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Do, 18:52 Uhr
23.11.2023
Diskussion um mögliche EAE in Nordhausen

Landrat: Notunterkunft statt Erstaufnahme

Über die aktuelle Landesentscheidung einer möglichen neuen Erstaufnahmeeinrichtung, kurz EAE, in Nordhausen hat gestern Landrat Matthias Jendricke gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistages beraten. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz…


„Auch ich kenne die Bewerbung einer privaten Immobiliengesellschaft mit ihrem Objekt für 500 Personen in Nordhausen erst seit Freitag letzter Woche", betont Jendricke. "Das Land Thüringen führt auf der Suche nach möglichen Gebäuden für weitere Erstaufnahmeeinrichtungen seit September ein formelles Markterkundungsverfahren durch, wo sich Eigentümer mit den entsprechenden Standorten bewerben konnten und nun Objekte in Gera sowie Nordhausen favorisiert sind.“

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Der Landrat verwies ausdrücklich darauf, dass der Landkreis Nordhausen in diesem Verfahren des Landes kein formelles Mitspracherecht hat und insofern auch kein Entscheidungsträger ist. Allein die Stadt Nordhausen ist die zuständige Genehmigungsbehörde für bauordnungsrechtliche Fragen.
 
Landrat Jendricke hält den vorgeschlagenen Standort in Nordhausen für nicht geeignet. „Dem Land habe ich daher mitgeteilt, dass ich den angedachten Standort für zu zentral und zudem von den Freiflächen für viel zu klein halte. Da ich aber die Unterbringungsnot des Landes kenne, weiß ich, dass wir mit einer pauschalen Ablehnung nicht weiterkommen und somit neben Gera auch auf Nordhausen in der nächsten Woche im Landeskabinett ein Zuschlag erfolgen könnte“, so der Landrat. Um Zeit zu gewinnen und nach einem anderen Standort am Rande der Stadt zu suchen, hat der Landrat dem Land Thüringen angeboten, vorübergehend eine Notunterkunft des Landes an anderer Stelle in Nordhausen zu betreiben. Die Strategie des Landrates ist es, damit Zeit zu gewinnen, damit die Landesregierung in der nächsten Woche dem jetzt angebotenen Standort keinen Zuschlag erteilt.

„Man sollte jedoch wissen, dass eine Landeseinrichtung uns bei der eigenen Aufnahme von Asylsuchenden angerechnet wird. Das würde beispielsweise für dieses Jahr bedeuten, dass wir nicht rund 800 Menschen aus der Ukraine und weiteren Drittstaaten aufnehmen müssen, sondern nur rund die Hälfte. Die Flüchtlinge in Landeseinrichtungen bleiben hier schließlich nur wenige Wochen und werden dann in die anderen Landkreise und kreisfreien Städte weiterverteilt. Eine Belastung des Mietmarktes vor Ort oder auch von Schulen findet somit nicht statt, was eine Entlastung für unsere Städte und Gemeinden wäre. Wer also langfristig weniger zusätzliche Migration zu uns haben will, sollte sich einer Landeseinrichtung aus meiner Sicht nicht verschließen“, erklärte Jendricke seine Überlegungen.
Autor: psg

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Kommentare
Fönix
24.11.2023, 11:29 Uhr
Diese Überlegungen greifen viel zu kurz,
zumindest nach meiner Auffassung. Beim Verteilen der Lasten ist die Landesregierung nach meiner Wahrnehmung immer schnell bei der Sache, vor allem wenn es darum geht, Probleme in möglichst weit von Erfurt entfernt entfernte Regionen zu delegieren. Sülzhayn, ehemals ein touristisches Kleinod, ist da ein Paradebeispiel. Was noch zu gebrauchen war, hat die Treuhand verhökert, der Rest wurde "abgewickelt". Ausgleich aus Erfurt für diesen Aderlass? 30 Jahre lang Fehlanzeige.
Nennenswert erinnert an dieses schöne Fleckchen Erde hat man sich dort erst, als Migranten unterzubringen waren...

Jetzt ein vergleichbares Prozedere, nur eine Nummer größer, in Nordhausen. Ernsthafte Bemühungen, das einer intakten Kulturlandschaft entrissene Industriegebiet nun endlich seiner neuen, mit vielen Steuermillionen gepamperten Bestimmung zuzuführen, sind nach wie vor nicht wahrzunehmen. Bei einer EAE oder jeder anderen in die betreffende Rubrik (Folgen der völlig aus dem Ruder gelaufenen Asylpolitik) einzuordnenden Maßnahme ist man dagegen ganz schnell in NDH, Erfurt kommt für solche "Wohltaten" natürlich nicht in Frage. Dabei liegen dort gerade auch im Umfeld der oberen Arnstädter Straße verschiedene Objekte (ich denke da z.B. auch an die altehrwürdige Thüringenhalle!), die mit ein bisschen gutem Willen durchaus auch für Flüchtlinge ertüchtigt werden könnten. Das hätte den unschätzbaren Vorteil, dass sich die Mitglieder unserer Landesregierung jeden Tag vom Fortschritt der Integrationsbemühungen überzeugen könnten. Und das sogar zu Fuß, also mehr oder weniger ohne Ausstoß von umweltschädlichen Emissionen... 😉

Also mal ganz im Ernst:
Es wäre gerade jetzt eminent wichtig, wenn der Landrat und der OBM ihren kleinkindlichen Zwist endlich beenden und gemeinsam für unsere abgehängte Region kämpfen. Vielleicht können sie ja dabei sogar meine Forderung an die Landesregierung übernehmen:
Erst wenn im Industriegebiet Goldene Aue echte Industriearbeitsplätze der wertschöpfenden Art entstehen, werden in der Region auch weitere Migrantenunterkünfte akzeptiert und unterstützt. Das ganze im Verhältnis 5 zu 1, also 5 unterschriebene Arbeitsverträge für die Unterbringung eines weiteren Migranten.
Nicht andersrum!
free Gigi
24.11.2023, 14:48 Uhr
egal wie man es nennt
die Mehrheit der hiesigen Bevölkerung lehnt weiteren Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen ab!
Tinki
24.11.2023, 14:58 Uhr
Das Fass ist übergelaufen Herr Landrat!
Erst gehen sie gegen das medizinische Personal vor, mit Ordnungswidrigkeitsverfahren und drücken die sinnlose Impfpflicht durch, nur bei den ungeimpften Ärzten hat Ihnen der Mut verlassen und jetzt das mit der Erstaufnahmeeinrichtung!
Sie haben es am Freitag gewusst und anstatt dem OB und den Stadtabgeordneten umgehend mitzuteilen, versuchen Sie mit Erfurt zu Mauscheln! Es geht Sie nix an, sondern in diesem konkreten Fall, ganz allein dem OB, sprich Nordhausen! Nordhausen und dessen Bevölkerung wollen weder eine Erstaufnahmeeinrichtung und keine Gemeinschaftsunterkunft auch keine Notunterkunft mehr, es reicht einfach! Wollten Sie als Held dastehen, unter dem Motto seht her ich habe die Erstaufnahmeeinrichtung verhindert und nur eine Notunterkunft ausgehandelt?

Treten Sie endlich zurück, es ist nicht mehr auszuhalten!

Der Landkreis NDH braucht jemand an der Spitze,der Courage zeigt und sich für seine Bevölkerung einsetzt, jemand mit Rückrat und vorallem jemand, der Teamfähig ist und mit der Stadt zusammenarbeiten kann!
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