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Sa, 08:32 Uhr
10.01.2026
Amphibienschutz

Volkszählung im Teichtal

Im Naherholungsgebiet Teichtal Hainrode befindet sich eines der bedeutendsten Amphibienvorkommen Mitteldeutschlands. Um Molch und Co. zu schützen, werden auch in diesem Jahr wieder viele helfende Hände gebraucht...

In den drei Teichen, welche von einem aus der Hainleite kommenden Bach gespeist werden, leben die europaweit geschützten Kammmolche und Geburtshelferkröten. Außerdem kommen hier enorm viele Teich- und Bergmolche sowie Erdkröten und andere Amphibien vor.

Einer der vielen Bewohner des Teichtals: ein Bergmolch (Foto: LPV Südharz/ Kyffhäuser) Einer der vielen Bewohner des Teichtals: ein Bergmolch (Foto: LPV Südharz/ Kyffhäuser)

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Sie alle sind auf die Nähe zwischen dem Wald der Hainleite als Landlebensraum und den Teichen als Fortpflanzungsgewässer angewiesen. Auf ihrem Wanderweg müssen sie die Straße des Naherholungsgebietes im Teichtal überqueren. Zum Schutz vor dem Überfahren wird jährlich im Frühjahr ein Amphibienschutzzaun aufgebaut.

Um die Fortführung der seit Jahren durchgeführten Schutzmaßnahmen zu gewährleisten, sucht die Natura 2000-Station „Südharz/Kyffhäuser“ für die Betreuung des Amphibienschutzzaunes im Teichtal Hainrode noch freiwillige Helferinnen und Helfer.

Die Betreuung umfasst das regelmäßige Entleeren der Eimer entlang der Amphibienschutzzäune und das anschließende Einsetzen der Tiere in den Teich. Dabei sind die gefundenen Arten zu bestimmen und zu notieren. Artenkenntnis wird für die Tätigkeit nicht vorausgesetzt. Diese kann im Rahmen einer Einarbeitung vermittelt werden. Die Kontrolle des Amphibienschutzzaunes muss zwei Mal täglich in den Morgenstunden und am Nachmittag erfolgen.

Die Schutzmaßnahmen sind je nach Witterung voraussichtlich von Anfang März bis Juni erforderlich. Eine Aufwandsentschädigung für die Amphibienzaunbetreuung oder Beschäftigung auf Minijob-Basis kann nach Abstimmung erfolgen.

Interessierte Personen, die gerne bei der ehrenamtlichen Betreuung der Amphibienwanderung mitmachen möchten, können sich bei Frau Astrid Koschorreck, der Leiterin der Natura 2000-Station „Südharz/Kyffhäuser“, melden. Sie ist telefonisch unter 03631/4994485 und per Mail an info@lpv-shkyf.de zu erreichen.
Autor: red

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Kommentare
Ziegentaler
10.01.2026, 09:56 Uhr
Teichtal ist kein Naherholungsgebiet mehr
Hauptsache den Molchen geht's gut.
Rene Strube
10.01.2026, 19:14 Uhr
Leider nicht mehr notwendig
Den Campingplatz hat die Natur schon fast komplett zurück erobert. Im oberen Teil, wo auch die Zäunchen sind, werden noch maximal 5 Bungalows genutzt und ein Ferienhaus. Das Schwimmbad wird schon einige Jahre nicht mehr betrieben - ist auch nicht mehr dicht - läuft maximal noch halb voll. Zum Jahresende hat nun auch die beliebte Gaststätte geschlossen. So viel ich weiß, ist noch kein neuer Betreiber in Sicht. Also braucht man kein Zäunchen mehr zum Schutz der Molche da kaum noch ein Kfz die Wege befahren. Bliebe maximal das Zählen der Tiere. Da die Zäune nicht durchgehend sind, wäre aber auch das nicht genau.
Für die Molche also alles gut. Aber es ist wirklich Schade um das schöne ehemalige Naherholungsgebiet. Hier haben mehrere Generationen schöne Zeiten verbracht.
fso2020
11.01.2026, 20:41 Uhr
Ein dreifach Hoch dem Tier- und Naturschutz!
Naherholungszentrum?
Einfach mal hinfahren oder -gehen und sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.
Früher gab es dort einen Campingplatz, Ferienbungalows, ein Schwimmbad, einen Gondelteich, einen Märchenwald und florierende Gastronomie und trotzdem Molche!
Wer das Glück hatte noch während der Existenz der DDR im Schwimmbad baden zu dürfen, konnte so manches Mal MIT den Molchen schwimmen.

All das ist leider längst Geschichte und als letzte Institution hat nun auch die weithin bekannte und beliebte Gaststätte „Teichtal“ ihre Türen geschlossen.

Dieses schöne Fleckchen Heimat, dass jahrzehntelang tatsächlich vielen Menschen als Naherholungsgebiet diente, ist ein anschauliches Beispiel dafür, was passiert, wenn Tier- und Umweltschutz über die Interessen der Menschen gestellt werden, anstatt ein koordiniertes Miteinander anzustreben.

Bei allem Respekt für den Schutz unserer Umwelt, die in Hainrode sichtbaren Folgen von verfehltem Aktionismus sind leider kein Einzelfall und beispielgebend für eine verfehlte Umweltpolitik in unserem Land.
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