Mi, 11:24 Uhr
30.04.2025
So sieht es entlang der Gumpe aus:
Kein Geld, kein Personal
In der Nordhäuser Gemarkung gibt es viele Wanderwege. Einer davon, der seit Generationen ganz oben auf der Wander-Hitliste steht: "die Gumpe". Auch Karla Knoche ging und geht diesen Weg. Bis vor kurzem...
So sieht es entlang der Gumpe aus (Foto: privat)
In der ersten Hälfte des Aprils war Frau Knoche auf diesem Wanderweg unterwegs. Was sie jedoch rechts und links des Wege in Augenschein nehmen musste, machte sie erschrocken und nicht gerade glücklich.
In Worten auszudrücken fiel ihr schwer, dafür schickte sie der nnz-Redaktion einige Bilder vom kaum zu ertragenden Zustand des Weges. Sie hoffte in unserem Gespräch, dass dies alles nur eine Momentaufnahme sein könnte, doch da hatte sich Frau Knoche getäuscht, wie eine Antwort aus dem Nordhäuser Rathaus ergab.
Die nnz schickte am 15. April eine entsprechende Anfrage an die Pressestelle des Rathauses. Die Antwort kam gestern, verbunden mit einer Entschuldigung für die lange Bearbeitung. Dafür aber mit der Bestätigung, dass die "Arbeiten" vom "zuständigen Amt für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Nordhausen ausgeführt" wurden.
"Die Maßnahme wurde unter Einsatz eines Forstmulchers realisiert. Der Einsatz der Technik erfolgt in Bereichen mit sehr hohem Arbeitsaufwand. Die Schnittarbeiten sind manuell nicht umsetzbar. Die zu pflegenden Bereiche in der Gumpe belaufen sich auf rund fünf Kilometer. Die Maßnahme war dringend erforderlich um die straßenbegleitende Entwässerung/Straßengräben, insbesondere mit Blick auf den Hochwasserschutz bzw. die Hochwasserereignisse 2024, zu erhalten und teilweise wiederherzustellen."
So weit, so gut, könnte man denken. Verbunden damit ist für manche Menschen in dieser Stadt verständlicherweise der Wunsch nach Beräumung des entstandenen "Schadens". Doch weit gefehlt:
"Eine Beräumung ist nicht geplant. Der Aufwand an finanziellen Mitteln und Personal ist zu hoch. Die Arbeiten wurden außerhalb der Vegetationsperiode ausgeführt. Der Eingriff war auf Grund des hohen Pflegerückstandes hoch. Für die Gumpe, wie auch für die anderen zu bewirtschaftenden Wirtschaftswege konnten die Pflegezyklen auf 2-3 Jahre verkürzt werden. Das ist auf Grund der Anschaffung eines Forstmulchers möglich. Der Aufwand und die Eingriffe werden damit deutlich minimiert."
Da werden nicht nur Frau Knoche die Worte fehlen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
So sieht es entlang der Gumpe aus (Foto: privat)
In der ersten Hälfte des Aprils war Frau Knoche auf diesem Wanderweg unterwegs. Was sie jedoch rechts und links des Wege in Augenschein nehmen musste, machte sie erschrocken und nicht gerade glücklich.
In Worten auszudrücken fiel ihr schwer, dafür schickte sie der nnz-Redaktion einige Bilder vom kaum zu ertragenden Zustand des Weges. Sie hoffte in unserem Gespräch, dass dies alles nur eine Momentaufnahme sein könnte, doch da hatte sich Frau Knoche getäuscht, wie eine Antwort aus dem Nordhäuser Rathaus ergab.
Die nnz schickte am 15. April eine entsprechende Anfrage an die Pressestelle des Rathauses. Die Antwort kam gestern, verbunden mit einer Entschuldigung für die lange Bearbeitung. Dafür aber mit der Bestätigung, dass die "Arbeiten" vom "zuständigen Amt für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Nordhausen ausgeführt" wurden.
"Die Maßnahme wurde unter Einsatz eines Forstmulchers realisiert. Der Einsatz der Technik erfolgt in Bereichen mit sehr hohem Arbeitsaufwand. Die Schnittarbeiten sind manuell nicht umsetzbar. Die zu pflegenden Bereiche in der Gumpe belaufen sich auf rund fünf Kilometer. Die Maßnahme war dringend erforderlich um die straßenbegleitende Entwässerung/Straßengräben, insbesondere mit Blick auf den Hochwasserschutz bzw. die Hochwasserereignisse 2024, zu erhalten und teilweise wiederherzustellen."
So weit, so gut, könnte man denken. Verbunden damit ist für manche Menschen in dieser Stadt verständlicherweise der Wunsch nach Beräumung des entstandenen "Schadens". Doch weit gefehlt:
"Eine Beräumung ist nicht geplant. Der Aufwand an finanziellen Mitteln und Personal ist zu hoch. Die Arbeiten wurden außerhalb der Vegetationsperiode ausgeführt. Der Eingriff war auf Grund des hohen Pflegerückstandes hoch. Für die Gumpe, wie auch für die anderen zu bewirtschaftenden Wirtschaftswege konnten die Pflegezyklen auf 2-3 Jahre verkürzt werden. Das ist auf Grund der Anschaffung eines Forstmulchers möglich. Der Aufwand und die Eingriffe werden damit deutlich minimiert."
Da werden nicht nur Frau Knoche die Worte fehlen.
Peter-Stefan Greiner










