eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 10:19 Uhr
02.05.2023
nnz-Forum

Gedanken zum 1. Mai

Ein Rückblick auf den 1.Mai. Ein paar sicher unvollständige, wahre Anmerkungen? Die sollen den Blick darauf bringen, was die Frage einer Rechtfertigung angeht, verbunden mit leiser Hoffnung auf mehr Demut und Sachlichkeit, schreibt uns Tim Schäfer...

Alles findet sich zum 1.Mai. Sozusagen wird der Tag in/aus alle(n) Richtungen beritten.
Da sind die zunächst die Gewerkschaften, deren Streikaktionen. Die legen auch schon mal das halbe Land lahm. Wohlangemerkt auch wegen „unzumutbarer Arbeitsbedingungen“, die die öffentliche Hand zu vertreten haben soll, wie jüngst proklamiert. Solche Streiks sind rechtens, ein Streikrecht gibt es im Grundgesetz. Durch diesen Arbeitskampf werden wieder mehr Klienten in die Gewerkschaften eingesogen, ok. Manch solch ein Mitglied würde sich aber wundern, was die Gehaltsstrukturen in denselben angeht, das würde manch Gewerkschafter*innen Galle speien lassen.

Anzeige Refinery (lang)
Wohl überschaubarer. Aber es gibt auch die Sozialisten und Kommunisten. Genossen*innen berufen sich auf den Frieden und als von der Arbeiterklasse induzierte, objektiv legitimierte Politikvertreter, die den Sozialismus anstreben. Dabei ist es eine Frage, ob über gewerkschaftliche Interessen hinaus, die „Arbeiterklasse“ jemals ein solches Bewusstsein und eine derartige politische Partei wollte oder will. Dogmatisch kann man vieles ableiten, nun: Sozialismus ist nicht gerade das System, welches im Grundgesetz Deutschlands vorgesehen oder angestrebt wird. Sollen chinesische Verhältnisse in Deutschland eingeführt werden? Viele Menschen, Arbeiter haben schlicht das genossen, was die Maifeiern, hier in Harztor auch mit Hexen, Tanz und Maibaumsetzen geboten haben. Ein Sozialismus wurde dabei eher nicht beim kühlen Blonden repliziert.

Klimakleber sind an sich über den 1.Mai erhaben. In den Nachrichten der Medien sind diese aber am prominentesten vertreten. Das wird bis dahin aufgelöst, wie gut und vorsichtig man seitens der Staatsmacht vorgeht, da wird schon mal ein Stück Straßenbitumen vorsichtig herausgefräst, um den Klimakleber*innen nur nicht zu Nahe zu kommen. Das ist gut so, aber auch etwas verrückt, was diese Aktionen überhaupt angeht.

Explizit in Erfurt zitiert der AfD Spitzenpolitiker wiederholt einen Spruch, natürlich selbstbewusst angesichts der Androhung einer staatsanwaltlichen Aktion, ihn deswegen strafrechtlich zu verfolgen. Als wäre es vorbildhaft für eine Deutschland- Alternative, bewusst und gezielt ehem. NS Organisationen auszunutzen. Jetzt kann man ohne diese Rückbeziehung sagen, was solls & lange her, der Spruch „Alles für Deutschland“ sollte Maxime jedweder politischer wie staatlicher Handlung sein. Nun, frei nach Marx „de omnibus dubitandum“, an allem ist zu zweifeln. Eine Justiz, ein Staatsschutz, der nur ankündigt, beobachtet usw., der sollte vor dem Hintergrund der Politik entweder handeln, das Recht durchsetzen, wenn es ernsthaft verletzt wird, oder sowas lassen. Die Beamten*innen schaden damit auch der Demokratie. Der Ruch der politischen Intrige wirkt belebend.

Auch was bestimmte Personalien in Bund und Land, was deren politische Agenda angeht, wirkt es mitunter grotesk und merkwürdig, auch wie das umgesetzt wird. Die Deutschen*innen sollten sich die Augen reiben und den Blick schärfen. Es ist, Fehler hin oder her, in Deutschland ebenso lange her gewesen, sozusagen Russland quasi eine Kriegserklärung durch einen Bundesaußenminister*innen zu geben.
Nicht zuletzt wirken auch Reflektionen auf bestimmte Abstimmungsergebnisse der Parlamente rein interessenbezogen, es verstärkt sich der Eindruck, es geht eben gerade um genau diese Welt, wie es gerade passt und gefällt.

Bemerkenswert schließlich ist, dass medial aus USA eine Frau Wagenknecht wegen Ihrer Forderung gegen Krieg, der sich insbesondere gegen Russland richtet, sozusagen eine derer von „Putin“ sei oder in dessen Zielstellungen agiere. In einer Putin- Allianz mit der AfD? Man könnte meinen, dies ist etwas verrückt? Aber womöglich ist die Zielstellung und Wirkung solcher Ansagen klarer.
Nur, ist das alles gerechtfertigt und normal?
Tim Schäfer
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare
P. Kortschagin
02.05.2023, 15:46 Uhr
Unverhohlene Arroganz
macht den diffamierenden Charakter dieses Kommentars kein bisschen besser. Wenn sie solche Zeilen verfassen sollten sie zunächst die verwendeten Begriffe klären. Von der "Arbeiterklasse induzierte und objektiv legitimierte Politikvertreter, die den Sozialismus anstreben" klingt gewaltig, geht aber im Wesen des Marxismus- Leninismus vorbei, dieses Los gewinnt: Nichts! Sozialismus wird nicht herbeigewählt oder durch einzelne Politik(stell)vertreter erzeugt. Das ist Blödsinn. Sozialismus ist die Klassendiktatur der Arbeiterklasse, in sich nach demokratischen Prinzipien arbeitend und beschließend von den werktätigen Massen getragen und organisiert. Grundlegendes Prinzip: Wählbarkeit der Leitungen und Gremien, Rechenschaftspflicht und jederzeitige Abwählbarkeit. Das alles für einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn usw. So wie bereits in der Resolution der Kommunarden von Paris 1871 beschlossen. Diktatorisch herrscht dann die Mehrheit der arbeitenden Menschen gegen die Minderheit, die vormals herrschende Klasse des Kapitals. Wenn sie die Arbeiterklasse in " " setzen, gehören sie dieser sehr wahrscheinlich nicht an, dann fällt es leicht in Arroganz und Borniertheit solche abgehobenen Zeilen zu schreiben. Das das Klassenbewusstsein der Arbeiterklasse gerade eine Belebung erfährt bleibt ihnen verborgen, weil sie diese verachten. Wir haben in der ganzen Welt, eine Zunahme von Unruhen, von Streik- und Protestwellen, die fast alle Industrieländer erfasst hat. Solche Artikel wie sie hier schreiben, sollen das Klassenbewusstsein zersetzen. Sie schreiben in einem intellektuellen Stil, der Bildung vorgaukelt. Aber im Grunde wissen sie von der Lebensrealität der Arbeiterklasse nur sehr wenig oder nichts. Für einen kleinbürgerlichen Apologeten des Kapitalismus ist eine solche Gesellschaftsordnung nicht vorstellbar. Für eine wachsende Zahl von Arbeiterinnen und Arbeitern schon. Nur diese schreiben nach 40 Stunden/Woche in 3- oder 4 Schichtarbeit meist keine Kommentare weil sie einfach zu kaputt von der Maloche sind. Wahrscheinlich auch für Sie schwer vorstellbar. Übrigens Marxismus- Leninismus lebt von der konkreten Analyse der konkreten Situation - das genaue Gegenteil von Dogmatismus!
HisMastersVoise
02.05.2023, 17:44 Uhr
Ein Eintopf bitte !
Ich bezweifele mal kühn, daß viele Menschen hier die beiden oberen Werke komplett gelesen haben oder es wollten. Es wäre der Sache mehr als förderlich, wenn mehr Fakt und weniger These zu Papier käme. Es lässt sich wohl über unverschänt hohe Gehälter in Chefetagen debattieren. Aber die Bedeutung von Gewerkschaften ist größer denn je. Denn wenn auf der einen Seite Deutschland noch reicher wurde in den letzten Monaten und auf der anderen Seite immer mehr Arbeitnehmer Existenzängste haben, stimmt die Verteilung des Vermögens nicht. Und für gerechte Löhne streitet eine Gewerkschaft nun mal. Nun ja ..vielleicht nicht bei uns im Krankenhaus... . Aber der Kampf der Arbeiter für gerechte Entlohnung ist wichtiger denn je. Wie in den historischen Arbeiterkampftag Namen von Putin und Wagenknecht passen, entzieht sich meiner Phantasie. Es scheint inzwischen eine Meisterschaft geworden zu sein, einfache und klare Themen durch eine Fülle von Nebeninfos intellektuell aufzublähen und damit außer viel Gerede rein gar nichts zu erreichen. Anstatt das Problem zu verherrlichen sollte über die Lösung diskutiert werden !!!
ArreeTim
02.05.2023, 17:53 Uhr
Aber Pawel, das klingt ja wie vom Lenin &
den Sozialismus in seinem Lauf halten nur Ochs und Esel auf! Kennen Sie noch die Honeckers oder nur dem Namen nach? Erich und Margot Honecker wollten ein Ideal, ein gerechteres, besseres Deutschland, den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden, sie als die deutsche Krupskaja, er sah sich als Lenin Ostdeutschlands. Das haben die sich in einer heißen, kämpferischen Nacht seinerzeit bei Moskau mal geschworen, gegenseitig. Kannste glauben.
Es ist oder war wohl n teilweise gelungen, obwohl, die Arbeiterklasse ging doch final deutlich verloren, die wollten dann lieber die Einheit ohne Sozialismus, auch die D-Mak, VW, Reisefreiheit, Beate Uhse ..Etwas mehr Liberalität (u.a.m.) hätte auch der ehem. DDR gut getan. Allen Kommunisten war gemein, dass der Sozialismus fantastisch schnell (Ihren Ostrowski, Kortschagin schließe ich da mit ein!) kommen sollte. Es war einer der großen Irrtümer. Es wird wohl bald gelten, nur von den Chinesen lernen, heißt ...
RWE
02.05.2023, 19:22 Uhr
Also ich bin Schichtarbeiter
und könnte kübelweise k..tzen wenn ich manche Kommentare lese. Hoffentlich liest der Verfassungsschutz auch mal bei der MLPD mit. Ich, "Arbeiter", kenne keine einize Person, die im Kommunismus leben möchte. Manche ältere Kollegen erinnern sich an die eine oder andere positve Seite der DDR (Gott habe sie nicht seelig). Aber keiner will in einer Diktatur leben. Der AfD Wähler, welche in der Arbeiterschaft wohl die größte Gruppe sind, nicht bei den Nazis und die Ramelow Fans wollen keinen DDR 2.0.
Wann begreift ihr es endlich, "die Arbeiter" (es ist keine homogene Masse, sondern viele unterschiedliche Indviduen) wollen nicht von euch Dunkelroten "befreit" werden. Sie wollen eine Chance sich hochzuarbeiten und sich um eigenen Probleme kümmern.
Aber das hat die 68 er Bewegung nicht begriffen und die grünen Weltvverbesserer verstehen es auch nicht.
Andererseits, wenn die MLPD mal 1 Prozent Wähleranteil bekommt, hat diese Sekte ihr Resultat vervielfacht. Also keine Gefahr...
P. Kortschagin
02.05.2023, 20:44 Uhr
Idealismus vs Materialismus
@ RWE der bürgerlichen Ideologie liegt eine philosophische Hauptrichtung zu Grunde: der Idealismus. Er geht davon aus, dass sich die Wirklichkeit nach den Ideen der Menschen zu richten hat. Die objektive Realität existiert allerdings materiell absolut und universell. Der Materialismus geht von der grundsätzlichen Erkennbarkeit und der Veränderbarkeit der Wirklichkeit aus. Was will ich damit sagen: Natürlich gibt es subjektive Unterschiede zwischen den Arbeiterinnen und Arbeitern zwischen den einzelnen Individuen. Was sie allerdings zu einer wie sie sagen "homogenen Masse", im Materialismus heißt das Klasse, zusammenschließt, ist die Art und Weise wie sie ihre Produktion und Reproduktion sicherstellen: mit dem Verkauf ihrer Ware Arbeitskraft und das macht sie in der existenziellen Frage gleich. Ob sie das Wahr haben wollen oder nicht spielt dabei keine Rolle, denn die Wirklichkeit existiert auch ohne, dass sie diese erkennen.

Und noch eins: in der DDR wurde der Aufbau des Sozialismus zwar begonnen, aber frühzeitig aufgegeben. Unter Beibehaltung sozialistischer Phrasen wurde ein bürokratischer Kapitalismus restauriert. Das wissen wir heute. der Schlüssel, dem zu begegnen liegt in der Denkweise. Kleinbürgerlich vs Proletarisch. Die Frage ist, wer hat die Oberhand. Die Polit- Riege der SED Funktionäre ist genau ein Beispiel dafür, wie sich die Denkweise gesetzmäßig ändert wenn man ohne Kontrolle von unten und oben, tun und lassen kann was man will. Das hat mit Lenin nicht das geringste zu tun. Lenin war es, der das Instrument der unabhängigen Kontrollkommission erst einführte um genau das zu verhindern. Die SED hatte auch eine Parteikontrollkommission die war allerdings nicht unabhängig, sondern bestand aus Mitgliedern des ZK , das sich somit selbst kontrollierte(?).

Die Widersprüche zwischen Kapital und Arbeiterklasse wachsen und werden sicht- und spürbarer ich bin da guter Hoffnung, dass die arbeitenden Massen weder in einem Weltkrieg noch in einer globalen Umweltkatastrophe untergehen wollen. Das wird sie objektiv zum Handeln zwingen. Die "Dunkelroten" wollen keinen in Stellvertretung befreien, die Arbeiter werden es selbst tun.
RWE
02.05.2023, 21:31 Uhr
Da können sie philosophieren soviel wie sie wollen
im echten Leben hat es kein sozialistisches Land je zu wirtschaftlichen Erfolg gebracht. Und Menschen, die nicht verstanden haben wie gut es ihnen gegangen ist in vielen Ländern des Ostblocks durften ihr Land nicht verlassen oder wurden eingesperrt wenn sie "die Wahrheit" nicht erkannt haben und es auch kundgetan haben.
Immer die selbe Leier:
Die Sozialismus ist bisher immer gescheitert, weil es nicht richtig gemacht wurde. Aber beim nächsten Mal klappt es. Ganz bestimmt. Versprochen.
ArreeTim
02.05.2023, 21:33 Uhr
also Pawel das ist purer Fake
Die DDR war nie ansatzweise (etwa ab 1970) auch nur kapitalistisch, im Gegenteil!

Ein gewisser Kurt Hager aus diesem "alte Herren" Politbüro der SED, ein Heiliger der sozialistischen Vertreter der Arbeiterklasse, deppte noch 1983 in seiner Rede vor den 1. Kreis-Sekretären der SED, wonach u.a. jede Art und Weise (frei, wörtlich habe ich jetzt nicht verfügbar) von privater Wirtschaft antagonistischer Widerspruch und auch zerstörerisch für den entwickelten Sozialismus der DDR sei . Genau das war absolut falsch, einer der großen Sargnägel des Sozialismus der DDR, der Diktatur des Proletariats, die Sie hier favorisieren wollen.

Einfach nur geschichtsvergessen, einfach nur Quatsch, die DDR sei kapitalistisch restauriert gewesen. Sorry. Das stimmt überhaupt nicht! Wenn Sie anderen unverhohlene Arroganz vorwerfen, dann ist im Lichte Ihrer Äußerungen wenig Raum oder Sinn für eine Rückgabe.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)