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So, 10:05 Uhr
30.04.2023
Veganer Käse

Nicht so wertvoll wie das Original

Mit dem Trend hin zu einer pflanzlichen Ernährung hat veganer Käseersatz inzwischen einen festen Platz im Handel. Die Vielfalt ist so groß wie noch nie. Die Verbraucherzentrale hat insgesamt 17 Produkte im Rahmen einer Stichprobe genauer unter die Lupe genommen...

Das Fazit: Ernährungsphysiologisch sind die pflanzlichen Alternativen nicht so wertvoll wie Käse. Geschmacklich und beim Preis gibt es große Unterschiede. In Sachen Klimabilanz sind die Produkte ein Gewinn für den Speiseplan.

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Zutaten oftmals wenig überzeugend
Statt aus Milch bestehen vegane Käse-Ersatzprodukte vor allem aus Wasser, Kokosöl oder -fett sowie Stärke. Einige Käse-Alternativen enthalten zudem Nüsse, Hülsenfrüchte, Gemüse oder Reis. „Beim Einkauf sollte man genau hinschauen. Manche Hersteller jonglieren besonders raffiniert mit den Zahlen, um den eher geringen Anteil wertvoller Zutaten zu kaschieren“, erklärt Frederike Rauer von der Verbraucherzentrale Hamburg. Bei den Herzhaft Nussigen Genießerscheiben von Simply V sind es am Ende nur ein Gramm Walnüsse in 100 Gramm Käseersatz.

Viele pflanzliche Alternativen sind aromatisiert. Die Anzahl der Zusatzstoffe ist mit durchschnittlich zwei überraschend gering. Zwei Produkte der Stichprobe kommen erfreulicherweise ganz ohne Zusatzstoffe aus und zwar Dr. Mannah’s Italienische Kräuter und Rücker Vega Lecker Mozzalina.

Wenig Protein, kaum Calcium und reichlich Salz
Die Ersatzprodukte enthalten kaum Calcium und in der Regel nur sehr wenig Protein. Dabei werden Eiweiße in Form von Kartoffel-, Sonnenblumen-, Reis-, Kichererbsen- oder Mandelprotein zugesetzt. Im Durchschnitt beträgt der Protein-Gehalt der pflanzlichen Alternativen trotzdem nur zwei Prozent, bei normalem Käse sind es etwa 18 Prozent. Mehr Protein steckt nur in den beiden Produkten Hirtenglück von Licorne (8,3 Gramm pro 100 Gramm) und Italienische Kräuter von Dr. Mannah’s (14,1 Gramm pro 100 Gramm).

Fast durchweg hoch ist hingegen der Salz-Gehalt. In manchen Fällen schneiden die Ersatzprodukte sogar schlechter ab als herkömmlicher Käse, der an sich schon sehr salzhaltig ist. Besonders negativ fällt diesbezüglich das Produkt GranVegano gerieben von Bedda auf.

Große Unterschiede im Geschmack
Geschmacklich lassen sich zum Teil recht große Unterschiede zu ursprünglichem Käse feststellen, je nach Sorte und Hersteller. Manche Ersatzprodukte schmecken eher säuerlich oder künstlich, andere sind kaum vom Original zu unterscheiden. Auch die Konsistenz ist mitunter deutlich anders. „Es lohnt sich, regelmäßig neue Produkte auszuprobieren!“, rät Ernährungsexpertin Rauer.

Preise vergleichbar mit Marken-Käse
Die pflanzlichen Alternativen der Stichprobe sind stets teurer als der günstigste normale No-Name-Käse der jeweiligen Kategorie. Allerdings bleiben sie preislich häufig unter Marken-Käse. Für 100 Gramm des preiswertesten Produkts in der Stichprobe (Food for Future Reibe-Genuss) werden 1,13 Euro fällig, für 100 Gramm des teuersten mit überwiegend Cashewkernen in Bio-Qualität (Dr. Mannah’s Italienische Kräuter) sind es 4,99 Euro. „Ein Grund für die großen Preisunterschiede dürften höhere Kosten für die Rohstoffe einiger Käse-Alternativen sein“, sagt Rauer. Unverständlich aus Verbrauchersicht ist jedoch, dass zum Beispiel für die Zart Würzigen Natur Scheiben von Noa (2,15 Euro pro 100 Gramm) so viel zu zahlen ist, obwohl diese fast nur aus Wasser, Kokosöl und Stärke bestehen.

Produkte mit guter Klimabilanz
Neben ethischen Aspekten spielt der Klimaschutz zunehmend eine wichtige Rolle, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher zu veganen Alternativen greifen. Die normale Käseherstellung ist ressourcenintensiv; der Methanausstoß der Kühe sowie Futtermittel, Wasser- und Energieverbrauch sorgen für eine schlechte Klimabilanz. „Vegane Produkte schneiden diesbezüglich besser ab. Selbst der Transport von Rohstoffen wie Kokosöl oder Nüssen aus fernen Anbauländern wirkt sich nicht in gleichem Maße negativ aufs Klima aus“, sagt Rauer.

Die ausführlichen Ergebnisse des Marktchecks mit einer detaillierten Produktliste sind veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter: www.vzhh.de/veganer-kaese
Autor: red

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Kommentare
Echter-Nordhaeuser
30.04.2023, 17:17 Uhr
Produkte mit guter Klimabilanz
Jawohl schaft doch alles ab was Methangas ausstößt, hier ist nur noch Kopfschütteln angesagt.
So alt wie jetzt die alten Mitbürger werden wir überhaupt nicht mehr bei dem ganzen Mist was wir Essen sollten.
Wer den Film kennt "Brust oder Keule" mit Louis de Funès wo die Lebensmittel Firma künstlichen Essen herstellt,da werden wir bald hinkommen.
henry12
30.04.2023, 19:47 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Verstoß gegen AGB
Kobold2
30.04.2023, 19:54 Uhr
och, da sind wir schon lange....
einfach mal so die Zutatenlisten durchforsten und sich über die Tricks der Großindustrie informieren. Wir sind auch immer erstaunt, das seit Jahren gefühlt jeden Monat über irgendein Lebensmittelskandal berichtet wird, aber der Großteil der Endkunden ausschließlich über den Preis einkauft,
Die Alchemisten in den Laboren der Großindustrie, täuschen über vieles hinweg.
grobschmied56
01.05.2023, 00:12 Uhr
Da ist er wieder! Der Klimaretter - Käse! ...
... Manche Dummschwätzer werden nie müde, ihren Blödsinn immer aufs Neue auszuwalzen. Alleine schon die Zumutung, rein pflanzliche Produkte unter nahezu täuscherischen Bezeichnungen wie Milch oder Käse zu verhökern, führt bei jedem Menschen, der den klassischen Landwirt mag zu einem 'dicken Hals'.
Milch ist, was aus tierischen Milchzitzen oder Eutern rauskommt. Käse ist, was aus dieser Milch gemacht wird. Punkt. Fertig. Was in irgendwelchen Chemiefabriken als Ersatzprodukt zurechtgequirlt wird, ist weder Milch noch Käse, sondern eben nur Ersatz!
Das Argument 'Klima' ist heutzutage das universelle Totschlag - Werkzeug für alles und jeden Murks. Wer früher Fritten-Altöl oder Sägespäne unter Lebensmittel mixte, wurde mit Knast oder Galgen bedroht. Im 21. Jahrhundert muß er nur behaupten, seine Schummelei diene dem 'Klimaschutz' - zack... schon bekommt er einen Preis, Freispruch und Unterstützung einer NGO!
Dazu dann immer noch die volksverdummenden Argumente der 'Klima' - Retter.
Angeblich 'verbrauchen' Kühe ganz doll viel Wasser! Ne, echt jetzt?
Das wird von den 'Fachleuten' so gerechnet:
Fällt auf eine grüne Wiese von 1 ha Fläche ein netter Regenguß von 1 Liter pro m² - dann ist das halt ein Millimeter Niederschlag oder 10 000 Liter pro Hektar.
Steht auf der Wiese eine Kuh und grast, dann ist das 'Wasserverbrauch' von 10 000 Liter! So kann man die Viehhaltung schlechtrechnen!
Noch andere Klimaretter und Fachleute rechnen uns vor, wieviel wertvolles Ackerland dem Pflanzenbau entzogen wird durch Nutztierhaltung. Angeblich könnten viel mehr Menschen satt werden, wenn nicht so viel Land für Viehzucht, sondern für Getreideanbau genutzt würden! Auch das hält kaum einer Prüfung stand. Die FAO (Nahrungs-und Agrarorganisation der Vereinten Nationen) schätzt ein, daß über 60 Prozent des von Menschen genutzten Landes für Pflanzenbau wenig oder ungeeignet ist. Was bleibt, ist die Nutzung (oft extensiv) als Weidefläche.
Auf diese Weise wird nutzbar, was für den Anbau von Getreide und Kartoffeln nicht taugt. Auch dies wird von Erziehern und Klimarettern gern ignoriert.
Wie auch die geringe Qualität und der überhöhte Preis so mancher 'Ersatzprodukte'.

Anmerkung techn. Support:
Das mit der Wasserverbrauch wird meines Wissens nach so nicht berechnet. Primär wird hiebei das Wasser berücksichtigt, dass für die Erzeugung des Tierfutters benötigt wird. Die wenigsten Tiere leben auf einer Wiese.
Der Anbau von Tiernahrung wie Getreide und Soja nimmt mehr als 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen der Welt in Anspruch – und somit einen Großteil des Wassers
... Manche Dummschwätzer werden nie müde, ihren Blödsinn immer aufs Neue auszuwalzen.
Psychoanalytiker
01.05.2023, 08:46 Uhr
Ach grobschmied56 ...
... Sie kennen doch noch unsere alte Bezirkszeitung "Das Volk". Da stand vor über 50 Jahren in der kleinen Rubrik "Und außerdem" mal, dass bei einer Umfrage in US-amerikanischen Städten fast 100 Prozent der Kinder glaubten, dass Milch wie Coca-Cola hergestellt wird.

Jetzt stellen Großkonzerne "Milch" tatsächlich wie Coca-Cola her, und das Zeug trinken auch noch welche ...
NDH-Kanne
01.05.2023, 08:49 Uhr
VEGANER KÄSE , nein Danke :-(
Ich bin Fleisch und Käse esser,aber nur in Original !!!
---
Alles andere kommt mir nicht auf dem Tisch. (Zutatenliste mehr durchlesen,pfui Teufel)
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Fahre auch kein Stromer sondern Verbrenner in Original :-)
-
Schönen Montag noch ihr NDH-ler und co.
HisMastersVoise
01.05.2023, 15:17 Uhr
So ein Käse !
Vegan ist des Geschäft der Neuzeit. Viel Marketing mit vielen Feigenblättern und wenig Substanz. Wieso werden die gerodeten Wälder in Südamerika und Asien für Sojabohnen und Avocado und Palmöl nicht in die Bilanz eingerechnet. Wieso wird denn ständig ein Produkt beworben, das mehr Zutaten und Zutätchen industrieller Herkunft hat als manches Medikament. Der Verbraucher entscheidet letztendlich, was er sich zu Munde führt. Es kann genannt werden, wie es will. Nur Käse ist Käse. Nur Fleisch ist Fleisch. Und Tofu ist keines davon. Tofu ist das Geschäft des Jahrhunderts. Wenn also jemand auf gesunde Ernährung mit sauberem Inhalt wert legt, warum isst er dann ein Industrieprodukt mit ernährungsrelevanten Deckmantel. Tofu hat keine Zutatenliste sondern einem Beipackzettel. Esse es, wer will !
bleibtmalfeinineurer
01.05.2023, 18:54 Uhr
Mag diese Tier-Ersatzprodukte...
...auch nicht. Ein leckerer Salat oder schönes Gemüse ist schon was feines. Auch denke ich, dass die Dosis das Gift macht. Nur Fleisch, Fett und Käse ist sicher nicht gesund, reine vegane Ernährung garantiert auch nicht. Aber egal, soll jeder machen wie er/sie/oder beides oder auch ganz anders es mag. Es gibt Leute die haben Angst vor Knöpfen, also kann es auch welche geben, die Angst vor Käse oder anderen tierischen Produkten haben.

Mir doch Wurscht, wer was isst und was jemand mag. Ich kann ja andere Vorlieben haben.
OkBoomer
03.05.2023, 06:57 Uhr
Echt gruselig…
Was hier einige Kommentatoren von sich geben. „Nur das Original“, „alles Chemie“… ich weiß ja nicht, ob sich überhaupt mal jemand mit der Herstellung von Fleisch und Käse beschäftigt hat… mir scheint nicht so. Dennoch hat jeder die große Klappe wenn es um vegane Ersatzprodukte geht.
Vegan leben kann man gesund und ungesund. Niemand zwingt irgendwen ein Ersatzprodukt zu essen, aber es macht den Umstieg leichter, ist fürs Klima besser und sogar fürs Tierwohl. Ja genau, für das TIERwohl. Ich ernähre mich lieber auf Kokosfett Basis, als auf Muttermilch (ja das ist sie und nein ihr seid keine Kälber) Basis. Milch aus entzündeten Euter. Mmm lecker müsste so mancher Kommentator vor mir schreiben. Fleisch aus Qualhaltung von misshandelten und kranken Tieren. Ja, sowas will wirklich jeder Mensch essen.
Die Redaktion hat den Klimaauszig ja schon sehr gut erklärt, so dass ich darauf nicht nochmal eingehen muss.
Gewiss schreit gleich jeder „also ich esse nur Fleisch vom Metzger meines Vertrauen aus bio Haltung.“ … joa… 98Prozent des Fleisches in Deutschland wird konventionell hergestellt ;) Gemüse ist vegan… was für ne Chemiebombe! Ach ja… den Tieren werden Nahrungsergänzungsmittel untergemischt :D da sag nochmal jemand „Die Veganer, die müssen alles supplementieren.“ haha ja aber ihr macht das ja auch, nur halt über Umwege.

Ach ja, wenn ihr meinen Kommentar gelesen habt, dann braucht ihr auch keine Milch mehr. Milch ist was für Babys.
OkBoomer
03.05.2023, 07:01 Uhr
Ach ja! Tofu...
Inhaltsstoffe: Sojabohnen und Wasser ... ich kenne keine Medikamente, die aus Soja und Wasser bestehen, aber ich kenne Fleisch und Milch, die durch den Menschen mit Medikamenten verseucht sind ;)

In dem Sinne... greift doch mal nach Hafermilch... die von Alpro... "This is not Milk" z.B. und keine Angst, die schmeckt sogar ;)
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