In Nord wurde am Freitag die neue Spiel- und Freizeitanlage, der "Nordpark" eröffnet. Für das Quartier sei die neue Mehrgenerationenanlage ein "Quantensprung", hieß es aus dem Rathaus...
Zur Einweihung wurde ein kleiner Wald gepflanzt Foto: Stadt Nordhausen
Gemeinsam mit Kindern der Kindertageseinrichtung Haus Domino, der Grundschule Käthe Kollwitz, des Jugendclubs Mitte sowie Jugendlichen des Kinder- und Jugendstadtrates, eröffnete Oberbürgermeister Kai Buchmann am vergangenen Freitag die generationenübergreifende Spiel- und Freizeitanlage Nordpark in Nordhausen-Nord. Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 560.000 Euro, gefördert aus Mitteln der Städtebauförderung.
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Als Projekt der IBA-Thüringen sowie der übergeordneten Zielstellung aus dem Rahmenplan einer klimagerechten Quartiersentwicklung, erfüllt die Anlage ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsansprüche. Rund 30 % der verbauten Materialien wurden vor Ort recycelt, z.B. Rand- und Böschungsbefestigungen aus ehemaligen Betonplatten, Kletterparcours aus alten Beton-Straßenlaternen.
Die Co2- Bilanzierung erfolgte durch die IBA-Thüringen. Erstmalig wurde die Freiraumplanung mit der Entwicklung eines Klimatools, Instrument zur Zusammenstellung der CO2- Emissionen einschließlich der Kompensationsmöglichkeiten auf der Fläche und der Dauer in Jahren, vorgenommen.
Gemeinsam mit Kindern der Kindertageseinrichtung Haus Domino, der Staatlichen Grundschule Käthe Kollwitz, des Jugendclubs Mitte (Kreisjugendring) sowie Jugendlichen des Kinder- und Jugendstadtrates, eröffnete Oberbürgermeister Kai Buchmann den Nordpark Foto: Stadt Nordhausen
Für das Quartier Nordhausen-Nord ist die neue Mehrgenerationenanlage ein Quantensprung. Unser Spielplatzentwicklungskonzept 2025 machte hier im Stadtteil ein Defizit an Spielanlagen aus. Mit der Anlage schaffen wir ein Angebot insbesondere für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, aber auch Kleinkindspielbereich sowie Aufenthaltsmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner ist vorhanden, freut sich Oberbürgermeister Kai Buchmann. Mit den beiden neuen Spielplätzen in den Stadtteilen Ost (am 27.10.2023 eröffnet) und Nord, haben Stadtrat und Stadtverwaltung mehr als eine Million Euro allein in Mehrgenerationenanlagen investiert.
Durch die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen halten wir ein bedarfsgerechtes Angebot vor, der neue Stadteingang wird aufgewertet und Flächen werden Entsiegelung und standortgerechte Bepflanzung, Schutzbereiche für Tiere und Pflanzen sowie vollständige Versickerung des Niederschlagswassers auf der Anlage.
Die Beteiligung wurde organisiert durch Vertreterinnen und Vertreter der Kinder- und Jugendarbeit. Während der Entwurfsphase wurde eine zweistufige Bürgerbeteiligung durchgeführt. Vom 8. April bis 15. Mai 2021 erfolgte eine Online-Befragung, zu der gezielt Kinder- und Jugendliche angesprochen wurden, um ihre Wünsche für die Spielanlage zu nennen. Die Ergebnisse der Befragung wurden am 7. Juni 2021 pandemiebedingt im Rahmen einer Videokonferenz den Anwohnerinnen und Anwohnern vorgestellt. Die Entwurfsplanung wurde erneut am 14. Oktober 2021 den Kindern und Jugendlichen und den Anwohnerinnen und Anwohnern in einem Vor-Ort- Termin vorgestellt und diskutiert. Am 3. November wurde im Rahmen der Mitmachbaustelle ein Tiny Forest von Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Regelschule Käthe Kollwitz gepflanzt.
Das Eröffungsgraffiti des Graffitispots wurde im Vorfeld in einem Kinder- und Jugendprojekt durch die ehemalige Jugendkoordination mit den Sprayern gestaltet.
Ich will den Nordhäusern ihre neue "Attraktion" gar nicht madig machen und es ist auch schön, dass man daran arbeitet, Nordhausen Nord aufzuwerten. Eine neue (beliebige), kleine Parkanlage als "Quantensprung" zu bezeichnen ist aber wohl peinlich übertrieben.
Das ganze Nachhaltigkeits- und CO2-Geblubber ist nun aber wirklich überflüssig. Denn der CO2-Ausstoß durch die Bauarbeiten ist bei einem so kleinen Objekt in der Gesamtschau weder vermeidbar, noch von Bedeutung. Es ist positiv, dass man alte Baumaterialien wiederverwendet, wenn geeignetes Material vorhanden ist. Dass in eine Parkanlage auch ein paar Bäume gehören, wussten die Planer aber auch schon vor mehreren Hundert Jahren.
Die tiefe Qualität des ganzen Konzeptes wird denn auch in den neu gestalteten Bushaltestellen sichtbar, die den Verkehrsfluss maximal behindern (damit den CO2-Ausstoß erhöhen) und durch Rückstau in die Kreuzungsbereiche die Sicherheit gefährden.
Hier zeigt sich wieder mal die "Deutsche Krankheit":
Es geht nicht um große Taten, sondern um große Worte, Konzepte, Gutachten. Man muss jedem erklären, wie gerecht, moralisch und nachhaltig alles gemacht und gedacht wird. Das soll dann darüber hinweg trösten, dass man am Ende nur einen kleinen Schritt weiter gekommen ist, wo andere mit den eingesetzten Mitteln vielleicht einen wirklichen Quantensprung geschafft hätten.
Da ist ein neuer Spielplatz. Ok, etwas Normales, das man als Steuerzahler erwarten darf. Daraus gleich einen "Quantensprung" zu machen, grenzt schon an Lächerlichkeit und dient der Sache nicht. Dafür spricht auch der "Banddurchschnitt". Da halten zwei Leute ein Band das noch nicht mal irgendwo befestigt ist, nur damit das 0815 Foto stimmt. Das Niveau sinkt weiter.
Gut, ja, "Quantensprung" ist vielleicht etwas oben drüber,
aber könnte sich vielleicht auch einfach mal darüber gefreut werden, dass es durchaus auch noch positive Meldungen gibt abseits der Horrorszenarien, die ständig aufgebaut werden?
Ja, ein Spielplatz! Das ist gut, wichtig, schön!
ist ja in der Atomphysik die kleinstmögliche Änderung eines Atoms, also in etwa das Gegenteil von der umgangssprachlichen Verwendung des Wortes. Die Kinder wird das nicht kümmern. Sie haben hoffentlich viel Freude am Spielplatz.
Ein umstrittener Spielplatz für einige hunderttausend Euro. Hauptsache es werden Fördergelder abgefaßt.
Fazit nach etwa einer Woche. Der Platz wird mit Fahrrädern befahren, trotz Verbot. Eltern bringen ihre Hunde mit, trotz Verbot. Bei den Schaukeln liegt der erst Müll, trotz Papierkörbe. Ein Vater wurde bem urinieren in einer Ecke gesehen, ok keine Toiletten.
Aus einer Grünfläche wurde eine Asphalt- und Steinfläche. wie mittlerweile alle Grünflächen in Nordhausen Nord zugepflastert werden. Wer so etwas plant hat von Umwelt und Natur keine Ahnung. Arme Stadt Nordhausen. Wer dich wohl regiert. Einfach nur traurig.
an den Hundehaufen, Radfahrern, Wildpinklern und Müllentsorgern hat jetzt weder die Stadt noch der Spielplatz Schuld.
Die aufgerufenen Herstellkosten finde ich allerdings auch für total überzogen, dafür kann man ein komfortables EFH bauen ! Aber das ist offenbar leider normal bei öffentlichen Aufträgen. Es wundert mich nur immer wieder, dass diese Preise auch bezahlt werden. Ich glaube manchmal, dass es ein ungeschriebenes Gesetz bei den Anbietern ist, bei öffentlichen Ausschreibungen die Preise mal fix zu verdoppeln.
Einschränkend muss ich aber zugeben, dass ich nicht im Detail weiß, was da insgesamt gebaut wurde und welche Vorarbeiten notwendig waren.
Insgesamt ist es in meinen Augen zu begrüßen, dass diese Freizeitoase dort geschaffen wurde.