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Fr, 11:27 Uhr
18.11.2022
Strom- und Gaspreise

EVN erhöht die Preise, erwartet Deckelung

Die Energieversorgung Nordhausen wird zum Jahresbeginn ihre Preise erhöhen, entsprechende Informationen sollten heute ihren Weg in die Briefkästen der Kunden finden. Was zu erwarten ist, hat die nnz erfahren…

Die Strompreise werden zu Jahresbeginn steigen, Symbolbild (Foto: Analogicus/pixabay.com) Die Strompreise werden zu Jahresbeginn steigen, Symbolbild (Foto: Analogicus/pixabay.com)


Zum neuen Jahr werden Strom und Gas auch für die Kunden der EVN teurer. Die Kosten für Gas sollen demnach im Schnitt um 6,5 Cent und die Stromkosten um 23,5 Cent (jeweils brutto) steigen. Im „Wettbewerbstarif“ des kommunalen Energieversorgers, dem „City-Strom“ steigen die Kosten ab einer bis zu 3.000 Kilowattstunden damit auf 48,63 Cent (Strom) bzw. 14,77 Cent im Produkt "Erdgas Proaktiv".

Noch nicht eingepreist sind hier die von der Bundesregierung diskutierten „Preisdeckel“. Eine Entscheidung erwarte man im Laufe des Dezembers, sagt Dirk Meißgeier, Prokurist der EVN. „Wir können noch nicht mit Sicherheit sagen, wie die Preisdeckel aussehen werden, aber in der Branche geht man davon aus, dass an den Zahlen nicht mehr groß gedreht wird“.

So die Einschätzung am Ende zutrifft, würde der Strompreis bei 40 Cent und der Gaspreis bei 12 Cent gedeckelt. In der Praxis käme dann die Formel 80/20 zum tragen - 80 Prozent der Verbrauchsmenge werden „gedeckelt“ abgerechnet, 20 Prozent werden nach Preisblatt berechnet, also nach den jetzt in Umlauf gegangenen Zahlen.

Mit einer Absenkung der Preise sei zumindest für das kommende Jahr nicht zu rechnen, da die EVN langfristige Jahresverträge abschließe und nicht wie manch anderer Anbieter kurzfristig einkaufe. Das habe Vor- aber auch Nachteile und habe in den letzten Monaten dazu beigetragen, dass die Preise vor Ort bisher gut nivelliert werden konnten. „Wer zu einem schlechten Zeitpunkt eingekauft hat, der hat auch schon Preise über einem Euro gesehen. Wir können dank langfristiger Verträge auch langfristig stabile Preise anbieten und bewegen uns damit aktuell auch im Wettbewerb“, sagt Prokurist Meißgeier. Die Preisdeckel würden voraussichtlich bis in das Jahr 2024 laufen, man hoffe aber dann wieder unter dem Deckel zu liegen. „Wir haben diese Diskussionen seit dem 24. Februar, die Entwicklung ist klar preisgetrieben und wir hoffen das die Preise bis zum Frühjahr 2024 im Sinne unserer Kunden wieder fallen“.

Größere Katastrophen in der Versorgung über den Winter fürchtet man derweil eher nicht, die Gasspeicher sind voll gefüllt, dafür habe die Bundesregierung alles getan und selbst wenn es wider aller Vorbereitung zu einer Mangellage kommen sollte, wären es nicht die Privatkunden, denen der Hahn zugedreht würde.

Die Informationen zu den neuen Preisen sollten heute in den Briefkästen der Kunden zu finden sein. Anzumerken sei dabei, dass die Preise der reinen Grundversorgung etwas höher ausfallen, als im „Wettbewerbsprodukt“ der EVN, dem „City-Strom“. Wer keinen Vertrag mit der EVN geschlossen hat, aber trotzdem Strom vom Nordhäuser Energieversorger erhält, fällt unter die gesetzliche Grundsicherung. Mit Vertragspartnern könne man im Haus besser planen, was zu besseren Konditionen führe, erläutert Meißgeier. Bei Fragen würden die Mitarbeiter der EVN jederzeit gerne Auskunft geben.
Angelo Glashagel
Autor: red

Kommentare
N. Baxter
18.11.2022, 12.04 Uhr
Ökostrom
da stell ich mir doch die Frage, wenn man einen Tarif mit angeblich "100Prozent Ökostrom" besitzt, warum dann auch dort die Preise steigen?

Scheint die Sonne, bzw. weht der Wind nur in Russland?
Nick Name 2
18.11.2022, 12.45 Uhr
Gratuliere
… zu jetzt 200Prozent Ökostrom!
grobschmied56
18.11.2022, 14.09 Uhr
Ein Grund für hohe Strompreise ...
... besteht darin, (wenn ich das richtig verstanden habe) daß sich das Preisniveau einfach nach den teuersten Anbietern am Markt orientiert! Speist also ein Gaskraftwerk Strom ins Netz ein, der mit sündhaft teurem Erdgas generiert wird, dann dürfen andere Anbieter ihren Strom zu ähnlich hohen Preisen verhökern. Die Sonne schickt uns keine Rechnung, die Energieversorgung aber eben doch.
Man korrigiere mich, falls ich hier Quatsch von mir gegeben habe.
wyski
18.11.2022, 14.31 Uhr
Somit
ist Weihnachten gestorben ( umgebracht ) gehen wir nur noch Arbeitn um Nebenbkosten zu zahlen ?
Komiron
18.11.2022, 17.15 Uhr
glückwunsch grobschmied
Ich bin zwar erst seit Januar nnz Leser und weiß nicht wie es vorher war.
Dies ist Ihr erster qualifizierter Kommentar, den ich hier gelesen habe.
Selbstverständlich richtet sich der Strompreis nach der teuersten Art der Erzeugung.
Im Augenblick ist da der schwarze Peter nun mal beim Gas und alle Anbieter, egal ob Öko oder Atom müssen da mitziehen.
Also ruhig öfter mal die ÖR Qualitätspresse konsumieren, da gibt es nämlich wichtige und richtige Informationen.
Und noch einen Hinweis von jemand der im Freien arbeitet, der Wind weht immer, manchmal weniger, aber er weht.
Paulinchen
18.11.2022, 17.23 Uhr
Wer gestern....
... I'm TV, bei M. Illner zu Gast war, der dürfte mitbekommen haben, wohin uns der Wirtschaftsminister hinführt. Schon bei dem ersten Satz, dass es auf jeden Fall im kommenden Jahr mehr arme Menschen gibt, kam mir ein Teil vom Abendessen hoch.
Wir brauchen die Atomenergie nicht, aber nun ist es vom Kanzler so beschlossen und gut ist es, also Schluss mit der Diskussion. Es ist eben so und nicht anders....Wir werden von Russland nie wieder Gas beziehen, egal wie teuer es dann wird.... Und wenn das eine, oder andere Unternehmen dabei aussteigt, dann ist das nicht zu ändern... Es liegt an uns, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland über die Runden kommt... Andere Länder beneiden uns..... Y

An Arroganz war das Gespräch nicht mehr zu überbieten.
root packer
18.11.2022, 18.14 Uhr
Genau so @ Grobschmied56 ist es...
Merit-Order-Prinzip ist der Name, den unsere super Weltverbesserer erfunden haben!
Nur wissen viele überhaupt nicht wie?, was?, wer?, denn es gibt überhaupt keinen Grund die Preise nach oben zu schrauben! Aber mit Strom wird spekuliert an der Strombörse und man fährt täglich 500 Prozent Gewinne ein!
Sendung MDR 03.09.2022 z.Bsp.
Die Gaspreise waren vor kurzen an der Börse wieder gesunken und siehe da, man hat Tanker auf den Meeren Tage, sogar Wochen herum tümpeln lassen um die Preise wieder in die Höhe zu treiben!
Focus online 06.11.2022.
Mehr muß man dazu garnicht mehr sagen, schreiben und diskutieren.
Wer es nicht glauben möchte, hat es und wird es auch nicht verstehen!
Wie nennt man das? GIER! GIERIG! AM GIERIGSTEN!
Nennt sich halt Kapitalismus im Endstadium!
Schönes Wochenende allen "Wir sind das Volk" rufern!
altmeister
19.11.2022, 10.12 Uhr
Kein Ende abzusehen
Da es einfach nicht möglich ist, mit Solar- und Windkraft die komplette Grundlast und die benötigten Spitzenlasten rund um die Uhr abzudecken, werden auch in Zukunft immer wieder Gaskraftwerke einspeisen und somit den höchsten Preis für alle Erzeuger festlegen.
Eine wahre Gelddruckmaschine für alle, erst durch Subventionen verwöhnten, Solar-und Windenergiekraftwerksbesitzer, die somit vielfach vom Stromkunden bereichert werden.
Mein Standpunkt war und ist schon immer, dass jede Subvention in diese Stromerzeugung mit dem Nachweis von Speichermöglichkeiten in entsprechender Größe verbunden sein müsste.
Was bringen Spitzeneinspeisungen, welche zu Zeiten anfallen, in denen diese nicht benötigt werden? Nur zusätzliche Kosten für den Verbraucher.
Kein Käufer kauft Waren ein, nur weil gerade ein Überangebot auf dem Markt vorhanden ist und das zu festgelegten, teuersten Preisen!

Meine Frage an die EVN ist, wie sich der Betrieb der Biomethananlage auf die Preise auswirkt im Zusammenhang mit dem Betrieb der BHKW, welche ja mehrfach in NDH vorhanden sind.

Übrigens, @Komiron, es ist nicht selten, dass keine nutzbaren Windgeschwindigkeiten vorliegen. Selbst ein laues Lüftchen, ohne ausreichende Bewegungsenergie, kann nun mal keine Umwandlung in elektrische Energie in benötigten Größen sicherstellen.
Nur vorhandene Energie kann umgewandelt werden.
Marino50
19.11.2022, 12.40 Uhr
Whisky...
...Artikel lesen. Aber Januar ist die Erhöhung. Die Abrechnung durch die EVN erfolgt im Dezember und wird im Januar zugeschickt. Sie können sicher auch Ihren Zählerstand extra nochmals hinschicken am 01.01.
Komiron
19.11.2022, 20.40 Uhr
und sie dreh'n sich doch
So oder so ähnlich sagte es einst der Universalgelehrte
Galileo Galilei.
Nun erlaube ich mir, diese Worte aufzugreifen um, von Altmeister zu altmeister, eine ganz profane Antwort zu geben:
Ja auch heute, bei vermeintlicher Windstille, drehten sich im Windpark Nentzelsrode ein paar Windräder !
Den technischen Support bitte ich im Voraus um etwas Spielraum.
Teja
20.11.2022, 00.19 Uhr
Drehende Windräder
Werden diese vielleicht von Dieselmotoren angetrieben?..
Bei Flaute...
tannhäuser
20.11.2022, 09.33 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bezug zum Artikel?
grobschmied56
20.11.2022, 12.17 Uhr
Deckel für Energiepreise sind gut ...
... und schön, besser und schöner wären zuverlässig laufende Kraftwerke, die bezahlbaren Strom liefern und preiswertes Gas aus EIGENER Förderung, bei der wir nicht auf Gedeih und Verderb von Irgendwem abhängig sind.
Beides könnten wir haben. Allerdings eben nicht mit einer Regierung, in der Phantasten und Traumtänzer den Ton angeben!
Was die von den Grünen so hochgelobten 'Erneuerbaren' wert sind, kann man im Augenblick mal wieder sehr schön beobachten. Ein Blick auf die Seite AGORAMETER belehrt uns, daß am heutigen Tag die Erzeugung von Windenergie fast zum Erliegen gekommen ist. Der letzte abrufbare Wert lag heute (10.00 Uhr) bei stolzen 4.909 Gigawatt (bei einer installierten Leistung von ca. 63 Gigawatt. Alle WkA Deutschlands erbrachten also gerade mal 8 Prozent der theoretisch verfügbaren Leistung.
Die konventionellen Kraftwerke - Kohle, Kernkraft, Gas speisten dagegen um die 40 Gigawatt ein. Das sind die Kraftwerke, die die Grünen und die 'Kleber' unbedingt abgeschaltet haben wollen!
Ja, sie bewegen sich doch! Nur kommt halt nicht viel rum dabei...
tannhäuser
20.11.2022, 14.48 Uhr
Flügel sind eine beliebte Metapher...
...in der Popkultur.

Sir Paul McCartney hat nach der Auflösung der Beatles seine Solo-Band "Wings" genannt.

Ok, die bestand neben seiner vegetarischen Frau Linda, dem gänzlich untalentierten Denny Laine und diversen Gastmusikern nur aus ihm, dem späteren SIR Paul.

Diese angeblich stromproduzierenden Flügel drehen sich, wenn man auf der B4 an ihnen vorbeifährt, je nach Lust und Laune?

Bei Sturm droht Überlastung des Netzes und wir veehökern den Überschuss.

Und ohne Wind brauchen wir dann doch Strom oder Atom, damit auch Baerbock an Weihnachten Trampoline und Kinderbücher unter ihre ach so böse klimafreundlich geschlagenen Weihnachtsbäume ausbreiten können?
Hallogemeinde
20.11.2022, 15.20 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
Hallogemeinde
20.11.2022, 15.22 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Herrabwürdigungen bzw. »Fäkalsprache« usw. sind unerwünscht.
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