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Do, 20:00 Uhr
17.10.2024
Mario Voigt verspricht in Bad Langensalza, alle politischen Akteure mit einzubinden

„An erster Stelle steht Thüringen!"

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) und Bürgermeister Matthias Reinz hatten heute Nachmittag ins Alpha-Hotel der Rosenstadt eingeladen, um über den Dächern der Stadt die Probleme und Aussichten der regionalen Unternehmen mit den Politikern zu diskutieren, die wohl schon bald die neue Regierung des Freistaates stellen werden…

Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) zu Gast beim Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand) Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) zu Gast beim Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)


Den Ehrengast und Hauptredner des Abends, Thüringens CDU-Vorsitzenden Prof. Dr. Mario Voigt, begrüßte Reinz dann auch gleich als den neuen Ministerpräsidenten. „Er kennt die Region, er weiß um ihre Schwächen und Stärken." Den Kommunen ginge es nicht gut, sagte Reinz. Er habe große Ehrfurcht vor dem wirtschaftlichen Mittelstand, den er als den Kitt der Gesellschaft bezeichnete. „Mein Erbe", so der wiedergewählte Bürgermeister Bad Langensalzas, „ist es, das zu erhalten was ich von meinem Vorgänger übernommen habe. Der Kurbetrieb steht für die Stadt an erster Stelle, weshalb auch die Therme Bestand haben wird." Seine Hoffnung sei es, dass die neue Regierung bald stehe und dabei helfen könne.

Das hofft auch Jeremi Schmalz, der stellvertretende Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises. Die politische Hebel müssten angesetzt werden, um Veränderungen, vor allem aber endlich wieder Verlässlichkeit in die Landespolitik zu bekommen. Diese Glaubwürdigkeit traut Schmalz dem CDU-Chef zu und hofft, dass er und die beiden anwesenden Landtagsmitglieder Jane Croll aus Bad Langensalza und Jonas Urbach aus Mühlhausen die Anregungen des Abends mitnehmen und etwas daraus machen könnten.

Gut fünfzig Unternehmer lauschten gespannt den Ausführungen (Foto: Eva Maria Wiegand) Gut fünfzig Unternehmer lauschten gespannt den Ausführungen (Foto: Eva Maria Wiegand)


Andreas Schreiber, Kreisverbandschef der Mittelständler, verwies darauf, mit welchem Gewicht eine Partei wie die CDU mit 8.500 Mitgliedern in Thüringen in Koalitionsverhandlungen gehen müsse im Vergleich zum Bündnis Sarah Wagenknecht, das ungefähr 8.400 Mitglieder weniger habe.

Der mit vielen Hoffnungen versehene Mario Voigt war direkt aus den abschließenden Sondierungsgesprächen mit SPD und BSW nach Bad Langensalza gekommen und verkündete hier, was erst morgen in der Zeitung stehe werde.

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Die oberste Prämisse sei für ihn, was Thüringen nütze. An erster Stelle stehe für ihn sein Heimatland Thüringen. Um das Land wieder nach vorn zu bringen als Standort für Industrie und Wirtschaft müssten alle Steine aus dem Weg geräumt werden, die das behinderten. Das habe er in den Sonierungsrunden klar gemacht und als Priorität für eine neue Landesregierung formuliert. Fünf Punkte sind dafür entscheidend anzugehen:

Bürokratie abbauen: Die Wirtschaft stöhne unter den Dokumentationen und zu erbringenden Statistiken. Das sei „geballtes Misstrauen gegen die Wirtschaft“, was da von der jetzigen Regierung aufgebaut wurde und müsse weg, um die Arbeit der Mittelständer zu erleichtern.

Fachkräftethema: Das beginnt für Voigt mit dem Unterrichtsausfall in den Schulen. Das müsse sofort aufhören, denn man frage sich ja bereits, ob der Staat überhaupt noch funktioniere.

Ein Tag in der Praxis werde für Schüler verpflichtend eingeführt.

Ein Einstellungsturbo für Thüringer Lehrer werde kommen. Wer in Thüringen auf Lehramt studiert bekommt vor Abschluss seines Studiums Angebote von Thüringer Schulen, um die Absolventen im Land zu halten.

Meisterausbildungen werden kostenfrei gestellt, das duale Bildungssystem gestärkt. Er werde sich als Ministerpräsident bundesweit dafür einsetzen, dass Überstunden in Betrieben steuerfrei gestellt würden.

Das Bürgergeld sollte abgeschafft werden, wird er auf Bundesebene werben. Wer arbeiten könne, der sollte auch arbeiten.

Digitalisierung: Hier gelte es großflächig zu denken und die Verwaltungen und den öffentlichen Dienst zu vernetzen, um Abläufe zu vereinfachen und Arbeit auch für die Unternemen zu erleichtern. Was ein Land wie Estland mit 1,3 Millionen Einwohner geschafft habe, müsse im Zwei-Millionen-Einwohnerland Thüringen auch möglich sein.

Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) im Gespräch Matthias Reinz (Bürgermeister von Bad Langensalza) (Foto: Eva Maria Wiegand) Prof. Dr. Mario Voigt (CDU) im Gespräch Matthias Reinz (Bürgermeister von Bad Langensalza) (Foto: Eva Maria Wiegand)


Innovation und Energie: Gründungen von Firmen müssen wieder finanziell unterstützt und die bürokratischen Hürden abgebaut werden. Die Energiekosten gilt es wieder in den Griff zu bekommen und neben den erneuerbaren auch konventionelle Möglichkeiten zu nutzen. Wichtig sei außerdem, technologieoffen nach weiteren Energieträgern zu suchen. „Die Energieproblematik wird das Hauptthema für die nächste Regierung“, versprach Voigt, der von sechs intensiven Wochen der Verhandlung in den Sondierungsgesprächen erzählte. „Ein Richtungswechsel ist dringend nötig, die Politik muss sich wieder durch Klarheit auszeichnen", rief er den applaudierenden Unternehmern zu.

Schließlich verriet er auch, wie er den gordischen Knoten an den von seiner Partei errichteten Brandmauern zerschlagen will: „Wir werden nicht mit der AfD regieren und nicht mit den Linken. Aber wir wollen alle einbinden und auch die AfD soll ihre Ideen mit einbringen können. Es geht darum, sich auf die Problem der Menschen im Land zu konzentrieren und diese zu lösen."

Hier sieht er die Themen Migration, Sicherheit und die Energiepreise im Vordergrund. Die gelte es zu lösen. In zwei bis drei Wochen will seine CDU in Koalitionsgespräche mit dem BSW und der SPD gehen und dort müssten diese Thüringer Themen entschlossen angegangen werden.

In einer angeregten Diskussion wurde der Vorschlag unterbreitet, den Thüringer Feiertag am 20. September beispielsweise auf einen festen Freitag im Monat zu verlegen, damit Familien auch wirklich etwas vom Kindertag hätten und es nicht zu diversen Brückentagen käme. Das fand Mario Voigt interessant und bekannte sich im Anschluss deutlich zum Leistungsprinzip in Schulen und beim Sport. Mit Entsetzen habe er die Idee des amtierenden Bildungsministers zur Kenntnis genommen, die Schulnoten für Sport, Kunst und Musik abzuschaffen. Auch im Breitensport hält er nichts davon, auf Ergebnisse zu verzichten. „Wenn wir keine Wertungen mehr geben, brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn unsere Sportler bei Olympischen Spielen nur noch Teilnahmeurkunden erhalten“. Er stehe für das Prinzip „fordern und fördern“.

Jonas Urbach, Jane Croll und Andreas Schreiber im Podium hören die Ausführungen von Mario Voigt (v.l.n.r.)  (Foto: Eva Maria Wiegand) Jonas Urbach, Jane Croll und Andreas Schreiber im Podium hören die Ausführungen von Mario Voigt (v.l.n.r.) (Foto: Eva Maria Wiegand)


Das Problem der rund 3.000 gesuchten Unternehmensnachfolger in Handwerk und Dienstleistungsbetrieben in den nächsten Jahren will Voigt mit einem Fonds entschärfen, der es potentiellen Nachfolgern erleichtern soll, eine positive Entscheidung für die Unternehmensübernahme zu treffen.

Die Unternehmer des Unstrut-Hainich-Kreises hörten dem Spitzenpolitiker mit Ambitionen auf das höchste politische Thüringer Amt interessiert und wohlwollend zu. Was sich davon alles von der Idee in die Tat umsetzen lässt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Heute keimte unter den Firmenlenkern jedoch etwas Hoffnung für eine Zukunft auf, die schwer genug und voller Herausforderungen sein wird.
Olaf Schulze


Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Mario Voigt zu Gast beim Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Treffen des BVMW im Alpha Hotel in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Autor: osch

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Kommentare
Kobold2
17.10.2024, 21:12 Uhr
Neuer Ministerpräsident.....????
Auch wenn der Wunsch nach einer stabilen Regierung verständlich ist, wurde eine Regierung noch nicht gebildet und ein Ministerpräsident noch nicht gewählt.
Erst mal haben und 10m weg sein, sagte mir einst ein Jäger. Die Basis ist nach dem Wahlergebnis keine gute Grundlage und das Angestrebte auch nicht.
Germanicus
18.10.2024, 07:51 Uhr
Wie so oft auch nur ein unehrliches Werbeversprechen…
…denn wenn dem so wäre, würde man nicht undemokratisch am Wählerwille vorbei agieren und sich einem kommunistisch geprägtem Personenkult anbiedern.

Als CDU Wähler nehme ich mir das Recht heraus zu sagen, dass 2/3 Wählerwille beachtet werden muss.

Aktuell glaube ich jedoch, dass man ohne politisches Feindbild in einer „Zwangsehe“ panische Versagensangst hat.
„Brombeer“ - das sagt ja schon so einiges - ist doch viel bequemer und man kann dem Wähler immer einen Schuldigen präsentieren.

Der einzige Trost der bleibt, dass nach 10 Jahren Rückschritt in Thüringen statistisch kein weiterer Weg nach unten gehen sollte.

Im Übrigen finde ich es „amüsant“, wie man heutzutage das große Wort DEMOKRATIE so oft vergewaltigt. Als 89er bekommt man da Würgereiz.

-> dḗmos krátos!
Marino50
18.10.2024, 08:22 Uhr
An erster Stelle....
Papier ist geduldig. Es sind immer wieder die gleichen Floskeln. Am Ende nichts Neues...... Es geht alles so weiter.
lumpi22
18.10.2024, 09:02 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Kobold2
18.10.2024, 09:03 Uhr
Ja die Floskel
Mit dem Wählerwillen ist ja schon da.
Das Wahkergebnis zeigt, wie uneins die Wählerschaft ist, wie man sich von einfachen Parolen vereinnahmen lässt, wozu Angst und Panikmache führtund am Ende keine vernüftig stabile Regierung herauskommt.
Dieses Defizit sucht man dann in einem "Wählerwillen" den man sich selbst schön redet. Konstruktiv geht anders, denn das Eerfinist ist z.g.T. kindlicher Trotz, gepaart mit Träumereien von angeblich einfachen Lösungen.
Nordthüringer
18.10.2024, 10:53 Uhr
Alles Gute zum Eigentor, Herr Voigt!
Für das BSW den Steigbügel halten, zur Linken aber eine Brandmauer!

Ihre Glaubwürdigkeit haben Sie bereits vor einem Amtsantritt als MP verspielt!
Fragt sich nur, wie lange dieses bunt zusammengewürfelte Scheinbündnis
halten wird ...
emmerssen
18.10.2024, 13:32 Uhr
Verrat am Wähler
Begeht hier Herr Voigt und die CDU. Wer die Mitte mit der CDU gewählt hat, bekommt die roten Nachfolger der SED und die abgewatschte SPD. Vorallen einen Innenminister den niemand mehr wollte. Nach meiner Meinung haben die Parteien mit den meisten Stimmen die Regierung zu bilden, ob sie sich mögen oder nicht. Ansonsten kann man das mit den Wahlen auch gleich bleiben lassen.
diskobolos
18.10.2024, 15:42 Uhr
Nach Ihrer Meinung gehts aber nicht, emmersen
Nach meiner auch nicht. Aber was Sie wollen, kann ich mir denken.
Sollten Sie so vergnatzt sein, dass Sie gar nicht mehr wählen gehen, wenn sich Ihre Meinung nicht durchsetzt, ist das Ihre Entscheidung. Wir lebenin einem freien Land . . .
Lautaro
18.10.2024, 15:52 Uhr
Das mit dem Wählerwillen ist tatsächlich so !
Wir können doch nicht ein Drittel der Thüringer Wähler vom demokratischen Plebiszit ausschliessen.
Ich selbst gestehe, dem BSW meine Stimme gegeben zu haben.
Aber wir sollten auf dem Boden der Demokratie bleiben, wenn 30 Prozent der Thüringer in einem demokratischen Prozess sich den Altparteien abgewandt haben, sollte man das respektieren, und nicht die Wähler als dumm bezeichnen.
Kobold2
18.10.2024, 16:16 Uhr
Verrat an der eigenen Wahrnehmung
Jetzt möchte man gern das Wahlgesetz ändern, damit die Traum Partei doch noch regiert. Es zählen nun mal Mehrheiten und nicht die meisten Stimmen. In der Geschichte gibt es genug Beispiele, wo die Partei mit den. Meisten Stimmen in die Opposition gehen musste, weil sie eben keine Mehrheit zusammen bekam. Z. B. 1969, oder was wollten sie bei einem Gleichstand wie 2002 machen... würfeln?
Wie Bitte
18.10.2024, 16:24 Uhr
Immer dieselbe Leier, "Verrat am Wähler" -
Wer sich mit den Wahlprogrammen der Parteien beschäftigt hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass alle Parteien die Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen haben.
Nur, weil "der Wähler" dies vor der Wahl ignoriert hat, kann er doch jetzt nicht ständig schreien, dass er sich verraten fühle, oder von "Wahlbetrug" faseln.

"Verrat am Wähler" wäre es, wenn die Parteien nun, nach der Wahl, entgegen ihrer vorherigen Versprechen DOCH mit der AfD koalieren würden. Das scheint "dem Wähler" einfach nicht in den Kopf zu wollen. Wer wollte, dass z.B. die CDU mit der AfD koaliert, hätte doch auch gleich die AfD wählen können, oder? Wo ist da der Verrat, der Betrug am Wähler?
Waldemar Ceckorr
18.10.2024, 18:29 Uhr
das wahlgesetz ändern,
ist natürlich eine möglichkeit.
aber man kann ja auch erstmal nach einem parteiverbot schreien, wenn die wahlergebnisse nicht so ausfallen wie sich das die veralteten parteien erhofft hatten.

der waldi
diskobolos
18.10.2024, 20:05 Uhr
Da sehen Sie etwas falsch, Lautaro
"Wir können doch nicht ein Drittel der Thüringer Wähler vom demokratischen Plebiszit ausschliessen." (Zitat)

Eine Volksabstimmung im engeren Sinne gab es doch gar nicht und an der Wahl waren doch wohl alle beteiligt.

Tatsächlich gehört es schon immer zum Ergebnis von vielen Wahlen, dass ein erheblicher Teil der Wähler für Parteien stimmte, die an der Regierung nicht beteiligt werden. Nicht selten ist es fast die Hälfte. Das ist z. B. auch im Bund schon lange so.
grobschmied56
18.10.2024, 20:11 Uhr
Man muß kein großer Rechner sein ...
... um die Entwicklung der nächsten Jahre vorherzusehen.
Inzwischen sind die 'alten Parteien' in heller Aufregung bzw regelrechter Panik!
Und fordern das Verbot der 'Opposition'.
Um 'Unsere Demokratie' zu retten!
Lachnummer - wer nicht mitkichern kann, hat nix verstanden.

Man muß sich nur die Wahlergebnisse der letzten 10 Jahre anschauen, um die allgemeine Panik zu begreifen:

Bei der Landtagswahl in Thüringen bekam die 'Schwefel-und Pech-Partei'

Am 14.09.2014 - 10.6 Prozent.
Am 27.10.2019 - 23.4 Prozent.
Am 01.09. 2024 - 32.8 Prozent.
Am XX.YY. 2029 - XY.Z Prozent.

Wer mal unter dem Stichwort 'Lineare Interpolation' nachgoogelt, kann leicht erahnen, wie sich die Geschichte weiterentwickeln könnte...

Nach der nächsten Landtagswahl brauchen sie womöglich gar keinen Koalitionspartner mehr. Auch die 'Brandmauer' könnte dann ein Gespenst aus fernen Tagen sein, so wie die 'Mauer' im Nobelslum Berlin es einst war.
AJ1967
18.10.2024, 20:19 Uhr
Zusammenarbeit mit BSW ?
Laut CDU keine Zusammenarbeit mit der Linken. Richtig so. Zusammenarbeit mit BSW Verrat am Wähler der CDU. Hauptsache Posten schaffen. Was macht das BSW für Thüringen? Die Wähler werden es sich hoffentlich merken. BSW geht gar nicht.
P.Burkhardt
19.10.2024, 00:05 Uhr
ach Leute...
...zum Einen gehört auch die CDU zur Opposition... und die ist nicht von einem Parteiverbotsverfahren bedroht, weil sie eben auf dem Boden des Grundgesetzes ruht (was bei der AFD nicht ganz so sicher ist, weswegen sie beobachtet wird und einzelne Landesverbände als Verdachtsfall oder gar als gesichert rechtsextrem eingestuft werden)... zum Anderen, lieber Grobschmied, reden Sie von Extrapolation... und das ist immer schwierig...bedeutet es doch (in diesem Fall) aus der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, was alle neuen Entwicklungen ausklammert.... aber das wissen Sie natürlich und zünden mal wieder eine Nebelkerze...und sollten Sie das tatsächlich nicht wissen, dann, ja dann...

Es war vor der Wahl klar, dass niemand mit der AFD koalieren will und das die AFD keine absolute Mehrheit bekommen wird - wer dann trotzdem die Fascho-Höcke-Partei gewählt hat, dem ist dann einfach nicht zu helfen - findet euch damit ab, dass ihr einfach etwas Dummes getan habt. Wenn ihr eine neue stabile Regierung zum Wohle des Landes hättet haben wollen, dann hättet ihr CDU gewählt... aber ich glaube, ihr wolltet eben unbedingt einen Faschisten als Ministerpräsidenten, koste es was es wolle - in diesem Fall eben die Regierungsbildung...

und nebenbei bemerkt.... was 2029 ist, wissen wir alle nicht. Vielleicht steht Hamburg da schon unter Wasser, oder der Russe in Paris... oder wir fahren dann alle bereits elektrisch und VW baut plötzlich wieder Autos, die gekauft werden.
Gehard Gösebrecht
19.10.2024, 08:16 Uhr
Mir würde es vollkommen ausreichen,
wenn die AFD nur 10 Minuten an der Macht wäre.
Was könnte man in 10 Minuten so alles wegräumen?!
Nordthüringer
19.10.2024, 13:52 Uhr
Ach Oberlehrer P.Burkhardt!
Sie und Ihre Erklärbär-Formulierungen!

Wer will denn hier ein AfD-Verbotsverfahren anstreben?
Einige Bundestagsabgeordnete, allen voran der Ost-Beauftragte Wanderwitz
(CDU) und einige Grüne, weil die sich darüber ärgern, dass sie in Brandenburg und Thüringen nicht mehr im Landtag sitzen.

Ob der von Ihnen favorisierte Grinsbacken-MP in spe für Thüringen wirklich als
erste Wahl anzusehen ist, wird sich noch zeigen und ist zumindest bis jetzt schwer anzuzweifeln.
Und ob wirklich ein 'Faschist' als MP angetreten wäre oder vielleicht nicht doch eine andere Personalie, dass wissen wir alle nicht.

Ansonsten, siehe Ihren letzten Absatz ...
Lautaro
19.10.2024, 16:31 Uhr
P.Burkhard
Nun geschätzter P.Burkhard....was wäre denn ihr Rat gewesen ?
Die Menschen, welche die AFD wählten, hätten aus polittaktischen Gründen eine der Altparteien wählen sollen., damit irgendwelche gutbezahlten Hirnis ein "weiter so ! " propagieren ?
Sie können mir glauben, sozialpolitisch steht die AFD ihnen als neoliberaler Forist näher, als mir armen Arbeiter !
Wie Bitte
19.10.2024, 18:33 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Beitrag, kein Chat
grobschmied56
19.10.2024, 22:23 Uhr
Wer lesen kann, ist echt ...
... im Vorteil, liebes Burkhardt. In meinem Kommentar war ausdrücklich die Rede von 'linearer Interpolation'! (Nicht von Extrapolation, dat is'n annern Schnack)
Hier die Definition:
'Was ist lineare Interpolation?
Die lineare Interpolation ist eine mathematische Methode zur Schätzung unbekannter Werte, die innerhalb des Bereichs einer diskreten Menge bekannter Datenpunkte liegen. Diese Technik geht davon aus, dass die Änderung zwischen zwei bekannten Werten linear ist, sodass Zwischenwerte berechnet werden können. Sie wird häufig in verschiedenen Bereichen verwendet, darunter Statistik, Datenanalyse und Datenwissenschaft, um sanfte Übergänge zwischen Datenpunkten zu schaffen und so die Visualisierung und Analyse von Trends zu erleichtern.'
Quelle: STATISTIK EINFACH LERNEN.(Eben da)

Die Quintessenz ist schlicht. Kann man innert 10 Jahren drei Prozentwerte auf eine linear steigende Gerade legen, so läßt sich mit einer gewissen Restunsicherheit der vierte ( in der Zukunft liegende Wert) abschätzen oder auch nur 'erraten'.
Wobei es wahrscheinlicher ist, daß die AfD bei der Landtagswahl in Thüringen 2029 noch ein paar Prozente zulegt, als daß 'Hamburg im Meer versinkt' oder die Volksrepublik Nordkorea den nächsten Bundeskanzler in Deutschland stellt.

Man kann zu seiner Heimat Thüringen stehen, wie man will.
Die einen eher links, die anderen eher rechts.
Nur irgendwie plausibel sollte es schon bleiben.

Alles klar, BURKI?
Wie Bitte
19.10.2024, 22:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Beitrag
P.Burkhardt
19.10.2024, 23:36 Uhr
Nana, Ihr Lieben...
... Schaum abwischen !

Eine Reaktion sei mir erlaubt, da ich direkt angesprochen wurde - weitere werden nicht folgen:

Wenn niemand mutmaßliche Rechtsradikale an der Macht haben wollte, aber trotzdem Rot oder Grün nicht wollte... wer bleibt dann noch übrig zum wählen (bitte dabei nicht an die Wagenknecht denken *lach*) ? Also bitte... ist doch nicht so schwer zu kapieren. Mehr hab ich nicht sagen wollen, weiter oben. Wer natürlich mit Radikalen keine Probleme hatte, der hat eben AFD gewählt...oder eben die Systematik nicht verstanden.

Ich mag die Thüringer CDU auch nicht sonderlich, obwohl sie bei mir sehr gewonnen haben, als sie die Brandmauer nach rechts aufrecht erhalten haben... gefühlt bröckelte da schon etwas der Putz. Auch mit Merz habe ich so meine Schwierigkeiten - aber verglichen mit den anderen sind sie die echte Alternative für alle, die nicht rot oder grün haben wollen - eben weil sie nicht den faschistoiden Nimbus hat und damit koalitions- und regierungsfähig ist.

und in eigener Sache (weil ich hier mal wieder in eine Schublade gesteckt werde ....mal ist es die linke, dann wieder die grüne und nun die liberale)... ich bin tatsächlich bei jeder Wahl auf der Suche nach der bestmöglichen Schnittmenge meiner Gedanken zue Energiewende, Umweltschutz, Migration, Bildung, Arbeitsmarkt, Rente...usw. Tatsächlich bekomme ich nie alles unter einen Hut...und das geht wahrscheinlich den Allermeisten so.
emmerssen
20.10.2024, 09:40 Uhr
Ich spiele mal den Wahrsager
Die Thüringer Minderheitsregierung unter Voigt wird von den übrigen Parteien geblockt wo es nur geht. Von der AfD nach der Vorführung bei der ersten Sitzung und der Nichtbeachtung bei der Regierungsbildung. Von den Linken nach der jahrelangen Blockade ihrer Minderheitsregierung. Das ganze Konstrukt Mitte und ganz weit Links ( BSW) ist von Hause aus schon ein wakliges Gebilde. Fazit; wir werden auch in den nächsten Jahren in Thüringen Stillstand und keine positiven Veränderungen erleben. Viel wichtiger ist ja auch das die "Brandmauer" steht und den aufgeblähten Regerungsappat am Leben zu halten.
Mitternacht
20.10.2024, 10:52 Uhr
"An erster Stelle steht Thüringen!",
"Und das geht nur mit der AfD", wie einige Kommentatoren fortsetzen.

Ich sag mal, wieso es mit der AfD NICHT geht.
Weil dieselben Kommentatoren schon davon träumen, was oder wer mit der AfD nicht alles weggeräumt werden könne.
Das sogenannte "Wegräumen" hatten wir schon ab '33, und mit einer Partei, welche solche Fantasien beflügelt, wird es Thüringen ganz gewiss nicht besser gehen.
P.Burkhardt
20.10.2024, 11:05 Uhr
Genau, grobschmied...
Haben wir 2029 einen Zwischenwert, den man interpolieren könnte ? Gibt es also Werte vor UND nach 2029 ? Falls nicht, dann haben wir keinen Zwischwert, sondern einen Randwert...und genau da liegt der Unterschied.... der andere Schnack.

Sie schreiben es ja selbst, haben es aber offenbar nicht verstanden: "...innerhalb des Bereichs einer diskreten Menge bekannter Datenpunkte liegen."

Ich muss da gar nicht Wikipedia bemühen....

Und nochmal: Es ging doch den Allermeisten in erster Linie wohl darum die Linken zu vermeiden...und Stabilität ins Land zu bringen. Das war von vorne herein mit der AFD ausgeschlossen. Daher wäre es schlauer gewesen, seine Stimme der anderen Oppositionspartei zu geben... das ist doch logisch. Wollt ihr nicht, oder könnt ihr das nicht kapieren ?
Kobold2
20.10.2024, 11:20 Uhr
Ja emmerson
Das war schon an den Vorhersagen zur Wahl abzusehen. Aber manch einer wollte da schon mit dem Kopf durch die Wand und es denen da oben so richtig zeigen...
Jetzt fordert man als Verrat am Wähler auch noch, dass man die vorher von allen gemachte Festlegung, nicht mit der AfD zu koalieren fallen gelassen wird und behauptet allen ernstes, das ja die anderen den Verrat begehen. Bei dem Hinweis wird dann auch noch fleißig der entsprechende Daumenbutton bedient
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