Seit 2019 ist der Bau eines Mobilfunkmasten in Neustadt ein Thema, das Ortschafts- und Gemeinderäte beschäftigt und vor allem die Bürgerinnen und Bürger. 12 von ihnen sind zur heutigen Ortschaftsratssitzung erschienen, um sich ihrem Ärger über den Bau auf dem Weinberg Luft zu machen…
Ortschaftsratssitzung in Neustadt (Foto: Sandra Witzel)
Im August 2020 gab es eine erste Mail des Mobilfunkbetreibers Vodafone, erinnert sich Harztor-Bürgermeister Stephan Klante. Im vergangenen Jahr wurde der Galgenberg als Standort benannt. Das war von der Bürgerschaft nicht gewollt, deshalb bekam der Betreiber eine Absage, führte Klante in das Thema ein. Der Ortschaftsrat suchte alternative Standorte.
Anzeige symplr (mr_1)
Dann war lange Zeit sprichwörtlich Funkstille, sagte Ortschaftsbürgermeister Dirk Erfurt, der als Standort den alten Masten auf dem Weinberg vorschlug. Vodafone sucht jedoch einen eigenen Standort, sicherlich aus wirtschaftlichen Erwägungen, vermutet Erfurt. Einen zweiten, 40 Meter großen Turm, auf dem Weinberg wollen die Anwohner nicht, das wurde auf der heutigen Ortschaftsratssitzung klar. Der Bauausschuss von Harztor hat bereits darüber beraten und sprach sich für den Weinberg einstimmig aus, jedoch ist noch kein Beschluss gefallen, betonte Klante. Ein Beschluss für oder gegen diesen Standort wird vom Gemeinderat gefasst, der Neustädter Ortschaftsrat gab ihm heute eine Empfehlung.
Der Neustädter Ortschaftsrat beschließt die Ablehnung des vorgesehenen Standortes und beauftragt die Verwaltung der Landgemeinde Harztor mit der Firma nach alternativen Standorten zu suchen, verlas Ortschaftsbürgermeister Dirk Erfurt den Text, dem die Ortschaftsräte einstimmig zustimmten. Der alternative Standort sollte sich außerhalb der Ortschaft und des Randgebietes befinden. Wir wollen den Tourismus in Neustadt ausbauen, so ein Turm wäre weithin sichtbar und schadet dem Ortschaftsbild, gab der Neustädter Roald Hesse zu bedenken. Sandra Witzel
Alle beklagen Funklöcher,jetzt soll von einem Mobilfunkbetreiber etwas dagegen unternommen werden das Gefällt auch nicht, es ist ganz schlimm geworden immer gegen alles.
ist echt nicht mehr zu helfen.
Vorschlag: Lasst alle Funkmasten in und um Neustadt abbauen und macht einfach mit der telefonischen Nichterreichbarkeit und der Internet freien Zone Werbung um Touristen.
Viel Erfolg weiterhin im Tourismus!
Am Galgenberg steht meines Wissens nach schon die Neustädter Wetterfahne
die ist aber keine 40m hoch. Wenn Vodafone den Preis entsprechend erhöht, ändern sich die Meinungen sicher. Die "Skyline" von Neustadt sollte von der Ruine Hohenstein geprägt sein und nicht von so einem Mast. Andererseits nervt es sicherlich nicht nur Touristen permanent von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, was das mobile Internet angeht.
Das moderne 5G Netz soll doch kleinzelliger werden.
Also viele kleine Antennen an vielen Standorten.
Wieso jetzt ein großer Standort favorisiert wird, erschließt sich mir nicht.
Aber vielleicht will der Netzbetreiber gleich einen neuen Aussichtsturm für die Neustädter und die Touristen schaffen?