrus ist definitiv kein Freund der Montagsspaziergänger, denn was er heute an nasskaltem und windigen „Wetter“ anbot, war schon grenzwertig. Bei einem solchen Sauwetter dreht sich jeder halbwegs normale Hund auf dem Absatz um, wenn er von Herrchen zum Gassigehen vor die Tür geschleift werden soll. Die an einer Stelle des Zuges handgezählten 541 Nordhäuser Demonstranten ließen sich jedoch nicht abschrecken und zogen in bewährter Manier die Rautenstraße hinunter zum Bahnhof und wieder zurück zum Rathaus.

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Dabei waren sie nicht mehr so still wie in den vergangenen Wochen; außer Musikanlagen wurden auch Rasseln, Tröten und Trillerpfeifen zum Einsatz gebracht, um den Daheimgebliebenen hinter den Gardinen anzuzeigen, dass hier ein Protestzug unterwegs ist.

Begleitet wurde der auch heute wieder von entspannten Polizisten, die keinen bedrohlichen Eindruck machten, dafür aber an den großen Kreuzungen auf dem Wege den Verkehr regelten. Etwas früher als gewöhnlich beendeten die Teilnehmer kurz vor Sieben ihren Marsch, nicht ohne sich gegenseitig zu versichern, am nächsten Montag wieder zur Stelle zu sein.

Montagsspaziergang bei windig-nasskaltem Wetter (Foto: nnz)
Montagsspaziergang bei windig-nasskaltem Wetter (Foto: nnz)
Montagsspaziergang bei windig-nasskaltem Wetter (Foto: nnz)

Einhelliger Tenor unter den Spaziergängern war, dass die ersten angekündigten Maßnahmenentschärfungen der Landesregierung nicht ausreichend seien und der Widerstand gegen die Impfpflicht weiter auf der Straße ausgetragen wird. Es sei noch ein weiter Weg, war zu hören, jedenfalls viel weiter als die Rautenstraße einmal herunter und wieder hoch.
Olaf Schulze

Autor: osch

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Kommentare
Anna O.
21.02.2022, 20:17 Uhr
Wieder weniger Spaziergänger-Negativrekord bei Teilnehmerzahlen
Aus 541 "handgezählten" ("handverlesen" würde es auch gut treffen) Spaziergängern werden "knapp 600". Aha!

Und natürlich dieses böses Wetter ist wieder schuld. Dabei soll doch gerade schlechtes Wetter abhärten und das von vielen Spaziergängern so hochgeschätzte eigene Immunsystem stärken. Ich will mal nicht unken, aber vielleicht hat es den einen oder anderen Impfgegner oder Coronaleugner doch mit Omikron erwischt...

Anmerkung techn. Support:
Da gibt es ja bald mehr Spaziergänger-Zähler als Spaziergänger. :-)
Betrachter
21.02.2022, 20:27 Uhr
Hey Anna
deine Kommentare langweilen nur noch!
Manfred H.
21.02.2022, 20:30 Uhr
Hurra...
... es werden immer weniger die unangemeldet und ohne Maske demonstrieren!
'Flaniert' doch einfach mal ins Impfzentrum und lasst euch endlich impfen...
feuerwehrmann01
21.02.2022, 20:56 Uhr
schönes Wetter gibt es nicht
warum schlechtes Wetter.? ich fand es gut...jeden Montag so und es wird weniger von diesen Spaziergängern .Jeder sollte lieber mal in seiner Straße die verwehten Müll bzw Laub und Unrat des Unwetters einsammeln..das wäre gut und nicht morgen früh die Stadtwerke die vollen Abfall bzw Hinterlassenschaften der Montagsspaziergänge zu beschäftigen..ich würde dann was sinnvolles von solchen Spaziergängen halten..jeden 2 Müllbeutel und dann los durch die Städte...schönen Abend..und bleibt schön gesund
Caesar
21.02.2022, 21:01 Uhr
Heute schon Rosenmontag?
Trillerpfeifen, Trommeln usw. fast wie zum Rosenmontag. Warum schreitet die Polizei nicht ein, da hat man sich doch 1 Woche im Datum verirrt? Heute ist das nur Lärmbelästigung und Verkehrsbehinderung!
HeiKev
21.02.2022, 21:02 Uhr
Im nächsten Artikel sind es dann 1200
Da stand doch vorhin noch ein Artikel, den es jetzt nicht mehr gibt, mit "400 von der Redaktion geschätzten" Leuten. Waren da die Autofahrer, die dort in der Rautenstraße im Stau standen (letztes Bild - jetzt entfernt) etwa nicht mitgezählt?

Wird hier berichtet, oder macht hier einer Nachrichten?
Klosterbruder
21.02.2022, 21:12 Uhr
Laub fegen
kann doch jeder und nicht nur die Spaziergänger.
Und warum sollen alle Spaziergänger zum Impfzentrum flanieren und sich impfen lassen? Viele sind schon geimpft und sogar geboostert. Aber ich kenne auch viele,die sagen, nicht noch eine Impfung.
Wenn ich manche Kommentare lese,muß ich manchmal an einen Nachbarn denken. Der zur Wende auch gesagt, das bringt alles nichts auf dem Bebelplatz und war auch nie dabei. aber er war ganz schnell in Bad Sachsa das Begrüßungs geld holen. Schön in der warmen Stube sitzen und die anderen machen lassen.
Constanza Püro
21.02.2022, 21:14 Uhr
Was ist nur falsch mit diesen Leuten...
Ich habe mit einigen dieser Leute versucht zu sprechen. Sehr anstrengend. Ich glaube, die wollen einfach nur gegen irgendwas sein. Warum sind sie nicht alle Arzt geworden? Creepy. Zum Glück keine Mehrheit.
Leser X
21.02.2022, 21:26 Uhr
Reife Leistung
Latscht nur weiter eng die Stadt hoch und runter. Niemand soll sagen, dass es nichts bringt. Im Gegenteil. Wir haben mittlerweile die viert höchste Inzidenz in Thüringen.

Es wird Zeit, dass die Polizei im Interesse der Allgemeinheit durchgreift und diese verbotenen Aufmärsche auflöst. Oder ist es neuerdings Aufgabe der Polizei, Gesetzesverstöße abzusichern???
Tamara Jagellovsk
21.02.2022, 21:39 Uhr
Rechnet man die Zahlen der Kommentatoren zusammen,
welche sich an der immer geringer werdenden Anzahl der Spaziergänger ergötzen, müsste eigentlich schon der negative Bereich erreicht sein.
In etwa so wie wie bei des Gesundheitsministers Sterbefällen der Ungeimpften, die gibt es auch nicht mehr, weil schon alle verstorben.

Tamara Jagellovsk GSD
Halssteckenbleib
21.02.2022, 21:45 Uhr
Wetter getrotzt....
Also ich würde sagen gegen die unverschämten Preissteigerungen und überhaupt alle Verteuerungen zu demonstrieren/Spazierengehen wäre sinnvoller.Nicht alles hat mit Corona zutun.Aber da hilft ja demonstrieren nicht.
Harzer Jung
21.02.2022, 21:47 Uhr
Spaziergang in die Bedeutungslosigkeit
Wenn man sich mit Gleichgesinnten Montag Abends mal wichtig fühlen kann, dann spaziert man stolz durch ostdeutsche Kleinstädte um danach wieder ein Woche heim zu sitzen und in gefühlter Unverstandeheit und in Selbstmitleid zu versinken. Endlich ist man mal wer. Jemand der sich mutig gegen ein Regime auflehnt, welches seinen selbstlosen Protest noch schützend durch Volzugsbeamte begleitet. Bedienstete einer Diktatur, welche sich den Hintern abfreieren dürfen, damit die heroischen Systemkritiker ihre Meinung zum Ausdruck bringen dürfen ohne auch nur ansatzweise belangt zu werden. Wie die Teilnehmerzahl, so fällt auch mit jedem weiteren Montag das Interesse am Aufstand der "Volksretter" und am Ende spaziert man wieder in die Bedeutungslosigkeit.
Piet
21.02.2022, 21:59 Uhr
Ich
Bin lieber ein spaziergehender Wolf wie ein hinter der Gardine stehendes geboostertes Schaf.
geloescht.20221110
21.02.2022, 22:15 Uhr
Vorsicht - Schnappatmung !
Die bloße Anwesenheit von Andersdenkenden scheint hier (regelmäßig) bei einigen Kommentatoren zu Atemproblemen zu führen ?!
Bebo
21.02.2022, 22:24 Uhr
Oh, man spuckt Gift und Galle!
Schlimm, dass es noch Menschen gibt, die für ihre Meinung und Freiheit auf die Straße gehen. Wie kann man nur politische Entscheidungen in Frage stellen?!
Ich stelle hier aber mal die Frage: Wem nützt es?
Fakt ist, dass auch geimpfte und geboosterte auf Omikron positiv getestet wurden und werden und somit auch übertragen können.
Es ist also unsinnig zu behaupten, das Patienten und zu Pflegende durch das Impfen des medizinischen - und Pflegepersonals geschützt wären !!!
Kluge schöne Frau
21.02.2022, 22:39 Uhr
Genau das seid ihr:Wölfe,
die nur an ihr eigenes Überleben denken und andere dafür sterben lassen.@Piet: Richtig muss es übrigens heißen "als" statt "wie". Nur ein kleiner Hinweis an einen kleinen Wolf von einem stolzen schönen Schaf.
Salatrachen
22.02.2022, 05:39 Uhr
Schlechtes Wetter gibt es nicht.
Immer wieder interessant wie schnell sich Geschichte wiederholt. Treu bis zur letzten Minute das Fähnchen in den richtigen Wind halten und dann mit als Erster sagen zu wollen:Also ,Ich war ja immer dagegen aber............!
aha222
22.02.2022, 05:39 Uhr
Frage an...
Die "Spaziergänger/innen", was habt ihr bis dato mir euren "Spaziergängen " bezweckt?
Kritiker2010
22.02.2022, 08:29 Uhr
Diagnose: Stubenkoller
Wie bestellt, schreiben die üblichen Claqeure der verkehrten Realität sich wieder die Finger wund, wollen strafen und richten. Ich möchte bezweifeln, dass sie im wahren Leben ihre Meinung auch so laut kund tun - nicht bei gutem und schon gar nicht bei schlechtem Wetter.

Die wirren Anwürfe sind absurd und zeugen vom Stubenkoller:

Einer möchte die Teilnehmer zum Impfzentrum spazieren lassen - was er aber im Fall der Fälle, zweifellos mit den üblichen Sprechblasen, verurteilen würden. Zudem dürften zahlreiche Teilnehmer bereits 2 oder 3-fach geimpft oder genesen sein.
Also, blöde Idee.

Eine andere behauptet, es gehe den Spaziergängern nur um das eigene Überleben. Das kann aber, nach der offiziell gültigen Denkweise, kaum sein. Denn hiernach, müssten sie allein durch die Teilnahme längst mehrfach verstorben sein oder alsbald dahin scheiden - hier wäre also ein spazierendes Suizidkommando unterwegs.
Auch dieser Gedanke ist also ein geistiger Kurzschluss.

Bei der Impfung und deren Pflicht springt man von einem Bein aufs andere.
Weil der Selbstschutz nicht funktioniert, soll es der Fremdschutz richten. Weil aber der Fremdschutz nicht funktioniert, dient sie dann wieder dem Selbstschutz. Und was hat das mit anderen Menschen zutun?
Kleine Kinder sagen auch: "Aber trotzdem!"

Laub fegen und Müll aufsammeln sollten sie.
Besteht dann aber nicht die Gefahr, dass sie den Müll auf nicht vorschriftsmäßig trennen oder den Besen nicht vorschriftsmäßig halten und die Kleinbürger nach neuen Gesetzen und Verboten schreien (äh flüstern, bloß nicht auffallen), weil deren schlichtem Gemüt sonst nichts einfällt?

Trotz der Gefahr, dass sie sich bis auf die Haut blamieren - kommen Sie raus aus Ihrer Pupskapsel! Posaunen Sie Ihre Zufriedenheit mit Deutschland als Bastion der Corona-Regeln heraus! Demonstrieren Sie für höhere Steuern und Beiträge, für mehr Verbote und Vorschriften, für die Impfpflicht - gern auch gleich mehrere! Zeigen Sie Gesicht gegen abweichende Meinungen (Vorsicht erst prüfen, woher der Wind gerade weht) und diese verdammte Demokratie, aber bitte im Gleichschritt. Das hat Tradition in Deutschland!
Kitty Kat
22.02.2022, 09:14 Uhr
Wer es braucht
Jeder hat eben andere Hobbys ;-). Aber solange sich dort welche zum Obst machen, haben die anderen was zum feixen.
Totofino
22.02.2022, 09:46 Uhr
4 Personen
die sich am Wochenende positiv getestet wurden kenne ich, alle übrigens 3 mal geimpft. Diese 4 haben sich übrigens nicht gegenseitig angesteckt und sie waren noch nie zur Montags-Demo. Dort ist an der frischen Luft eine Ansteckung bestimmt weniger möglich, auch wenn man nebeneinander läuft, als im Supermarkt mit Maske.
Und es gibt natürlich viele Sachen, die im Argen liegen. Ich habe mir gestern z.B. die Ausführungen von Putin über seine Reaktion auf die Provokationen der USA und seiner Verbündeten angehört, die Ukraine hat der NATO z.B. gestattet ihre militärischen Einrichtungen zu nutzen (bedeutet US Bomber an der russ. Grenze) und die USA hat die Ukraine mit 1 Mrd. $ für Militärausgaben unterstützt. Leider bekommt man diese Infos nicht in unseren Medien. Diese ganzen Vorgänge werden auch negativ auf die Energie- und Spritkosten wirken.
Schickimicki67
22.02.2022, 09:56 Uhr
nächste woche wird alles anders,
da besetzen die Spazierer mal alle Tankstellen wegen den hohen Spritpreisen.
Danach den Montag geht es in die Straße der Genossenschaften zur EVN
wegen den hohen Gas und Strompreisen.
Die Woche drauf dann wieder in der Rautenstraße vor der AOK,
die Krankenversicherungsbeträge wurden ja auch erhöht.
Und danach haben wir fast schon Frühling und spaziert wird dann mal für
Frieden, Freundschaft, Solidarität.


wir haben nächsten Woche Rosenmontag und ein bisschen Satire
tut gut in der heuten Zeit...
diskobolos
22.02.2022, 10:01 Uhr
Genau da liegt doch das Problem
"Zudem dürften zahlreiche Teilnehmer bereits 2 oder 3-fach geimpft oder genesen sein."
Wofür oder wogegen demonstrieren die dann? Jeder für IRGENDETWAS?
Marino50
22.02.2022, 10:19 Uhr
Trotz des Wetters...
...merken eigentlich die Kommentatoren, dass sie fast nur noch unter sich sind und ihren Unwillen gegen die " Spaziergänger" ausdrücken. Hallo Ihr Spaziergänger, lasst sie weiter Gift und Galle spucken. Diese Menschen sind so voller Hass. Am Tag darauf stehen alle Menschen gemeinsam in der Schlange an der Kasseund wissen es nicht. Bei manchen Leuten ist durch die vielen Impfungen sicher schon das bisschen Gehirn vernebelt. Selbst der König der Impfungen, Herr Lauterbach, rudert zurück.
nur_mal_so
22.02.2022, 10:33 Uhr
wollte ich anmerken, dass die sinkenden Teilnehmerzahlen -
- nicht herbeigeschrieben werden, sondern nachprüfbar sind - zuerst stand ja auch die Zahl "400" im Raum.

Aber das spielt ja eigentlich auch keine Rolle und ich bin weit davon entfernt, mich darüber lustig zu machen: klar war das gestern ein S****ßwetter, und allein daran die sinkende Akzeptanz der Spaziergänge festmachen zu wollen wäre unlauter.

Das Problem, das ich sehe, liegt ganz woanders, und das verschärft sich, meiner Meinung nach von Woche zu Woche:
War es am Anfang völlig klar, wogegen die Spaziergänger sind, verwässert sich das immer mehr. Man hat, allein wenn man die Kommentare hier liest, den Eindruck, dass jeder für oder gegen etwas anderes spaziert. Und DAS ist der Punkt, wo es lächerlich wird, wo man sich lächerlich macht.

Bei den Demos 1989 wusste jeder, worum es ging. Und das waren auch wirkliche Akte des Mutes, weil keiner wusste, wie die Staatsmacht reagieren würde - von blutiger Niederschlagung mit Waffengewalt bis zum Bürgerkrieg war alles möglich. Jetzt regelt die Staatsmacht für die Spaziergänger sogar den Verkehr, damit man nicht an den roten Ampeln warten muss.

Dass man nicht zeigen kann oder will, wogegen man eigentlich ist: das ist das Problem, und das ist das völlig alberne, absurde und fast schon kafkaeske an den Montagsspaziergängen. So wie Josef K. nicht weiß, weswegen man ihn anklagt, oder Gregor Samsa nicht weiß, wieso er plötzlich ein Käfer ist, so wissen die Demonstranten voneinander nicht, weswegen eigentlich gerade der andere neben ihm marschiert, (wie weit die Bandbreite allein hier in den Kommentaren reicht ist haarsträubend). Konsens scheint nur eines: man ist gegen etwas, und kommt sich dabei so mutig vor wie einst 1989.

Dass das Außenstehende lächerlich finden dürfen ist so legitim, wie der Spaziergang selbst ebenfalls.
HisMastersVoise
22.02.2022, 11:32 Uhr
Running Gag !
Wenn die da am Montag nur so ein wenig herumlaufen und ihre Freiheit genießen, dann ist das indirekt eine Danksagung an die deutsche Demokratie, unter deren Schutz sie tun dürfen, was sie halt so tun.. montags.. Abend...mit Kindern... ohne Grund. Wenn es also keine Demonstration ist, da niemand so recht weiß, wogegen man ist oder wofür, dann ist das nur ein Paradebeispiel für einen "Running Gag", der sich jeden Montag wiederholt. Aber warum scheint dies Randgruppenevent so viel wichtiger zu sein als die echten Probleme unserer Zeit. Begreife ich nicht.. Da Rumlaufen keine Kunst ist, kann das weg !
Kritiker2010
22.02.2022, 12:12 Uhr
Kafka hätte in dieser Kommentarspalte genügend Inspiration gefunden.
Angeblich sei nicht klar, wofür oder wogegen spaziert/demonstriert wird.
Haben Sie die letzten Monate verschlafen? Verstehen Sie die folgenden Begriffe: Impfstoff, Mutation, Wirksamkeit, Grundrechte?

Dann wird eine alternative Route vorgeschlagen, zu Tankstellen, EVN und Krankenkassen.
Aha, da liegt dem Einen oder Anderen also doch was quer im Magen. Aber selbst wenn der Spaziergang dort entlang führt, weil der Liter Sprit oder ein Brot 10 Euro kosten, die GEZ nochmal 600 Millionen mehr für Garnichts fordert und die USA mit Russland Krieg vor unserer Haustür spielen, werden wir Ihr Gesicht dort nicht sehen. Sie kleben im Fernsehsessel und warten auf Anweisungen.

1989 wusste man, warum demonstriert wird!
War das so? Wollten alle nur Reisefreiheit? Wollten alle die D-Mark und bunte Konsumtempel? Wollten alle nur die Stasi beseitigen? Wollten alle Umweltskandale aufdecken? Oder waren das alles einfach Staatsfeinde? Vielleicht war die Situation auch damals etwas komplexer, als hier so mancher Schreiber mit schwachem Gedächtnis glauben möchte.

Die Frage der Legitimität:
Auch damals waren die Demonstrationen nicht legitim und den Regierenden, wie auch einem Teil der Bevölkerung, ein Dorn im Auge. Schließlich lebte man doch im besseren und moralischeren Teil Deutschlands. Dass es so aber nicht weitergehen konnte, wurde immer mehr Menschen klar, obwohl auch Sie nicht hungerten, ein Dach über dem Kopf hatten und genügend billigen Fusel zur Zerstreuung.

Die Gewaltfantasien:
Nur allzu gern hätten man die "Aufstände" damals wie heute mit Waffengewalt niedergeschlagen. Und auch hier finden wir Parallelen in Charakteren und Ideen. Wenn die Argumente ausgehen und man die Welt nicht mehr versteht, soll es eben die Gewalt regeln, und sei es nur, um das Trugbild noch ein wenig aufrecht zu erhalten. Gewalt verursacht aber Gegengewalt. Und wer den Knüppel schwingen will, sollte einkalkulieren, dass ihn der Knüppel auch selbst treffen kann.

Bei Bedarf gebe ich gerne weiter Nachhilfe in Demokratie, Geschichte und logischem Denken im Allgemeinen.
Wenn´s hilft, setze ich mich dazu auch vor eine blaue Wand mit Weltkugel und begrüße Sie mit : "Guten Abend, willkommen zur Tagesschau."
Süd Harzer
22.02.2022, 12:14 Uhr
Tellerrand zu hoch ?
Wenn man hier die Kommentare liest, kann man nur sagen, der Tellerrand des Landkreis ist einfach zu hoch ….oder zu viel staatliches Bildungsfernsehen…
nordfreak
22.02.2022, 13:00 Uhr
Bravo nnz
So kann man durchaus seine Reichweite steigern. Immer schön von den Demos berichten (was ich prinzipiell richtig finde), aber außer dem Nachrichtenwert kommt nicht viel rüber. Eines hat die nnz geschafft: sie hat die linke Blase aufgeweckt, sie hat nun für kurze Zeit die Twitterblase verlassen und macht hier Stimmung.

Nun aber zum Inhalt: ich denke, die Menschen gehen nicht auf die Straße (und das bei Hundewetter) weil sie das Virus leugnen, sondern weil sie der Politik nicht mehr vertrauen. Einer Politik trauen sie nicht, die keinerlei Fehler eingesteht und jeden Tag mit zig neuen Studien, Analysen oder angeblich fundierten Kommentaren daherkommt.

Und die Menschen wenden sich gegen die Impfpflicht, was doch nicht so verkehrt ist. Jedenfalls ist es ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht.
roni
22.02.2022, 13:19 Uhr
so sieht es aus
@ nordfreak..... Sie haben es auf den Punkt gebracht.... Es geht nicht nur um die überflüssige Impflicht.... Wehret den Anfängen.... und dem was da noch auf uns zukommt.....
Mitternacht
22.02.2022, 13:57 Uhr
Okay, ich habe verstanden, dass es völlig okay ist,
wenn jeder für etwas anderes spaziert und der Staat noch immer der böse ist, weil er einen zwar an den Ampeln beschützt, aber in Wahrheit eigentlich alles mit Waffengewalt niederküppeln will. Okay, müssen wir nicht mehr diskutieren.
Was ich NICHT verstehe, ist, wieso alle, die die Spaziergänge komisch finden, ARD- und ZDF- Gucker sind, die auf Anweisungen von der Tagesschau warten. Bei mir sind die öffentlich/rechtlichen in der Senderliste ganz hinten einsortiert, ich kann mich überhaupt nicht mehr besinnen, wann ich beim Zappen zuletzt mal bis dorthin gekommen bin. Selbst Arte kommt noch vorher, und selbst das schaut niemand.
Und nun?

Andererseits: klar, Spaziergänger verdrehen auch die Anfrage "Hej, Leute, bei euch laufen auch Nazis mit, findet ihr das nicht wenigstens im Ansatz hinterfragenswert?" in die Aussage "Aha, ihr bezeichnet uns also alle als Nazis!", wo man sich auch nur sagt, "Ähm... Hä? Nein? Hat niemand? Ich fragte nur - - ach, schon gut, vergesst es."
Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sie ihrerseits den größten Teil der Bevölkerung als GEZ-willfähige Schafe versimplifizieren, damit sie schön gleichzeitig in der Opfer- wie auch der moralisch überlegenen Gutmenschen-Rolle verharren können, die sich todesmutig wie einst 1989 vor die geladenen MPi's der Polizei werfen. Dabei regelt die bloß den Verkehr, damit die Spaziergängern keine Angst vor Querstraßen haben müssen.

Ich frage mich, wie Spaziergänger, die nicht einmal thüringenweit zusammengerechnet so viele Teilnehmer verzeichnen können, wie 1989 in Leipzig an einem Abend zusammenkamen, eine solch selbstüberschätzende Meinung von sich haben.
Wahrscheinlich müsste man dafür mal die Herren Dunning und Kruger zu Rate ziehen.
Herr Taft
22.02.2022, 18:31 Uhr
Verstehe die Aussage nicht...
...ein Vorkommentator schreibt, dass die Spaziergänger mit der Politik unzufrieden wären und ihr nicht vertrauen würden:

"Einer Politik trauen sie nicht, die keinerlei Fehler eingesteht und jeden Tag mit zig neuen Studien, Analysen oder angeblich fundierten Kommentaren daherkommt."

Im Bezug auf Corona wurde immer wieder gesagt, dass es ständig neue Erkenntnisse gibt und deswegen die Regelungen ständig angepasst wurden. Ich glaube, was ihr da als Fehler versteht, war einfach der Versuch trotz unsicherer Faktenlage ein Höchstmaß an Verantwortung für Menschen zu übernehmen. Je mehr Wissen über die Pandemie hinzu kam, umso mehr wurde reagiert. Wir sehen es doch gerade. Die Erkenntnis "Omikron überlastet die Intensivstationen nicht." führt zu Lockerungen bei den Maßnahmen. Was gibt es daran nicht zu verstehen ? ...und was daran ist ein Fehler ?
nur_mal_so
22.02.2022, 19:27 Uhr
Der "Fehler", lieber Oberlehrer, ist jener,
dass sich der Mensch an sich stets als wesentlich klüger hält als alle anderen.
Jeder Mensch ist sportlicher als der Fußballspieler, der das Tor nicht trifft und weiß mehr von Taktik als dessen Trainer. Jeder Mensch weiß mehr über Virenerkrankungen als studierte Ärzte mit Doktortiteln und weiß besser als jeder Pfleger, wie man Intensivpatienten betreut. Jeder Mensch weiß mehr über Mathematik als der Mathelehrer der Kinder und ist in jedem Fall der bessere Autofahrer als jeder andere auf der belebten Autobahn. Jeder Mensch weiß mehr von Politik als jeder Politiker und jeder Mensch, der das anzweifelt, beweist damit nur seine eigene Dummheit. Jeder Mensch, der im internet nach seiner Meinung sucht, wird sie finden und in ihr bestätigt werden und gehört damit zu einer eingeweihten Elite, während alle anderen Menschen dem Ausschlussverfahren nach automatischen zu Feinden der eigenen Ansicht werden. Es gibt Menschen, die lassen sich nicht in ihrem Glauben von der Flachen Erde abbringen, während es andere Menschen gibt, die unverrückbar fest von der Hohlerde-Theorie überzeugt sind. Es gibt Menschen, die glauben unbeirrt an Reptiloide. Es gibt Menschen, die glauben an die Wirksamkeit von Impfstoffen, und andere glauben, dass sich darin auf Knopfdruck aktivierbare Sprengdrohnen befinden.

Ich glaube, jeder soll und darf an das glauben, was er will. Wenn ich einem Flacherdler begegne, vermeide ich das Thema Kugelgestalt. Wenn ich einen Spaziergänger sehe, lasse ich ihn spazieren. Ich lasse mir auch sagen, ich solle aufhören, ARD und ZDF zu schauen, als ob der Spaziergänger fundiertes Wissen über meinen kaum vorhandenen Fernsehkonsum hätte. Da denke ich nur "Gott, bist du doof", aber das muss ich ja nicht laut sagen. Das ist halt seine und meine Freiheit, das ist Demokratie. Jedermans Freiheit endet da, wo die meine beginnt, und umgekehrt.

Die Spaziergänger profitieren davon, dass die Pandemie auf Grund der Maßnahmen, die sie anprangern, nicht so schlimm geworden ist, wie man befürchtet hatte, und davon, dass Omikron sich als nicht so gefährlich erweist wie befürchtet. Sonst wäre man sicherlich auch nicht so geduldig, was ihre regelmäßige Verletzung sämtlicher Regeln und Gesetze betrifft.
Anna O.
22.02.2022, 21:00 Uhr
Danke an nnz für Freigabe aller Kommentare von allen Kommentatoren
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen"-Karl Valentin. Danke an die verantwortliche Person, dass alle alles sagen konnten und offensichtlich keinem einzigen Kommentator die Veröffentlichung seines Kommentars verwehrt wurde. Das ist Meinungsfreiheit und die spaltet nicht, sondern ist Grundlage einer offenen Gesellschaft. Und sei es auch nur das, was als kleinster gemeinsamer Nenner alle Kommentatoren eint - das ist schon viel in diesen Tagen.
Halssteckenbleib
22.02.2022, 22:36 Uhr
Ich trotze demnächst
alle Wetter.Ich hab mal gelesen daß es sich montags am besten spazieren gehen lässt.Das liegt wahrscheinlich daran das montags immer eine neue Woche beginnt.Seitdem ich das weiß gehe ich immer Montag spazieren. So ganz nebenher demonstriere ich dann noch für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger.Man soll ja hin und wieder mal was gutes tun....
Flitzpiepe
28.02.2022, 11:43 Uhr
Da bin ich ja mal auf den Rosenmontag gespannt
Also heute.
Was lassen sich die jecken Spaziergänger denn für heute einfallen.
Angebracht wäre eine Pro Ukraine und Contra Russland Demo.
So machen es zumindest die Jecken in NRW. Für die Nordhäuser habe ich da aber meine Bedenken - bei dem Ergebnis der letzten Blasenumfrage der nnz ist das eher unwahrscheinlich.
Diese 'Umfrage' sollte man sofort nochmal starten, um zu sehen, ob die 70% Russlandversteher irgendwas inzwischen kapiert haben.
Mitternacht
28.02.2022, 14:28 Uhr
Heute Abend werden sicherlich etliche Spaziergänger sagen,
"wir sind auch für die Solidarität mit der Ukraine spazierengegangen", aber da die Spaziergänger ja nicht artikulieren wollen oder können, wofür oder wogegen jeder einzelne Spaziergänger nun spaziert, wird auch das völlig wirkungslos verpuffen.
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