Mi, 12:02 Uhr
16.08.2006
Vor dem Derby
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Wenn am Sonntag um 14.30 Uhr das Thüringenligaspiel zwischen Eintracht Sondershausen und Wacker Nordhausen angepfiffen wird, so ist das alles andere als ein normales Spiel. Einen Blick in die Vergangenheit dieser Auseinandersetzungen warf für die nnz Klaus Verkouter.
Wacker contra Eintracht
Die Tradition von Pflicht- und Freundschaftsspielen zwischen Nordhausen und Sondershau-sen ist fast so lang wie die Geschichte beider Vereine. Während Wacker bald 101 Jahre existiert, liegen die Ursprünge der Eintracht (ebenfalls unter verschiedenen Namen) im Jahre 1911.
Begegnungen Wackers gegen Sonderhäuser Mannschaften verfehlten nie ihren Reiz und sind seit 1912 belegt, allerdings gegen mehrere Vereine aus der Nachbarstadt (bereits vor 1945 gegen FC Jugend, VfB, BSV, MSV, Polizei oder besonders SC Schwarzburg-Sonderhausen). So sind aus dem Spieljahr 1912/13 zwei Siege über Schwarzburg-Sondershausen mit 6:3 und 8:0
bekannt.
Auch in den Wirren den 1. Weltkrieges gab es zwei Wackersiege mit 5:1 und 6:1. Überhaupt triumphierten die Wackeren in den ersten Jahrzehnten deutlich. Die erste überlieferte Niederlage von 1921 sollte auch für lange Zeit die einzige bleiben, denn erst im Kriegsjahr 1943 unterlag Wacker wieder einmal am Kuhberg mit 3:4.
Die erste Nachkriegsbegegnung 1946 sah bei Industrie Sondershausen eine erfolgreiche Nordhäuser Mannschaft (3:1 unter dem Namen KWU Lok). Bis 1950 folgten dann recht ausgeglichene Begegnungen mit Industrie Sondershausen und SC Jecha-Sondershausen.
Motor, Aktivist, Einheit-Mitte, Glückauf, Glückauf/Electro und schließlich Eintracht waren dann unsere Spielpartner, die aber alle durch mehrere Fusionen und Namensänderungen Vorgänger der heutigen BSV Eintracht waren.
Denkwürdige Nordhäuser Siege konnten
1968 (8:1),
1982 (5:0) und
1985 (5:3 nach einem 0:3-Rückstand)
bejubelt werden.
Knapp 60-mal trafen beide Kontrahenten in Punkt-, Pokal- und Freundschaftsspielen seit 1945 aufeinander. Die Nordhäuser Bilanz dabei ist insgesamt positiv. In bester Erinnerung sind wohl auch noch die beiden Erfolge in der letzten Saison gegen den damaligen Oberligaabsteiger mit 5:3 und 4:2, wobei immerhin 14 Tore fielen.
Klaus Verkouter
Autor: nnzWacker contra Eintracht
Die Tradition von Pflicht- und Freundschaftsspielen zwischen Nordhausen und Sondershau-sen ist fast so lang wie die Geschichte beider Vereine. Während Wacker bald 101 Jahre existiert, liegen die Ursprünge der Eintracht (ebenfalls unter verschiedenen Namen) im Jahre 1911.
Begegnungen Wackers gegen Sonderhäuser Mannschaften verfehlten nie ihren Reiz und sind seit 1912 belegt, allerdings gegen mehrere Vereine aus der Nachbarstadt (bereits vor 1945 gegen FC Jugend, VfB, BSV, MSV, Polizei oder besonders SC Schwarzburg-Sonderhausen). So sind aus dem Spieljahr 1912/13 zwei Siege über Schwarzburg-Sondershausen mit 6:3 und 8:0
bekannt.
Auch in den Wirren den 1. Weltkrieges gab es zwei Wackersiege mit 5:1 und 6:1. Überhaupt triumphierten die Wackeren in den ersten Jahrzehnten deutlich. Die erste überlieferte Niederlage von 1921 sollte auch für lange Zeit die einzige bleiben, denn erst im Kriegsjahr 1943 unterlag Wacker wieder einmal am Kuhberg mit 3:4.
Die erste Nachkriegsbegegnung 1946 sah bei Industrie Sondershausen eine erfolgreiche Nordhäuser Mannschaft (3:1 unter dem Namen KWU Lok). Bis 1950 folgten dann recht ausgeglichene Begegnungen mit Industrie Sondershausen und SC Jecha-Sondershausen.
Motor, Aktivist, Einheit-Mitte, Glückauf, Glückauf/Electro und schließlich Eintracht waren dann unsere Spielpartner, die aber alle durch mehrere Fusionen und Namensänderungen Vorgänger der heutigen BSV Eintracht waren.
Denkwürdige Nordhäuser Siege konnten
1968 (8:1),
1982 (5:0) und
1985 (5:3 nach einem 0:3-Rückstand)
bejubelt werden.
Knapp 60-mal trafen beide Kontrahenten in Punkt-, Pokal- und Freundschaftsspielen seit 1945 aufeinander. Die Nordhäuser Bilanz dabei ist insgesamt positiv. In bester Erinnerung sind wohl auch noch die beiden Erfolge in der letzten Saison gegen den damaligen Oberligaabsteiger mit 5:3 und 4:2, wobei immerhin 14 Tore fielen.
Klaus Verkouter

