Mo, 15:45 Uhr
12.05.2025
Erstes Feldlager feierlich erhoben
Schlaraffische Wiedergeburt in Nordhausen
In den ehrwürdigen Räumen der historischen Schnapsbrennerei Seidler wurde am vergangenen Wochenende nicht nur Hochprozentiges ausgeschenkt, sondern auch Schlaraffisches gefeiert...
Der ehemalige Stammtisch zu Nordhausen ist nach über drei Jahren feinsinniger Aufbauarbeit durch den Allschlaraffenrat zum offiziellen Feldlager erhoben worden.
Unter dem Motto Der Kampf um Schlaraffia versammelten sich Ritter, Junker und Knappen aus über 10 schlaraffischen Reychen (u.a. Kassel, Goslar, Weimar, Erfurt, Meißen Coburg und Bad Mergentheim), um diesen festlichen Anlass zu zelebrieren. Der feierliche Akt, getragen von Humor, Freundschaft und schlaraffischem Ernst, stand ganz im Zeichen der Rückkehr Nordhusas auf die Bühne der schlaraffischen Welt.
Mit dem UHU im Geiste
Die Schlaraffen, eine weltweite Gemeinschaft kunstsinniger Männer, die sich dem geistvollen Spiel im Stil eines spanischen Hofzeremoniells verschrieben haben, kommen traditionell zwischen Oktober und April zu ihren Winterungen zusammen. In Nordhausen wachte dabei – wie es sich gehört – symbolisch der UHU, das Wappentier der Schlaraffen, über das Geschehen. Nicht nur wurde das Feldlager feierlich erhoben, es wurden auch jene gewürdigt, die mit Herz, Humor und Hartnäckigkeit das einst erloschene Schlaraffenreych Nordhusia wiederbeleben wollen.
Zwei Ritter mit Mission
Besonderen Dank erhielten die Ritter Doppelkorn von der Kyffhäuserburg und Ritter A-capella für das Gesamtkunstwerk. Als Vorsitzende des neu gegründeten und nun offiziell eingetragenen Vereins Nordhusa e.V. arbeiten sie unermüdlich daran, das geistvolle Spiel zurück nach Nordhausen zu bringen. Mit Liebe zur schlaraffischen Tradition, organisatorischem Geschick und nicht wenig Charme treiben sie den Aufbau weiter voran – immer auf der Suche nach neuen Mitspielern, die sich für Kunst, Freundschaft Humor und ein wenig gepflegte Ironie begeistern.
Es ist ein schönes Spiel mit Geist und Geschichte, so Ritter A-capella augenzwinkernd. Aber auch eines, das heute wichtiger denn je ist – weil es den Alltag mit Witz und Würde auf den Kopf stellt. Wer einmal den Geist Schlaraffias für sich verinnerlicht hat, findet einen Ausgleich zum häufig tristen Alltag wie keinen anderen.
Zwischen Spaß und Ernst
Was für Außenstehende wie ein kurioses Spektakel mit Rittertiteln und altertümlicher Sprache wirkt, ist für die Schlaraffen ein durchdachtes Kulturgut. Es geht um die Pflege von Kunst, Sprache, Humor – und das im Rahmen einer weltweiten Bruderschaft mit über 260 aktiven Reychen (Ortsverbänden).
Der Abend in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei (ehemals Schnapsbrennerei Seidler) bot alles, was Schlaraffenherzen höher schlagen lässt: Reden voller Ironie, musikalische Beiträge vorgetragen mit Gewicht und Herz und ein Festmahl, das UHU-würdig war. In diesen historischen Mauern wurde deutlich: Die Idee lebt – und wie!
Machten sich besonders um die Wiederauferstehung der Schlaraffen in Nordhausen verdient: Ritter Doppelkorn von der Kyffhäuserburg und Ritter A-capella (Foto: J.Bauersfeld)
Mit der Erhebung zum Feldlager ist Nordhusa nun kein loser Zusammenschluss mehr, sondern Teil der schlaraffischen Weltordnung. Der Weg zum eigenständigen unabhängigen Reych ist zwar noch weit, doch der Grundstein ist gelegt. Und mit dem Gefühl der Verbundenheit und auf den Schwingen des Uhu, der an diesem Abend spürbar war, stehen die Zeichen gut.
Wer die Tür zur schlaraffischen Welt einmal durchschritten hat, will selten zurück. In Nordhausen wurde diese Tür nun weit aufgestoßen – mit feiner Ironie, einem kräftigen Lulu! und einem kleinen Schwips der Begeisterung.
Autor: redDer ehemalige Stammtisch zu Nordhausen ist nach über drei Jahren feinsinniger Aufbauarbeit durch den Allschlaraffenrat zum offiziellen Feldlager erhoben worden.
Unter dem Motto Der Kampf um Schlaraffia versammelten sich Ritter, Junker und Knappen aus über 10 schlaraffischen Reychen (u.a. Kassel, Goslar, Weimar, Erfurt, Meißen Coburg und Bad Mergentheim), um diesen festlichen Anlass zu zelebrieren. Der feierliche Akt, getragen von Humor, Freundschaft und schlaraffischem Ernst, stand ganz im Zeichen der Rückkehr Nordhusas auf die Bühne der schlaraffischen Welt.
Mit dem UHU im Geiste
Die Schlaraffen, eine weltweite Gemeinschaft kunstsinniger Männer, die sich dem geistvollen Spiel im Stil eines spanischen Hofzeremoniells verschrieben haben, kommen traditionell zwischen Oktober und April zu ihren Winterungen zusammen. In Nordhausen wachte dabei – wie es sich gehört – symbolisch der UHU, das Wappentier der Schlaraffen, über das Geschehen. Nicht nur wurde das Feldlager feierlich erhoben, es wurden auch jene gewürdigt, die mit Herz, Humor und Hartnäckigkeit das einst erloschene Schlaraffenreych Nordhusia wiederbeleben wollen.
Zwei Ritter mit Mission
Besonderen Dank erhielten die Ritter Doppelkorn von der Kyffhäuserburg und Ritter A-capella für das Gesamtkunstwerk. Als Vorsitzende des neu gegründeten und nun offiziell eingetragenen Vereins Nordhusa e.V. arbeiten sie unermüdlich daran, das geistvolle Spiel zurück nach Nordhausen zu bringen. Mit Liebe zur schlaraffischen Tradition, organisatorischem Geschick und nicht wenig Charme treiben sie den Aufbau weiter voran – immer auf der Suche nach neuen Mitspielern, die sich für Kunst, Freundschaft Humor und ein wenig gepflegte Ironie begeistern.
Es ist ein schönes Spiel mit Geist und Geschichte, so Ritter A-capella augenzwinkernd. Aber auch eines, das heute wichtiger denn je ist – weil es den Alltag mit Witz und Würde auf den Kopf stellt. Wer einmal den Geist Schlaraffias für sich verinnerlicht hat, findet einen Ausgleich zum häufig tristen Alltag wie keinen anderen.
Zwischen Spaß und Ernst
Was für Außenstehende wie ein kurioses Spektakel mit Rittertiteln und altertümlicher Sprache wirkt, ist für die Schlaraffen ein durchdachtes Kulturgut. Es geht um die Pflege von Kunst, Sprache, Humor – und das im Rahmen einer weltweiten Bruderschaft mit über 260 aktiven Reychen (Ortsverbänden).
Der Abend in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei (ehemals Schnapsbrennerei Seidler) bot alles, was Schlaraffenherzen höher schlagen lässt: Reden voller Ironie, musikalische Beiträge vorgetragen mit Gewicht und Herz und ein Festmahl, das UHU-würdig war. In diesen historischen Mauern wurde deutlich: Die Idee lebt – und wie!
Machten sich besonders um die Wiederauferstehung der Schlaraffen in Nordhausen verdient: Ritter Doppelkorn von der Kyffhäuserburg und Ritter A-capella (Foto: J.Bauersfeld)
Mit der Erhebung zum Feldlager ist Nordhusa nun kein loser Zusammenschluss mehr, sondern Teil der schlaraffischen Weltordnung. Der Weg zum eigenständigen unabhängigen Reych ist zwar noch weit, doch der Grundstein ist gelegt. Und mit dem Gefühl der Verbundenheit und auf den Schwingen des Uhu, der an diesem Abend spürbar war, stehen die Zeichen gut.
Wer die Tür zur schlaraffischen Welt einmal durchschritten hat, will selten zurück. In Nordhausen wurde diese Tür nun weit aufgestoßen – mit feiner Ironie, einem kräftigen Lulu! und einem kleinen Schwips der Begeisterung.


