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So, 07:48 Uhr
23.04.2023
Explodierende Preise verzögern Fertigstellung des Umbaus

Baufortschritt im Albert-Kuntz-Sportpark gefährdet

Der Umbau des Albert-Kuntz-Sportparks (AKS) in Nordhause ist ein Großprojekt mit rund sieben Millionen Euro Kosten aus Landesförder- und Eigenmitteln. Nun stellt sich angesichts von inflationären Preissteigerungen durch Corona-Krise und Ukraine-Krieg die Frage, ob diese Summe ausreichen wird. Wir haben uns beim Bauträger, dem Landratsamt, erkundigt …

Inflation gefährdet Umbauprojekt des Stadions (Foto: nnz-Archiv ) Inflation gefährdet Umbauprojekt des Stadions (Foto: nnz-Archiv )

In den letzten Wochen verstärkten sich die Gerüchte rund um den AKS, es würde auf der Baustelle nicht vorangehen oder die Arbeiten seien eingestellt, weil das Geld ausgegangen respektive schon verbaut sei.

Falsch, sagt das Landratsamt. Landrat Matthias Jendricke hatte aufgrund der Bauproblemlagen und unabsehbaren Preisentwicklungen im vergangenen Jahr zunächst alle Ausschreibungen in Bauvorhaben des Landkreises auf Eis gelegt, um unabsehbaren Kostensteigerungen vorbeugend entgegen zu wirken. Inzwischen besteht dieser Ausschreibungsstopp zwar nicht mehr, die Maßnahme hat allerdings zu Verzögerungen in den Bauvorhaben des Landkreises geführt, wovon auch die Baustelle im AKS betroffen ist.

Im laufenden Bauvorhaben dort hat die Service Gesellschaft aktuell das zur Verfügung stehende Investitionsvolumen von rund 7 Millionen Euro für den Neubau der Haupttribüne noch nicht verbaut. Derzeit, so teilte uns die Pressestelle des Landratsamtes mit, werden die nächsten Ausschreibungen zur technischen Gebäudeausstattung sowie für einen neuen Trafo zur Verbesserung der Stromversorgung des Gebäude sowie des AKS-Geländes vorbereitet. Zudem stünden in diesem Jahr die Planungen für den Kunstrasenplatz sowie im kommenden Jahr dessen Realisierung an. 

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Soweit die guten Nachrichten zum Baufortschritt. Denn inwieweit die noch zur Verfügung stehenden Mittel dann für die anstehenden Maßnahmen im Zuge des Neubaus des Funktionsgebäudes ausreichen, werden erst die kommenden Ausschreibungen zeigen.

Die inflationär gestiegenen Preise im Bausegment wirken sich hier drastisch aus. In den Ausschreibungsverfahren erzielte Angebote liegen oft höher als die in der Fachplanung anvisierten Kosten. Und ob diese am Ende nicht auch noch überzogen werden, weil der billigste Anbieter nur deshalb billig ist, weil er in der Ausschreibung schummelte, steht auf einem anderen Blatt. Aus diesem Grund lässt sich „aktuell noch nicht abschließend beurteilen, ob alle geplanten Baufortschritte mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln realisiert werden können“, heißt es aus der Pressestelle des Landrats.

In der Umsetzung des Gesamtprojekts liege die Priorität deshalb einerseits auf der Verwirklichung guter Trainingsbedingungen und Spielmöglichkeiten, andererseits in der Bereitstellung von Sitzmöglichkeiten auf der Haupttribüne.

Beim Ausbau der einzelnen Funktionsräume im Gebäude will die Bauherrin Service GmbH separate Baulos-Einheiten bilden, die einzeln am Markt platziert werden sollen, um auch auf Baufirmen aus der Region zurückgreifen zu können. Dieser Ausbau könnte sich aber nun möglicherweise über einen längeren Zeitraum hinziehen, als ursprünglich vorgesehen war. Mit der Aufsplitterung der Aufträge soll letztlich erreicht werden, dass trotz der marktüblichen Preissteigerungen die Kosten begrenzt und das Gesamtprojekt umgesetzt werden können.

Wann das Umbauprojekt dann abgeschlossen und ob alle einst geplanten und verkündeten Bauschritte verwirklicht werden können, ist derzeit so genau vorherzusagen wie der Strompreis des nächsten Jahres. Der aufwändig projektierte Gästeblock mit eigener Versorgungs- und Sanitäranlagen dürfte aufgrund der eher wenigen zu erwartenden Auswärtsfans in den nächsten Spielzeiten der ersten Männermannschaft ruhig noch einmal überdacht werden. Überdacht in diesem Falle von überdenken hergeleitet, nicht von Überdachung.
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Bleistift und Papier
23.04.2023, 09:13 Uhr
Vernünftige Entscheidung zum AKS
Lieber auf Sicht fahren als dass die Kostensteigerungen das gesamte Projekt gefährden.
Flitzpiepe
23.04.2023, 18:50 Uhr
Je länger
gewartet wird, desto teurer wird es. Auf sinkende Baupreise zu hoffen, ist wohl eher sinnlos.
Die Servicegesellschaft ist einfach mit den ganzen Baumaßnahmen überfordert.
Das Schlimmste was passieren kann, das der AKS ein unnutzbare Bauruine bleibt.
Alex Gösel
23.04.2023, 21:49 Uhr
Nein flitzpiepe
Das schlimmste ist, jetzt noch mehr Geld dort zu investieren. Lieber abwarten und den AKS verfallen lassen, Wacker liefert ja auch keine vernünftigen Ergebnisse mehr, danach Wacker endgültig abwickeln! Also, was wollt ihr???
Herr Schröder
24.04.2023, 11:33 Uhr
Das Problem beim AKS
Ist zu einem großen Teil auch an der Person Gunnar Reuther. Der Geschäftsführer der Service GmbH hat von Fußball überhaupt keine Ahnung und lässt die Verantwortlichen bei Wacker mit seinen Ideen offt fassungslos zurück.
Ein Beispiel: Wackers Farben sind blau / weiß, Herr Reuther möchte auf die neue Tribüne gern grüne Sitze bauen, ...
Oder die Sanierung des Nebengebäudes sollte während der laufenden Sasion starten ohne dass Ersatz für die wegfallenden Umkleidekabinen geschaffen wurde, usw.
Kobold2
24.04.2023, 14:09 Uhr
Das Problem
Ist wohl auch, das mancher nicht akzeptiert, das der AKS nicht Wackers Eigentum ist.
Gehard Gösebrecht
24.04.2023, 14:12 Uhr
Schön Krupianer
Du solltest hier nicht so großspurig kommentieren!
Du redest doch nur drumherum, weil Du keine Ahnung hast.
Also besser doch in Mühlhausen und an der Darre vorher um Rat fragen.
Alex Gösel
24.04.2023, 16:36 Uhr
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