Nach drei Anläufen hat es heute nun endlich geklappt: oberhalb von Rüdigsdorf wurde Grundsteinlegung gefeiert, ein Turm soll hier noch in diesem Jahr besonders schöne Ausblicke in die Südharzer Landschaft ermöglichen…
Ein Foto wird dem realen Anblick oft nicht gerecht, wie schön die Landschaft rund um die Rüdigsdorfer Schweiz ist, sollen wanderfreudige und schwindelfreie Zeitgenossen bald aus der Höhe selbst beobachten können (Foto: agl)
Etwas verwegen sieht die Konzeptgrafik schon aus, die ein Stück oberhalb von Rüdigsdorf den Bau des neuen Aussichtsturms angekündigt. Zwei auf den Kopf gestellte A umfassen zwei stählerne Plattformen, die obere in einer Höhe von etwas über zehn Metern. Die Idee stammt aus Dessau und war einer von insgesamt sieben Vorschlägen der Bauhaus-Studenten, den man leicht abgewandelt noch in diesem Jahr umsetzen will.
Anzeige symplr (mr_1)
Der Blick geht in Richtung der schroffen Gipsklippen des Winkelberges im Süden und über sanft geschwungene Hügel gen Harz im Norden. Gute 3,5 Kilometer sind es bis zur Holz-Lok bei Neustadt, knappe drei Kilometer bis zu Flehmüllers Eiche. Den Standort für den Aussichtsturm hatte man sich beim Landschaftspflegeverband schon einige Zeit ausgeguckt, die Vorbereitung für den krönenden Abschluss des Hotspot-Projektes laufen bereits seit 2017. Seitdem hat man einige bürokratische Hürden überwinden müssen und Ende vergangenen Jahres stellte sich selbst das Wetter gegen die Pläne des Verbands, denn der Spatenstich hätte eigentlich schon im Dezember erfolgen sollen.
Das Design des Turms ist eigenwillig, fällt aber mit Sicherheit auf (Foto: agl)
Sei’s drum, was lange währt wird bekanntermaßen gut und außerdem ist es nicht so, dass der Turm das einzige Vorhaben im Hotspot Südharz wäre. In knapp zwölf Jahren hat man in der Region einiges auf die Beine gestellt, neue Wanderwege wurden ausgewiesen, hölzerne Kunstwerke in die Landschaft gestellt und Anlauf- und Unterschlupf- und Rastpunkte für Wanderer geschaffen. Als solcher ist auch der Turm an der Kreuzung von Urwaldpfad, Dampflok-Stieg und Karstwanderweg gedacht. Fledermaus- und Brutkästen, Insektenhotels, Streuobst- und Blühwiese sollen das Areal zu idealen Ort für praktische Naturbildung machen und nicht nur Wanderer sondern auch Familien und Schulklassen locken, erklärt am Vormittag Egon Primas, Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes.
v.l.: Bürgermeisterin Alexandra Rieger, der Verbandsvorsitzende Egon Primas und der Beigeordnete Dirk Schimm versenkte eine Zeitkapsel am Standort (Foto: agl)
Für die gute Zusammenarbeit und das langjährige Engagement bedankten sich auch Stadt und Landkreis in Person von Bürgermeisterin Rieger und dem zweiten Beigeordneten Dirk Schimm. Die Landschaft sei schon ohne Turm sehenswert sagt Rieger, nun könne man Tourismus mit Lerneffekt verbinden und Schimm lobte die thematische Vielfalt von Gips bis Orchidee. Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 200.000 Euro, die aus Bundesmitteln gestemmt werden und für Naturschutz und Tourismus bestimmt sind. Das Hotspotprojekt geht mit dem Bau des Turmes zu Ende, die Arbeit für den Verband geht derweil aber Abseits des touristischen weiter, schließlich muss das, was man zeigen will, auch gepflegt werden. Angelo Glashagel
Wenn der Tourismus dadurch angekurbelt werden würde
warum nicht, LeserX. Alberner Antikapitalismus... Einholen ohne zu Überholen funktioniert leider oder eben zum Glück nicht im echten Leben. Und solche Türmchen sprießen in allen Regionen aus dem Boden.
Aber auch ohne Autobahn und Schnellimbiss wird dieser Turm Menschen dazu bringen, vor allem auch Einheimische, ein paar Schritt zu gehen und auch mal die nährere Umgebung kennenzulernen. Die Rüdigsdorfer Schweiz bietet nämlich wirklich schöne Ausblicke zum Kohnstein oder wie hier im Bild zum Mühlberg.
Ich freue mich auf diesen Turm.
dieses "nirgendwo" nennt man Natur und es gibt tatsächlich Leute, die freiwillig das Auto stehen lassen sich zu Fuß dahin begeben. Das nennt man Spazierengehen und betreibt man das etwas intensiver nennt man es Wandern. Bei Wanderern sind übrigens Dingsbumse sehr beliebt. Da gibt es ja reichlich davon Poppenbergdingsbus oder das Carlshausdingsbums. Schönen Abend noch!
Der Turm ist eine Schande für die Landschaft. Pflegt die Wanderwege und deren Beschilderung! Hat mal jemand versucht, von NDH nach Rodishain zu wandern oder mit dem Rad zu fahren? Dafür wäre Geld sinnvoll verwendet, anstatt die Natur mit Türmen in Rothesütte und Rüdigsdorf zu schänden.
ganz stark nach der TV-Satiresendung "extra 3". Die haben ja auch von anderen Orten solche merkwürdigen Schoten präsentiert. Auf jeden Fall hätte Nordhausen dann eine sinnlose Attraktion mehr...
Nebenbei: Wie kommt eine Stadt ins "Schwarzbuch der Steuerzahler"?
Klar. Sie werden aus allen Himmelsrichtungen uns auch aus Übersee kommen, um diese einzigartige Attraktion zu besuchen. Jeder will das Gerüst besteigen. Der Tourismus wird blühen und gedeihen.
...den Harz von diesem Standort betrachten möchte, bedarf es nicht so einen Turm. Da wird wieder Geld herausgeschissen was wo anders besser angelegt wäre.
aus Übersee wird keiner wegen des Turmes kommen. Es wird aber Wanderer und Radfahrer anlocken. Es ist ja auch relativ einfaches Gelände.
Und wer jetzt 5 oder von mir aus 10 Kilometer gelaufen ist verspeist vielleicht eine Bratwurst im Stadtpark oder geht in Harzrigi zum Essen.
So funktioniert Marktwirtschaft. Viele solcher kleinen Sehenswürdigkeiten bewegen Einheimische wie Auswärtige ihr Geld hier zu lassen und eben nicht in anderen Regionen, wo es ebenfalls schön ist und man touristisch auch nicht schläft.
Aber hier wird nur gemeckert. Auf die Kapitalisten oer auf die Landesregierungen seit Dekaden. Und wenn aber aber jemand selbst aktiv wird und man versucht das Glück in die eigene Hand zu nehmen ist es auch verkehrt.
Meine Güte, wir leben eben nur am Harzrand und nicht im thüringer Wald. Wir haben keinen Brocken und keinen Inselsberg. Und die Nordhäuser Sehenwürdigkeiten sind sehr überschaubar. Wir müssen mit dem Leben was wir haben uns uns so teuer wie es geht verkaufen.
...schon wieder den 01.April???
Oder anders gesagt 'wanderer,bewege deinen Arsch in die landschaft's höh', deine Augen mit schönen Ausblick dann erfreu' "
Prost Mahlzeit!
Turm ist gute Idee - Tourismus und Natur gemeinsam
Er ist ein Anziehungspunkt für die schöne Gipskarstlandchaft, die man auch touristisch weiter entwickeln sollte.
Und ja, warum sollte es dort keine saisonale und naturgerechte mobile Gastronomie (Grill o.ä.) geben? Nordhausen humpelt auch beim Tourismus inzwischen hinterher. Es gibt deutschlandweit genug sehr gute Beispiele wie Natur und Tourismus zusammen funktionieren.
vom Uhu und dem restlichen Getier.
Wer braucht diesen Aussichts- Unsinn? Tourismus und Natur im Einklang ist eine schöne Wunschvorstellung. Man möge sich nur den zugemüllten Harz ansehen.
Man kann es einfach nicht lassen und muss auch noch in den letzten Naturecken alles niedermachen.
der Steuerzahler. Vermutlich gleich zweimal mit den tollen Türmen in Rüdigsdorf und Rothesütte. RTL mit Mario Barth deckt auf wäre bestimmt auch dran interessiert.
Auf jeden Fall besser als Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen. Der Uhu und das restliche Getier ist eher gefährdet durch solche Anlagen als wie ein kleines Türmchen und zum Bäume Pflanzen sind genug freie Flächen im Harz und Umgebung da die selbst nicht einmal bepflanzt werden.
vielleicht eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel oder der neuen Touringen Stempel ( Fehmüllers Eiche hat, glaube ich, schon eine Stelle) und dann werden schon einige Wanderer kommen. Und wer die Natur lieber im ZDF Fernsehgarten genießt, bitte sehr, keiner muß da hin gehen.
man könnte annehmen die Schildbürger sind wieder am Werkeln,ob ich nun auf der Erde stehe oder in zehn Meter Höhe,die Aussicht bleibt fast die Gleiche.Unbestritten ist natürlich dort eine wunderschöne Naturlandschaft,aber der Rest....naja. Rüdigsdorf wird immer ein Dorf wie am Ende der Welt bleiben und ob jetzt der Tourismus dort viel verändern wird, bleibt abzuwarten.
Ja, noch eine Stempelstelle hin, gute Idee. Könnte ein kleines und feines Ausflugsziel zur Naherholung werde und sicher auch für Touristen.
Jetzt noch die Wege ein wenig in Stand setzen, dass auch Radfahrer hinkommen und ein Betreiber für kleinen Imbiss oder Grill (Heimatverein o.ä.) Dann ist die Sache rund. Gut fur die Region.