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Mi, 14:52 Uhr
14.01.2026
Bundesjagdgesetz

NABU gegen Wolf-Abschuss

Anlässlich der ersten Lesung des Bundesjagdgesetzes heute im Bundestag kritisiert der NABU Thüringen die geplante Bejagung des Wolfes scharf...

Symbolbild Wolf (Foto: Pixabay-keyouest) Symbolbild Wolf (Foto: Pixabay-keyouest)
„Der Gesetzentwurf ermöglicht eine reguläre Jagd auf Wölfe, sogar dann, wenn es wie in Thüringen kaum Wölfe gibt. Die Wolfszahlen in Thüringen stagnieren schon seit längerem. Der Bestand liegt im Freistaat mit etwa 25 bis 30 Tieren weiterhin auf einem kritisch niedrigen Niveau“, sagt Silvester Tamás vom NABU Thüringen in einer Presseinformation. Zudem verstoße die Regelung gegen EU-Recht und verfehle ihr erklärtes Ziel, Nutztierrisse zu reduzieren und Konflikte zu entschärfen.

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„Eine generelle Wolfsjagd ist weder wirksam noch rechtssicher“, erklärt Silvester Tamás. Statt gezielt gegen einzelne problematische Tiere vorzugehen, will die Gesetzesnovelle weitreichende Abschüsse ermöglichen – auch ohne vorherige Schäden und trotz ungünstigem Erhaltungszustand. Dabei erlaubt das Naturschutzrecht bereits heute Maßnahmen gegen auffällige Wölfe. „Eine darüberhinausgehende Bejagung ist völlig unnötig und birgt zudem ökologische Risiken, insbesondere in Regionen mit geringen Wolfsbeständen wie gerade auch in Thüringen. Durch die reguläre Bejagung könnten kleine Bestände wieder rasch komplett erlöschen”, so Tamás weiter.“ Entsprechende Praktiken widersprächen auch aktuellen und damit rechtsverbindlichen Urteilen des Europäischen Gerichtshofs.

Zudem lenke die Debatte über die Jagd von wirksamen Lösungen ab. Weniger Wölfe bedeuten nicht automatisch weniger Risse”, so der NABU-Experte. Entscheidend hierfür sei ein konsequenter Herdenschutz. „Werden Rudelstrukturen durch Abschüsse gestört, kann die Zahl der Risse sogar steigen.”

Über die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdrecht entscheidet zunächst der Bundestag. Aber auch in den Ländern, speziell in Thüringen, wird über die jeweiligen Landesjagdgesetze schon diskutiert.

Der NABU Thüringen fordert Bund und Länder auf, den Wolf nicht ins Jagdrecht aufzunehmen, sondern vielmehr wirksamen Herdenschutz konsequent auszubauen und umfänglich zu finanzieren. Gezielte Abschüsse dürfen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen erfolgen, etwa bei nachgewiesenem, mehrfachem Überwinden eines optimalen Herdenschutzes.

Wer für den Wolf aktiv werden möchte, den ruft der NABU dazu auf, die jeweiligen politischen Vertreter per Mail anzusprechen und diesen aufzufordern, gegen eine Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdrecht oder entsprechend ins Landesjagdgesetz zu stimmen.

Dazu stellt der NABU unter www.NABU-Thueringen.de/wolf ein Muster-Anschreiben zur Verfügung. Hier finden sich auch die Kontaktdaten der jeweiligen Bundestagsabgeordneten aus den Wahlkreisen.
Autor: red

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Kommentare
Wyatt Earp
14.01.2026, 20:42 Uhr
Oh, schön. Danke für den Link Nabu-Experte.
Ich werde die Abgeordneten gleich anschreiben, dass sie sich für die Regulierung des Wolfes in Deutschland einsetzen. So änlich in etwa wie im doppelt so großen Waldreichen Schweden. Dort werden ein paar hundert Wölfe toleriert, und wo es Probleme gibt wird dann reguliert.

Ich bin immer wieder begeistert, dass es im noch fast Wolfsfreien Thüringen seit zehn Jahren einen bezahlten "Wolfsexperten", der gleichzeitig Experte für Luchse, Biber und Wildkatzen...ist, gibt. Den hätte ich aus Canada, Sibirien oder dem Yellowstone NP erwartet. Aber man lernt ja nie aus.
Ex-post
15.01.2026, 00:07 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wir können das ohne Belege, so leider nicht behaupten.
Frank55
15.01.2026, 08:38 Uhr
Sehr richtig,
Jetzt baut sich nach den Grünen eine Wolfslobby auf. Wir bezahlen das doch alles gern, oder?
Der Wolf hat im dicht besiedelten Deutschland keine Berechtigung, oder es artet in Tierquälerei aus.

Nur mal so an die junge Generation von einem Rentner.
Mike Oxlong
15.01.2026, 09:23 Uhr
Lasst uns doch lieber die Menschen regulieren
Ein sehr gutes Anliegen den NABU, welches ich gerne unterstütze.

Ja richtig schlimm um die paar Nutztiere, die gerissen werden aber jetzt ganz schnell euer Schnitze aufessen, bevor es kalt wird.

@Frank: Der Wolf hat im dichtbesiedelten Deutschland die gleiche Daseinsberechtigung wie jeder Rentner.
DonaldT
15.01.2026, 10:14 Uhr
NABU gegen Wolf-Abschuss
Der NABU denkt halt weiter:
Im Sperrgebiet um Tschernobyl leben viele Wildtiere - wieder.

Wenn deren Population jetzt geschützt wird (auch Kranich usw.) bleibt wenigstens was, wenn Merz, Pistorius und co. die Oberhand behalten sollten.
Wanderwölfin
15.01.2026, 10:52 Uhr
Wölfe
Lasst doch bitte die Wölfe leben.
RWE
15.01.2026, 11:59 Uhr
Mike Oxlong
Frank 55 hat aber wahrscheinlich für die Schnitzel, ob heiß oder kalt, bezahlt. Die Wölfe nicht und die Halter blechen für grüne und weltfremde Idiologie. Und auch der teure Weideschutz wird teilweise von uns Steuerzahlern subventioniert.
Global gesehen sind die Wölfe nicht vom Aussterben bedroht. Es gib Rudel, die haben sich auf das Umgehen von Weideschutz spezialisiert.
Wenn Wölfe normal gejagt werden, bedeutet das nicht gleich ihre Ausrottung hierzulande. Wir leben nicht in Alasaka, Sibirien oder anderen dünnbesiedelten riesigen Waldgebieten.
Klar haben wir zu viel Monokulturen von Fichten, aber auch gesunde Mischwälder sind keine Urwälder sondern haben auch wirtschaftliche Bedeutung und sind touristisch wichtig. Was spricht dagegen dem Wolf im Zaum zu halten ohne ihn gleich wieder auszurotten?
Zum Glück wendet sich allgemein das Blatt von grüner Besserwisserei zu Realpolitik.
Chloe
15.01.2026, 13:40 Uhr
Der Wolf
Der Wolf ist zurück, doch Entscheidungen über seine Bejagung dürfen nicht leichtfertig getroffen werden. Eine pauschale Jagdfreigabe wäre ein Rückschritt und würde mehr symbolische Politik als echte Lösungen bringen. Wo einzelne Tiere jedoch nachweislich Probleme verursachen, muss gezielt und verantwortungsvoll eingegriffen werden. Voraussetzung dafür sind klare Regeln, fachliche Bewertung und wirksamer Herdenschutz – alles andere gefährdet Akzeptanz und Artenschutz zugleich.
Lautaro
15.01.2026, 19:10 Uhr
Ich verstehe das nicht !
Der Wolf als Bestandteil unserer heimischen Wälder sollte doch kein Gegenstand einer Diskussion sein !
Das ein Wolf einen Menschen angreift ist in den Meldungen der letzten Jahrhunderte ja wohl sehr selten. Wildschweine oder tollwütige Hunde sind durchaus häufiger präsent.
Und nebenbei..... es gibt Vertreter von Hunderassen, welche mit jedem angreifenden Wolf den Boden wischen würden.
Besitzer von Schafherden wissen das offensichtlich nicht !
DerDiieeeteeer
15.01.2026, 20:54 Uhr
Oh Gott alter hahaha
Danke RWE, ich habe lange nicht mehr so gelacht.

In der Regel sind die Wölfe eher knapp bei Kasse. Das wird der Grund sein, warum sie bei ihren Schnitzeln die Zeche prellen.

Auch wenn das total gemeine Nutztierdiebe sind, haben sie dennoch einen fairen Prozess verdient.

Artbestandserhaltung > Schonung des Geldbeutels = nur meine Meinung (bin auch kein Parteimitglied der Grünen, ihr müsst es also auch nicht gleich mit der Angst zu tun bekommen)
RWE
16.01.2026, 08:30 Uhr
Ein Aussage noch hierzu
Wenn der Wolf ins Jagdrecht aufgenoommen wird bedeutet das nicht die Ausrottung. Wie richtig gesagt wurde stellen auch Wildschweine ein Risiko dar. Und siehe da-diese Tiere werden auch bejagt und landen hin und wieder als Braten (nicht als Schnitzel) bei mir auf den Teller.
Ja, es gibt Hunderassen, welche mit jedem angreifenden Wolf den Boden wischen würden. Mit denen wird gegebenfalls auch kurzer Prozeß gemacht, zum Beispiel nach Angriffen auf Menschen.
Ich glaube auch nicht, dass sich Besitzer von Schafen von weltverbesserischen Linken aus der Stadt etwas über ihren Job erklären lassen müssen.
Wie Bitte
16.01.2026, 08:59 Uhr
Kurze Zwischenfrage:
Warum sind Leute, die sich für die Ansiedelung des Wolfes aussprechen, eigentlich automatisch "links" oder "grün" oder "grünlinks"?

Ist "links" oder "grün" oder "grünlinks" einfach ein Synonym für alles, was nicht mit der Meinung des jeweiligen Kommentators deckt?
Ich meine, was macht das aus tatsächlich "Grünen", tatsächlich "Linken", die aber ebenfalls gegen die Ansiedelung des Wolfes in Deutschland sind? Sind die dann "rechts"? Weil, "grün" oder "links" können sie ja dann nicht sein?

Irgendwie seh' ich da nicht mehr durch. Diese Vereinfachungen sind mir inzwischen zu kompliziert.
Wyatt Earp
16.01.2026, 10:01 Uhr
Herdenschutz kostet viel Geld
Haben die Herdenschutz-Fans sich mal mit den Kosten dafür beschäftigt? So ein Kangal kostet einige Tausend Euro im Jahr. Der frißt kein Gras wie die Schafe, das ist ein Karnivore, sprich ein Fleischfresser. Und ein Kangal gegen ein Wolfsrudel macht herzlich wenig Sinn, man braucht mehrere davon.
Was ist denn das Nächste, was unsere Wolfsfreunde vom NABU mit Staatsgeld, also unser aller Geld, züchten wollen? Wie wäre es mit Braunbären oder Auerochsen? Da wird so ein Waldspaziergang für einige ein richtiger Kick werden. Getreu dem Motto -no Risk no Fun. Sind ein paar tausend Wölfe nicht schon genug für unsere Kulturlandschaft? Muss das erst wieder eskalieren?
Lautaro
16.01.2026, 12:19 Uhr
@RWE wir werden manchmal zornig bei einigen Themen......
Und ich selbst bin oft dankbar, wenn die Redaktion meine zornigen Beiträge sperrt.
Aber was ist gegen gute Hütehunde einzuwenden Zitat....Mit denen wird gegebenfalls auch kurzer Prozeß gemacht, zum Beispiel nach Angriffen auf Menschen.....?
Warum sollte ein guter Hütehund einen Menschen angreifen ?
So sehr ich Ihre Beiträge sonst schätze, aber bei diesem Thema haben sie ein wenig zu viel Schaum vor dem Mund.
Lautaro
16.01.2026, 13:36 Uhr
Kangal....immerhin hat die Erwähnung gezeigt, dass der Kommentator
ein wenig Ahnung hat.
Aber ich habe in den letzten Jahrzehnten festgestellt, das es durchaus kräftige "Promenadenmischungen" gibt, an welchen ein Wolf niemals vorbei kommt !
Man muss nicht immer nur teuer, sondern man kann auch praktisch handeln.
Und das ein Kangal Geld kostet ? Natürlich, so wie jeder Rassehund !
Wyatt Earp
16.01.2026, 17:58 Uhr
Kein Herdenschutzhund lebt nur von heißer Luft und Liebe
Nur soviel zur Ahnung: jährliche Unterhaltskosten für einen 60 bis 80 kg schweren Hund haben überhaupt nichts mit Promenadenmischung oder Rasse zu tun. Gefressen wird immer. Allein die 5-fach Impfung kostet über hundert Euro pro Jahr. Futter kostet obendrauf ein Vielfaches davon.
Von Promenadenmischungen, an denen kein Wolf vorbei kommt lese ich heute zum ersten mal.
Lautaro
16.01.2026, 23:45 Uhr
Deeskalierend !
Ich gebe zu, dass ich keinen Hundeverstand habe. Aber jeder Hund kann seine Lieben beschützen ! Dieses Rassedenken halte ich für Unsinn.
Und nebenbei, bei einer Harzwanderung hat mich jeder beneidet, weil mich eine 65kg Promenadenmischung über die Berge des Südharzes zog..
RWE
17.01.2026, 08:58 Uhr
Sorry Lautaro,
ich wollte nicht persönlich werden. Fakt ist aber, dass von bestimmten, meist städtischen Milieus ein riesiger Shitsorm in Richtung von allem, was mit Landwirtschaft, Forst und Jagd zu tun hat. Natürlich sind das meist Menschen, die nie in der Landwirtschaft oder im Forst unterwegs waren, so ndern sich aus Meinungsbeiträgen der TAZ informieren. Konkret hier: Schäferhunde und Weideschutz kosten viel Steuergeld oder das Geld der Halter. Der Wolf ist nicht böse. Eine Gehege voller Schafe muss sich für diese Tiere wie ein All You Can Eat Buffett darstellen. Deshalb überlasst die Regulierung den Profis. Es gibt auch gute Gründe Wildschweine und Rehe zu jagen. Ist doch eigentlich einfach: Regulieren ja, Ausrotten nein.
Pe_rle
17.01.2026, 11:59 Uhr
Wölfe
warum hat der Mensch nur das töten im Kopf, abscheulich
RWE
17.01.2026, 15:50 Uhr
Warum sind Leute, die sich für die Ansiedelung des Wolfes aussprechen, eigentlich automatisch grün
oder links?
Die Leute, welche sich strikt gegen die Regulierung aussprechen stehen diesen beiden Parteien, vor allem den Grünen, überdurchschnittlich oft nahe.. Politiker anderer Parteien haben sich da nachweislich schon immer pragmatischer geäußert. Es mag ja in jeder Richtung Ausreißer geben, aber mehrheitlich ist es doch so. Und das wissen sie auch.
Gerade die Grünen, deren Anhänger vornehmlich Großstädten wohnen, äußern sich sehr herablassend über die Probleme anderer Leute. Von Menschen, deren Lebenswirklichkeit nicht kennen, die nicht in ihrem Büllerbü leben, sondern in der echten Welt. Sie wollen nicht wahr haben, das Tierhalter schon lange Probleme mit Wölfen haben. Baut Zäune, schafft euch Hunde an, habt euch nicht so. Die Liste kann beliebig erweitert werden. Mich haben auch sehr die herablassenden Aüßerungen vor allem der Grünen über die erhöhte Pendlerpauschale geärgert. Die Möchtegernarbeiterpartei die Linke stimmte auch nicht zu. Aber das gehört nicht hierher.
M. Bergmann
17.01.2026, 16:04 Uhr
Wölfe
Warum haben Wölfe nur das Töten im Kopf? Wenn die in so einen Pferch eindringen töten sie nicht nur ein Schaf um es zu fressen, sie töten so viele sie kriegen können und lassen sie dann einfach liegen. Abscheulich.
Wanderwölfin
17.01.2026, 18:02 Uhr
Wölfe
Wie im Märchen ,der Wolf frisst die Großmutter und die Rentenversicherung freut sich, dass die Babyboomer weg sind.
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