Mi, 12:45 Uhr
18.12.2024
Krönung für den Kirchenbau
Zwei güldene Kugeln für Ellrichs neue Türme
Es nieselt. Der Wind zerrt am Gerüst. In der St.-Johannis-Kirche jedoch leuchten die Lichter des Weihnachtsbaumes warm, sitzen die Gäste mit wärmenden Decken über den Beinen oder stehen an diesem Montagnachmittag in Ellrich dicht beieinander...
Zwei güldene Kugeln sollen bald die neuen Ellricher Kirchtürme zieren (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz)
Gesichter strahlen um die Wette. Ellrich hat seine Silhouette wieder – das Harzvorland seine Laterne, wie Bodo Ramelow, Thüringer Ministerpräsident a.D., sagt. Die Wunde der Stadt ist geheilt.
Zwei güldene Knöpfe, große Kugeln mit einer grünen Spitze, stehen im Altarraum und leuchten förmlich hinein. Bereit mit einer Kapsel gefüllt zu werden und ihr Ziel - die Turmspitze von St. Johannis - zu bekrönen.
Mit 80 cm-Durchmesser sehen sie im großen Altarraum fast klein aus und doch werden sie hoch oben im Sonnenlicht weit in die Region hineinleuchten.
Pfarrer Gregor Heimrich hält die Andacht an diesem denkwürdigen Tag, Kreiskantorin Christine Heimrich musiziert und ein gemischter Posaunenchor begleitet den Weg der Knöpfe hoch auf den Turm.
Viele sind gekommen, um das mitzuerleben - Ellricher, Nachbargemeinden, Planer, Firmen, Unterstützer, ehemalige Pfarrer - Hilde Jüngling und Jochen Lenz, Superintendent Andreas Schwarze und der Baureferent des Kirchenkreises Henning Michelsen, um nur ein paar zu nennen. An ihrer Seite viel Prominenz. Ministerpräsident a.D. Bodo Ramelow, erzählt die Geschichte vom ersten Hören der Idee bis zum Ersteigen des Turmes kurz vor der Festveranstaltung. Sein Anteil am Wiedererstehen des Turmes mit den beiden Spitzen ist groß.
Der Einzug der beiden Goldkugeln wohnte viel Publikum bei (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz)
Der Applaus für sein persönliches Engagement für die St.-Johannis-Kirche spiegelt die Anerkennung, die ihm die Ellricher und Gäste dafür zollen. Auch der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke hält ein Grußwort, so wie der Ellricher Bürgermeister Henry Pasenow. Der Architekt Peter Tandler, ein Mitarbeiter der HABAU, Karl-Heinz Kindervater und natürlich der Vorsitzende des Kirchbauvereins - Martin Bischoff - sprechen. Das Besondere dieses Moments ist in allen Beiträgen greifbar. "Wohl der Kirche, die solch einen Bischoff hat!", schmunzelt Bodo Ramelow und meint das wörtlich, das merkt man deutlich, als sein Blick auf Martin Bischoff hängen bleibt. In die Kapsel hat der Thüringer Ministerpräsident a.D. übrigens eine kleine rote Glocke mit der Aufschrift "Bodo" eingebracht.
"Wer´s glaubt, wird selig", sagt Superintendent Andreas Schwarze in seinem Grußwort. Erst im Sommer hatte der Kirchenkreis unter diesem Motto hier den Kreiskirchentag gefeiert. Und wie oft, wurde dieser Satz wohl benutzt, um tiefe Zweifel am Entstehen des Turms zu äußern? Doch nun hat er sogar seine güldenen Spitzen. Im Frühjahr soll das Gerüst fort sein und die Glocken erklingen. Das ist dann noch einmal ein wunderbarer Grund zu feiern. Vielleicht passt der Termin ja mit der Eröffnung der Ausstellung Lichtwege von Ludger Hinse zusammen, die in St. Johannis gefeiert wird. Das wäre ein schönes Zeichen.
Autor: red
Zwei güldene Kugeln sollen bald die neuen Ellricher Kirchtürme zieren (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz)
Gesichter strahlen um die Wette. Ellrich hat seine Silhouette wieder – das Harzvorland seine Laterne, wie Bodo Ramelow, Thüringer Ministerpräsident a.D., sagt. Die Wunde der Stadt ist geheilt.
Zwei güldene Knöpfe, große Kugeln mit einer grünen Spitze, stehen im Altarraum und leuchten förmlich hinein. Bereit mit einer Kapsel gefüllt zu werden und ihr Ziel - die Turmspitze von St. Johannis - zu bekrönen.
Mit 80 cm-Durchmesser sehen sie im großen Altarraum fast klein aus und doch werden sie hoch oben im Sonnenlicht weit in die Region hineinleuchten.
Pfarrer Gregor Heimrich hält die Andacht an diesem denkwürdigen Tag, Kreiskantorin Christine Heimrich musiziert und ein gemischter Posaunenchor begleitet den Weg der Knöpfe hoch auf den Turm.
Viele sind gekommen, um das mitzuerleben - Ellricher, Nachbargemeinden, Planer, Firmen, Unterstützer, ehemalige Pfarrer - Hilde Jüngling und Jochen Lenz, Superintendent Andreas Schwarze und der Baureferent des Kirchenkreises Henning Michelsen, um nur ein paar zu nennen. An ihrer Seite viel Prominenz. Ministerpräsident a.D. Bodo Ramelow, erzählt die Geschichte vom ersten Hören der Idee bis zum Ersteigen des Turmes kurz vor der Festveranstaltung. Sein Anteil am Wiedererstehen des Turmes mit den beiden Spitzen ist groß.
Der Einzug der beiden Goldkugeln wohnte viel Publikum bei (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz)
Der Applaus für sein persönliches Engagement für die St.-Johannis-Kirche spiegelt die Anerkennung, die ihm die Ellricher und Gäste dafür zollen. Auch der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke hält ein Grußwort, so wie der Ellricher Bürgermeister Henry Pasenow. Der Architekt Peter Tandler, ein Mitarbeiter der HABAU, Karl-Heinz Kindervater und natürlich der Vorsitzende des Kirchbauvereins - Martin Bischoff - sprechen. Das Besondere dieses Moments ist in allen Beiträgen greifbar. "Wohl der Kirche, die solch einen Bischoff hat!", schmunzelt Bodo Ramelow und meint das wörtlich, das merkt man deutlich, als sein Blick auf Martin Bischoff hängen bleibt. In die Kapsel hat der Thüringer Ministerpräsident a.D. übrigens eine kleine rote Glocke mit der Aufschrift "Bodo" eingebracht.
"Wer´s glaubt, wird selig", sagt Superintendent Andreas Schwarze in seinem Grußwort. Erst im Sommer hatte der Kirchenkreis unter diesem Motto hier den Kreiskirchentag gefeiert. Und wie oft, wurde dieser Satz wohl benutzt, um tiefe Zweifel am Entstehen des Turms zu äußern? Doch nun hat er sogar seine güldenen Spitzen. Im Frühjahr soll das Gerüst fort sein und die Glocken erklingen. Das ist dann noch einmal ein wunderbarer Grund zu feiern. Vielleicht passt der Termin ja mit der Eröffnung der Ausstellung Lichtwege von Ludger Hinse zusammen, die in St. Johannis gefeiert wird. Das wäre ein schönes Zeichen.


