1. Mai in Nordhausen
Solidarität im kleinen Kreis
Es ist Arbeiterkampftag und Parteien wie Gewerkschaften luden in guter Tradition auch heute wieder auf dem Rathausplatz zur Kundgebung. Auf dem Zettel standen drängende Themen der Zeit allein die Reichweite der Botschaft dürfte angesichts des eher spärlichen Publikums nicht überragend sein...
Mai-Kundgebung auf dem Nordhäuser Rathausplatz (Foto: agl)
Ungebrochen Solidarisch heißt das Motto in diesem Jahr, im Angesicht steigender Energie- und Lebensmittelpreise, stagnierender Löhne und Rekord-Gewinnen auf der Arbeitgeberseite bedeutet das dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Entwicklung nicht einfach hinzunehmen, führte Liv Dizinger vom DGB vor dem Nordhäuser Rathaus aus. Ein paar Erfolge habe man erzielen können - Energiepreisbremse im Bund und Härtefallfonds in Thüringen hätte es ohne das Eingreifen der Gewerkschaften nicht gegeben.
Kurzfristige Entlastung könne aber nicht gegen dauerhafte hohe Preise wirken, mahnte die Gewerkschafterin. Wir sollen für die Krise zahlen während sie enorme Profite einfahren. Wir sollen die Inflation schultern, während sie an höheren Preisen verdienen. Wir sollen weniger in den Taschen haben, während Sie Rekord-Dividenden ausschütten! Das werden wir nicht hinnehmen! Wir werden nicht zusehen, wie unsere Löhne dahinschmelzen!
Im öffentlichen Dienst, bei der Post sowie in der Metall-, Elektro-, und Chemiebranche habe man gute Tarifabschlüsse erzielen können. Nachholbedarf habe man in Thüringen weiterhin, nur jeder fünfte Betrieb sei Tarifgebunden, nicht einmal jeder zehnte Mitbestimmt. Das Delta sei deutlich, Beschäftige in Tarifgebundenen Betrieben verdienten im Schnitt 23 Prozent mehr. Der Rückgang der Tarifbindung müsse gestoppt werden, forderte Dizinger. Dazu gehöre auch, dass in Thüringen die gesetzlichen Rahmenbedinungen endlich auch durchgesetzt würden.
Liv Dizinger sprach für den Deutschen Gewerkschaftsbund (Foto: agl)
In Sachen Digitalisierung und Klimawandel brauche es klare Vorgaben und gezielte Politik, um den Strukturwandel sozial gerecht zu gestalten. Ob das zur Zeit klappt, da hat auch Landrat Matthias Jendricke so seine Zweifel, der mit der Berliner Wirtschaftspolitik des Ministers Habeck ins Gericht ging. Es sei gut und richtig gewesen in die Energiepreise einzugreifen und auch durch das ab heute gültige 49-, Euro Ticket werde vieles einfacher. Es gehe aber nicht an, in jeden Haushalt eingreifen zu wollen. Politik müsse sich aus der Realität, nicht aus "Besessenheit" speisen. Die Habeck’schen Pläne lösten in der Bevölkerung berechtigte Ängste aus, vor allem mit Blick auf die Kosten und generelle Machbarkeit. Die Arbeitnehmer sorgte zudem die Industriepolitik, die Deutschland immer stark gemacht und innovativ gehalten habe. Die Politik müsse diese Zweifel ernst nehmen, regieren bedeute dafür zu sorgen, dass der Weg besser wird.
Das Lohnplus um das die Gewerkschaften sei wichtig, das Programm Billiglohnland habe ohnehin nie wirklich funktioniert, so Jendricke weiter. Und der Zuzug aus der Ukraine sei zwar eine Herausforderung aber an sich nichts was man nicht stemmen könnte. Die Finanzierung müsse aber über das Land erfolgen.
Die MLPD wollte man zum Arbeiterkampftag nicht mit auf dem Platz haben (Foto: agl)
Solidarität mit der vom Krieg gebeutelten Ukraine beschwört auch die Gewerkschafterin. Verbrüderung mit ein paar Fahnen schwenkenden Neo-Stalinisten ging den Veranstaltern dann aber doch zu weit, die MLPD wurde zu Beginn der Kundgebung von der Polizei des Platzes verwiesen.
Angelo Glashagel
Autor: red
Kommentare
Gehard Gösebrecht
01.05.2023, 11:38 Uhr
Alles Selbstdarsteller im kleinen Kreis
Mehr kommt dort nicht.
Die Gewerkschaften haben schon lange den Namen nicht mehr verdient.
Undine
01.05.2023, 13:18 Uhr
Die Roten haben nach Jahrzehnten Regierungsverantwortung die heutigen untragbaren Zustände
selbst zu verantworten. Dann gründen sie einen Sozialverband nach dem nächsten, besetzen tausende Stellen mit linientreuen Genossen, pampern sich selbst mit Millionen von Steuergeldern und stellen sich jetzt auf den Marktplatz und machen einen auf Widerstand. Man kann es nicht fassen.
Alex Gösel
01.05.2023, 13:22 Uhr
Platzverbot!
Auch ich gehöre zu den von der NNZ geadelten, sogenannten "Neo-Stalinisten". Allerdings bin Ich in keiner Partei organisiert, sondern bin aktiver und zahlender Gewerkschafter, allerdings möchte Ich auch nicht verschweigen, dass dort Mitglieder der MLPD darunter waren, auch diese sind unter anderem in diversen DGB-Gewerkschaften und der antifaschistischen Bundesweiten Montagsdemo und anderen Organisationen organisiert.
Alle ausgeschlossenen wurden wegen Gewerkschaftsfahnen(!) der IG Metall, IG BCE und der IG BAU, eine Fahne der antifaschistischen Bundesweiten Montagsdemo, eine Fahne der Neuen Friedensbewegung und diversen, antifaschistischen Transparenten ausgeschlossen. Man beachte: Der DGB lud unter dem Motto "Ungebrochen Solidarisch". Mit wem sind die Gewerkschaften denn nun solidarisch???
Mit dem Ausschluss verhalten sich die DGB-Gewerkschaften wiederholt Gewerkschaftsfeindlich. Oder um es kurz zu sagen: "Euer Mitgliedsbeitrag ja, euer Meinung nein! Wir kämpfen nicht mit und für euch!"
Mit einem gewissen Erstaunen muss ich dem Gerhard heute mal Recht geben: "Die Gewerkschaften haben schon lange den Namen nicht mehr verdient."
Ebenso verstand eine Frau Grünwald, LINKE, den Ausschluss von uns nicht. Sie ist Gesprächen mit uns sehr offen. Ich hoffe daher auf einen regen Kontakt!
Es lebe der 1. Mai, Tag der internationalen Arbeiterbewegung!
Checker
01.05.2023, 13:24 Uhr
Solidarität…
Wir werden doch die Woche über schon reichlich verars…, da werden wir nicht noch unseren freien Montag opfern.
P. Kortschagin
01.05.2023, 15:20 Uhr
Der Schuß kam von hinten,
Herr Glashagel, am Ende sehr einseitig, ihr Artikel, objektiver Journalismus geht anders. Glücklicherweise gibt es ja Beweisfotos. Die Kollegin Wegener, die als Anmelder der Kundgebung fungierte schloss nicht nur die MLPD aus, was ihr übrigens nicht vollständig gelang. Sondern gleich dazu eine Reihe unbequemer Gewerkschafter: aus den Gewerkschaften IGBCE, IG Bau, IG Metall. Ihr Beißreflex galt vor allem der Tatsache, dass es klassenbewusste Gewerkschafter wagten, auf "ihrer Veranstaltung" selbst bestimmt und eigeninitiativ Forderungen der kämpferischen Arbeiterbewegung auf mitgebrachten Schildern zu zeigen. Und, um der Absurdität die Krone aufzusetzen sogar das Zeigen von Gewerkschaftsfahnen verbot!? Dass sich die Kollegen dann natürlich mit den Genossen der MLPD augenblicklich solidarisieren, ist doch weiter nichts als selbstverständlich und zeigt den Klassenzusammenhalt. Alles andere wäre Opportunismus gewesen. Viele Gewerkschafter, die das mitbekamen haben das, den vom Platzverweis betroffenen, auch gesagt, nur fehlte ihnen leider der Mut dagegen bei den DGB- Verantwortlichen zu protestieren.
Zu Erinnern ist hier, dass der Sozialismus als Perspektive schon immer Teil der Forderungen der Arbeiter waren. Denn es war die erste Internationale, die auf betreiben von Karl Marx und Friedrich Engels diesen 1. Mai zum internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse erklärte. Und zum wiederholten male stellt sich an die DGB- Gewerkschaften die Frage: "Wich side are you on? - Auf welcher Seite stehst Du?" Gut war zu sehen, dass Stück für Stück eine kritische Masse in der Gewerkschaftsbasis entsteht, die nicht mehr gewillt ist, solch undemokratisches Verhalten, ausgehend von den Gewerkschaftsführern, hin zu nehmen! Dazu muss ein Klärungsprozess vor allem gegen den Antikommunismus in Gang gesetzt werden, einschließlich ein selbstbewusstes Auftreten der Arbeiter, die sich von der Gewerkschaftsbürokratie nicht weiterhin gängeln und bevormunden lassen wollen. So wie es unter Arbeiter üblich ist: immer in einer offenen Diskussion auf Augenhöhe und gegenseitigen Respekt und nicht mit Repressalien. In diesem Sinn : Es lebe der 1. Mai!
Leser X
01.05.2023, 16:35 Uhr
Wem nützen diese Scheingefechte?
Immer die selbe Leier. Indem man eine erwiesenermaßen arbeiterfreundliche Partei auslädt, macht man sich doch nur zum nützlichen ... gewisser politischer Kreise. Das hat dann letztlich nur noch den Charme einer rituellen Folkloreveranstaltung mit roten Jacken und Reden von Statthaltern des Systems der Ausbeutung. Wer soll sich das antun?
Real Human
01.05.2023, 17:23 Uhr
Der Marxismus-Leninismus und Russland
Da war wohl der sprichwörtliche unsichtbare Elefant – nicht nur auf dem Nordhäuser Rathausplatz! Selbstverschuldetes Pech für die MLPD, dass sie des Platzes verwiesen wurde. Man googele einfach mal nach mlpd russland ukraine! Ich finde gleich ganz oben einen Artikel in der Roten Fahne: Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems. Unter 1.2. findet sich Die imperialistische Machtpolitik Russlands.
Darin heißt es gleich zu Beginn:
Im fundamentalen Gegensatz zur sozialistischen Sowjetunion mischt sich der russische Imperialismus systematisch in die inneren Angelegenheiten anderer Länder ein: 2008 marschierten russische Truppen in Georgien ein, dessen Regierung sich nach Westen orientierte. Seitdem hält Russland einen Teil des Landes besetzt. 2014 annektierte Russland nach einem militärischen Einmarsch die Krim und kann nun von dort aus das gesamte Schwarze Meer kontrollieren.(...)
Das müsste eigentlich genügen um mal nach Putin ein Antikommunist? zu googeln. Gleich die erste Fundstelle verweist auf Rote Fahne News. Darin ein Artikel vom 17.03.2022, 12:39 Uhr:
"(…) Putin steht der Befeuerung des Antikommunismus in nichts nach. Er schaffte 2005 den gesetzlichen Feiertag zum Gedenken an die Oktoberrevolution ab. Putin ist kein Kommunist und war es auch nie. Er unterdrückt Marxisten-Leninisten und die Arbeiterbewegung brutal. (...)"
Nun, liebe MLPDler:
Entscheidet Euch endlich, was für Euch das kleinere Übel ist. Putin, der brutale Unterdrücker der Arbeiterbewegung oder Selenski in dessen Ukraine die KPU seit dem 17. April 2015 zwar auch verboten ist, die aber als werdende Demokratie viel bessere Chancen für linke Parteien bietet als die so gut wie tote russische Demokratie!
Vor des russischen Bären Kern hatte schon Lenin gewarnt:
Kratze manch einen Kommunisten, und du wirst auf einen großrussischen Chauvinisten stoßen. […] Ganz besonders vorsichtig muß eine Nation wie die Großrussen sein, die in allen anderen Nationen erbitterten Haß gegen sich geweckt hat. (Lenin: Schlußwort zum Bericht über das Parteiprogramm 19. März 1919)
Schlimm, wenn man nicht danach HANDELN will, woran man GLAUBT!
BerndLuky
01.05.2023, 18:34 Uhr
Wenn...
ich das hier so lese und mir die Fotos so anschau, verstehe ich langsam wieso da jemand 1933 die Gewerkschaften verboten hat! Und ob ich dies nun gut finde oder nicht, bleibt mal in den Raum gestellt!
P. Kortschagin
01.05.2023, 20:51 Uhr
Lehrstück in Dialektik
@Real Human "Nun, liebe MLPDler:
Entscheidet Euch endlich, was für Euch das kleinere Übel ist. Putin, der brutale Unterdrücker der Arbeiterbewegung oder Selenski in dessen Ukraine die KPU seit dem 17. April 2015 zwar auch verboten ist, die aber als werdende Demokratie viel bessere Chancen für linke Parteien bietet als die so gut wie tote russische Demokratie!"
Wieso das "kleinere Übel" vorziehen, wenn man eine grundsätzliche Lösung hat? Da sie sich ja in der Literatur der MLPD gut auszukennen scheinen, empfehle ich Ihnen das Buch "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus" darin finden Sie die Antwort auf diese Frage.
Wir Arbeiter müssen uns nicht entscheiden, auf welcher Seite der Imperialistischen Blöcke, die in der Ukraine Krieg führen, wir Arbeiter uns stellen. Für uns ist die Antwort glasklar; wir stehen auf der Seite der ukrainischen und russischen Arbeiterklasse. Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter! Der Krieg wäre im Handumdrehen zu Ende, wenn die Soldaten beider Seiten den "Freund im Feinde nicht vergessen würden" - wie es im Soldatenlied von E. Mühsam heißt und die Waffe gegen die kehren, die ihnen den Kampf gelehrt haben. Das ist 1917 in Russland und 1918 in Deutschland gelungen. Und viele Errungenschaften die die unmittelbare Folge der Novemberrevolution in Deutschland waren, genießen sie heute noch: Recht auf Erholungsurlaub, 8 Stunden Arbeitstag, Betriebsräte usw.
Das sollten sie nicht außer acht lassen.
Nur, auf eine solche grundsätzliche Lösung kommt keiner, der die arbeitenden Massen verachtet. Und genau darum ging es auch bei dem Ausschluss der Gewerkschafter und der MLPD. Die Angst davor, dass sich die Kolleginnen und Kollegen selbständig orientieren, dass sie selbst im Interesse ihrer Klasse entscheiden, was sie denken und wie sie handeln sollen, hat zu diesem Beißreflex geführt. Im Grunde genommen eine Kapitulationserklärung der DGB Führung hier im Kreis. Keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept außer Antikommunismus. Das ist beschämend und eines Gewerkschafters nicht würdig.
Junge21
01.05.2023, 21:16 Uhr
Funktioniert alles
Da gibt es diesen Feiertag, und sie hauen sich wie im Sandkasten die Schippe auf den Kopp. Ich mit dir nicht und du mit mir nicht.
Die Elite macht anscheinend alles richtig. Das Volk zu spalten, damit sie weiter fungieren kann, in aller Ruhe. Solange sich die Doofen die Köppe einschlagen, hab ich meine Ruhe.
grobschmied56
01.05.2023, 21:31 Uhr
Früher schon mal geschrieben und abgewiesen ...
... Mit solidarisch hat Putin natürlich nichts am Hut. Wenn überhaupt, dann ist er gerade mal solidarisch mit Wladimir Putin...
Ansonsten ist der Mensch genau das, was das Komitet Gasudarstwonnoij Besopasnostij und der Stalinismus aus ihm gemacht haben:
Hundert Prozent lupenreine, vierundzwanzigkarätige KGB - Grütze.
Was die Solidarität im Land angeht...
Ein groß Teil der ganzen schönen Deckel, Beihilfen und sonstigen sozialen Wohltaten, deren sich jetzt einige rühmen, brauchte gar nicht sein.
Denn all die Krisen, denen wir galoppierende Inflation mit bisher kaum gekanntem Preisauftrieb, Energiekrise, Migrationskrise usw. zu verdanken haben, sind von unseren Regierigen weitgehend selbst herbeigeführt!
Ohne das >Herein, wir laden alle ein!< der Frau Merkel hätten wir keinen Massenansturm von unqualifizierten 'Schutzsuchenden', sondern gesicherte Grenzen!
Ohne die von Grünen und Frau Merkel herbeigeführte massenhafte Schließung sicherer Grundlastkraftwerke + Erdgasförderverbot in Deutschland hätten wir keine Energiekrise.
Und ohne all die tollen 'Maßnahmen' gegen die 'Pandemie' - von denen sich die meisten als sinnlos bis kontraproduktiv erwiesen haben, die uns aber mal grob übern Daumen gute 400 Milliarden € gekostet haben, hätten wir auch nicht solch eine krasse Geldentwertung.
Das schlimme Spiel besteht darin, daß die meisten Wähler und Bürger einfach nicht erkennen, wie wir systematisch von einer 'Krise' in die nächste geschubst werden und daß genau die Leute sich als große Retter aufspielen, die eigentlich Verursacher sind.
alf-gordon
02.05.2023, 09:18 Uhr
Solidarität nur mit linientreuen ..
Wiejänn..also, als ich gegen 10 Uhr am Kornmarkt vorbeibringen standen die ewig gestrigen mit sogenannten Gewerkschafter n am Vogelbrunnen zusammen.
Desweiteren ist es heuchlerisch Solidarität zu propagieren, wenn man andererseits die Reden im Bundestag verfolgt.
Also Bitte mehr Wahrheit und Aufarbeitung ( z.B. der Coronahetze ) . Das vermindert die Politikverdrossenheit im Bundland.
bleibtmalfeinineurer
02.05.2023, 10:53 Uhr
Aha...
Unsere Regierung ist also nach Meinung eines Kommentators hier verantwortlich für
- globale Erwärmung
- globale Inflation
- Flüchtlingsströme
- Lieferkettenprobleme
-...
Deutschland ist eine Weltmacht erster Ordnung - wieder was gelernt.
P. Kortschagin
02.05.2023, 12:44 Uhr
übrigens 1. Mai ...
Frau Wegener, nur zur Erinnerung: Es waren die Genossinnen und Genossen der MLPD, die in den Jahren 2020 und 2021 gemeinsam mit Gewerkschaftern in Nordhausen die Fahnen der Arbeiterbewegung hoch gehalten haben und diesen Tag nicht den rechten Rattenfängern überließen. Wo waren Sie am 1. Mai 2020/2021, wo waren die so genannten "linken Parteien" in Nordhausen zu dieser Zeit?! Schämt ihr Euch überhaupt nicht diese Kolleginnen und Kollegen auf diese Art und Weise anzugreifen?
Wer auf der Kundgebung aus antikommunistischen Motiven die Arbeiterbewegung spaltet, sollte auch nicht gleichzeitig mahnend an die Zerschlagung der Gewerkschaften vor 90 Jahren erinnern. Sehen sie den Widerspruch?
Franz Haarkamm
02.05.2023, 16:20 Uhr
Spaltung der Arbeiterbewegung @P. Kortschagin
Zunächst einmal: Ich finde es gut, daß die Veranstalter den Mut hatten, sich von einer - wegen ihrer als verfassungsfeindlich eingestuften Ziele - vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe zu distanzieren. (Ja, entgegen der Meinung vieler hier, werden auch linksextremistische Gruppen vom Verfassungsschutz beobachtet.) Das würde ich mir von einer anderen Protestbewegung auch wünschen!
Diese Partei hat wohl eine Mitgliederzahl im unteren vierstelligen Bereich. Wenn man da von Spaltung der Arbeiterbewegung spricht, muß man wohl sehr unter Selbstüberschätzung leiden.
Undine
02.05.2023, 16:22 Uhr
Stimmt, Kortschagin,
daran kann ich mich erinnern. Ein MLPD-Mann ist aus dem Auto raus pöbelnd am sehr gut besuchten Stand der "rechten Rattenfänger" vorbei gefahren. Ganz großes Kino, so geht "Klassenkampf" heute.
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