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Mo, 17:33 Uhr
08.05.2023
Aus dem Kreisausschuss

Das System Gemeinschaftsunterkunft hat sich bewährt

Nach dem Kreistag in der vergangenen Woche gab es für den Kreisausschuss heute vor allem Formalien zu beschließen. Ein paar Informationen zur Flüchtlingssituation hatte Landrat Jendricke im Vorfeld auch parat…

Zur Zeit befinden sich die Ministerpräsidenten der Länder auf dem Flüchtlingsgipfel in Verhandlungen mit dem Bund. Man stehe dabei auf der Seite des Freistaates, sagte Landrat Jendricke, die finanziellen Zusagen des Bundes müssten eingefordert werden, dass sei der Hauptstreitpunkt in der Sache.

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Allerdings sei das Problem nicht überall allein an der monetäre Druck. Mancherorts scheitere man auch an den Unterbringungsmöglichkeiten. Wo andere allein auf die Unterbringung in Wohnungen gesetzt hätten, was auch den Wünschen der Landesregierung entspricht, habe man in Nordhausen auch konsequent auf Gemeinschaftsunterkünfte gesetzt. Kapazitätsprobleme habe man deswegen keine gehabt, das System habe sich bewährt und sollte Bestand haben, sagte der Landrat. Richtig wäre es, wenn jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt GU-Kapazitäten in bestimmten Höhen vorhielten.

Finanziell sehe man es gerne, wenn der Bund auch die verbleibenden 25 Prozent der Kosten der Unterkunft übernehmen würde. Im vergangenen Jahr hatte der Freistaat die kommunalen Haushalte mit einer Ersatzlösung rückwirkend entlastet, für das laufende Jahr seien die Eckpunkte dazu noch nicht ausverhandelt.

Herausforderungen gebe es vor Ort immer wieder, gerade auch mit Blick auf das neue Schuljahr. Im Moment erlebe man das zum Beispiel mit einer Sinti und Roma Familie, die am Rande der Kreisstadt untergebracht wurde. Die Lebenssituation könne man als „chaotisch“ bezeichnen, im Frühjahr hatte man die Kinder der Familie in Obhut nehmen müssen, an eine Beschulung sei hier gar nicht zu denken. Aber man erlebt auch das genaue Gegenteil. In der Obergrasmühle habe man etwa eine 30köpfige Familie untergebracht, die keinerlei Probleme machte und die nötigen Schritte in den Griff bekomme.

Rund 350.000 Euro Fördermittel wird man für die Sanierung der Außenfassade und des Daches der Schulturnhalle der Bleicheröder Regelschule ausgeben können. Ähnliche Zusagen fehlen beim Straßen- und Radwegebau noch, solange man hier keine verbrieften Zusagen habe, könne man auch keine Ausschreibungen starten.

Soweit die Informationen, weiter ging es in der Tagesordnung mit den Ausgaben über 50.000 Euro und den Vergabeentscheidungen. Viel gab es auch hier nicht zu beschließen. Für das Berufsschulzentrum muss Software angeschafft werden, Kostenpunkt: rund 82.371 Euro. Digitale Mittel gibt es auch für gemeinsame Rettungsleitstelle. Hier wird die Notrufabfrage für knapp 131.000 Euro erneuert.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Leser X
08.05.2023, 20:16 Uhr
Das sind die Folgen von Duckmäusertum
Hätten wir, hätte Europa, souveräne, unabhängige Regierungen, hätten wir kein Flüchtlingsproblem. Die Geflüchteten sind doch letztlich Opfer der jahrzehntelangen Konfrontationspolitik der USA. Da schließe ich ausdrücklich den Ost-West-Krieg unter Zurverfügungstellung des Territoriums der Ukraine ein. Warum also werden nicht längst alle Geflüchtete in Richtung USA weitergeleitet?
H.Freidenker
08.05.2023, 23:35 Uhr
Eine 30zig köpfige Familie?,
ist das kein Schreibfehler?

Anmerkung techn. Support:
Nach unserem Kenntnisstand ist es kein Schreibfehler.
Jäger53
09.05.2023, 07:45 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
diskobolos
09.05.2023, 08:54 Uhr
zu schlicht gedacht
Die USA sind sicher an Vielem schuldig. Aber für die Flüchtlingsströme (die im Übrigen viele arme Länder schlimmer treffen als uns) gibt es noch viele weitere Verantwortliche. Aber wenn man für alles Schlechte gleich immer einen Schuldigen kennt (wahlweise USA, Putin, die Grünen) ist es halt einfacher.
Für die Kirchen war das früher "der Teufel" . . .
RWE
09.05.2023, 10:21 Uhr
@ LeserX die USA haben selber ein Riesenproblem mit der Illegalen Einwanderung
und zwar an der Südgrenze.
Sowohl dort als auch hier in Europa spielen zum Goßteil wirtschaftliche Günde eine Rolle.
Ist ist ja auch kein Zufall, daß Asylbewerber in vorwiegend reichen Länder mit hohen Sozialleistungen sind.
Das ist ja auch verständlich. Wenn man zum Beispiel Länden wie Nigeria, wo weder die Amis oder sonstwer von außerhalb einen Krieg angezettelt hat, keine Perspektive hat, zieht es einem halt in wohlhabenere Weltgegenden. wie viele Leute sind denn der Arbeit wegen in den Westen gezogen?
Reine Kriegflüchtlinge dürften froh sein, der Hölle des Kreiges entkommen zu sein und würden sicher auch für die Zeit des Kreiges temporär in Italien oder Slowenien dankbar Schutz in Anspruch nehmen. Die Polen haben ja auch massig Ukrainer aufgenommen.
Es werden ja schon deutschen Staatsbürgern Anreize zum Arbeiten genommen, da kommen einem Deutschland oder andere reiche Staaten als das Schlaraffenland vor.
Solche beschriebenen Unterkünfte gehören au die EU Außengrenzen und nur echte Kriegsflüchtlinge sollten Asyl bekommen. Da würde auch die Akzeptanz steigern.
Achja, Arbeitskräftemangel... Mal 2 Monate kein Bürgergeld auszahlen...die Zahl der offenen Stellen wäre deutlich geringer...
Wie man die dann noch fehleneden Arbeitskräfte zu rekrutieren sind kann man ja mal bei den Kanadiern, den US-Amerikanern oder den Australiern erfragen. Die holen sich benötigte Arbeitskräfte nämlich gezielt ins Land.
Leser X
09.05.2023, 15:09 Uhr
Richtig lesen bitte
Ich sprach von Konfrontationspolitik, Sie sprachen von Kriegen, die die USA nicht anzetteln. Merken Sie den Unterschied?

Nur Leichtgläubige und Nomenklatur-Kader plappern noch immer nach, was unsere staatliche Journaille zur wirklichen Ursache von Kriegen und Flüchtlingsbewegungen erzählen. Also passen Sie gut auf sich auf und seien Sie wachsam. Es gibt da draußen Diebe, die es auch auf kluge Hirne absehen. Und sie brechen täglich in sie ein.
RWE
09.05.2023, 17:43 Uhr
LeserX,
ausnahmslos jede Großmacht hat oder hatte Dreck am Stecken. Und wenn die "Kleinen" können sind sie auch nicht besser. Meinen sie ohne die USA gäbe es keine Kriege? War die Welt vor der europäischen Besiedlung Nordamerikas etwa von Pazifisten bevölkert?
Die wahren "Flucht"ursachen sind zum Großteil auf wirtschaftliche Untershiede zurückzuführen. so einfach ist es.
Und wenn ich soetwas schreibe, plappere ich weder der "staatlichen Journaille" noch bin ich leichtgläubig. Im GEZ TV wird uns ja tagtäglich erklärt, daß es so etwas wie "Wirtschaftsflüchtlinge" nicht gibt.
Ich bin übrigens kein USA Fanboy, aber mal ehrlich, überall wo die Amis ihre Hände im Spiel haben, tun die Russen schon seit dem kalten Krieg das Gleiche, nur eben in die andere Richtung. Das war schon im kalten Krieg so. Europa muß seine eigenen Interessen vertreten und nicht in die Allerwertesten vom Iwan und Uncle Sam kriechen.
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