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Sa, 18:00 Uhr
17.01.2026
Ende des Stadtpark-Restaurants aus DDR-Zeiten

Abriss des alten Rewe bewegt Salza

Das Interesse in Salza ist riesengroß: Selbst am Samstag schauten die Bewohner des Wohngebiets am Zuckerweg durch den Bauzaun, obwohl die Bauarbeiten ruhten. Seit einigen Tagen wird hier der alte Rewe-Markt, das frühere Stadtpark-Restaurant, abgerissen...

Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: ssc) Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: ssc)
Das Gebäude, in dem sich zu DDR-Zeiten die Konsum-Gaststätte „Stadtpark-Restaurant“ befand, weicht einem Supermarkt-Neubau. Viele Schaulustige, vor allem ältere, verbinden persönliche Erinnerungen mit dem Gebäude, in dem sich einst die Schulspeisung für die Kinder der nahe gelegenen Lenin- oder Juri-Gagarin-Schule befand. Sie erhielten ihr Mittagessen im großen Veranstaltungssaal der Konsum-Gaststätte. „55 Pfennig kostete das Essen damals“, sagte eine Frau der nnz-online am Samstag auf dem Parkplatz vor dem Baugelände.

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Auch der Nordhäuser Verleger und Autor Markus Veit berichtet in seinem neuen Buch Nordhausen in Graustufen, 1949–1993, das er Ende des vergangenen Jahres gemeinsam mit dem Pressefotografen Hans-Peter Wolff veröffentlicht hat. Das preiswerte Schulessen inklusive Nachschlag und Nachtisch gab es nur dank staatlicher Unterstützung. Veit schreibt weiter: „Als Küchenchef fungierte mit der Eröffnung des Stadtparkrestaurants im Jahr 1979 Peter Reinhardt, der nach der Wende das neu eröffnete Restaurant ‚Armins Keller‘ in der Stolberger Straße 5 übernahm. Objektleiter des Stadtparkrestaurants war Dieter Mischek, dessen Frau Bar-Dame war.“

Andere erinnerten sich an Familien- oder Betriebsfeiern sowie Tanzstundenabschlussbälle, die in dem Gebäude stattgefunden hatten. Legendär unter den Schülern waren auch die Milchshakes, die es damals in der Gaststätte zu kaufen gab.

Nach der Wende wurde das Gebäude zu einem Lebensmittelmarkt umfunktioniert. Dieser soll nun durch einen Neubau ersetzt werden, der in etwa eineinhalb bis zwei Jahren fertig sein wird. Über die genauen Pläne für das Areal berichtet die nnz zeitnah.

Welche Erinnerungen haben Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare!
Susanne Schedwill
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Der alte Rewe-Markt in Salza wird derzeit abgerissen. (Foto: vgf)
Autor: ssc

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Kommentare
Elfie 20
18.01.2026, 00:51 Uhr
Damals
Ja, ich habe Damals meine Hochzeit da gefeiert, 1978. Ach Silvester habe ich dort gefeiert, ich kann mich noch Erinnern, wie Herr Mischek mit einen lebenden Ferkel zu jeden Gast kam und alles gute fürs neue Jahr wünschte. Es war auch die einzige Gaststätte,die Hammelfleisch mit grünen Bohnen und Kartoffeln im Angebot hatte. Bei einer Betriebsfeier sa ich zum ersten mal live Carmen Nebel und viele DDR Stars.
Audio
18.01.2026, 10:08 Uhr
Der Abriss macht mich etwas traurig !
Schon damals, als das Restaurant von REWE übernommen wurde, musste ich an die vielen schönen Stunden denken, welche ich in dem als durchaus nobel zu bezeichnende Stadtpark-restaurant verbracht habe. Und die angebotenen Speisen waren für jedermann bezahlbar !
Für Musik und Tanz sowie eine makellose Verwaltung sorgte das Ehepaar Mischek, welches ich noch persönlich kannte. Die Zeiten haben sich geändert - wenn auch nicht immer zum Guten ! Heute dominiert das Profitdenken, die Menschlichkeit bleibt oft auf der Strecke !
Bodo Schwarzberg
18.01.2026, 13:36 Uhr
Rewe Salza- Hätte abgerissen werden müssen?
Leider ist Abriss und Neubau auch heute noch oft kostengünstiger, als die Sanierung bestehender Bausubstanz. Das aber ist nicht nur architektonisch und bauhistorisch oft fragwürdig. Zudem hat man nicht selten den Eindruck, dass gezielt beliebte Bauten aus DDR-Zeiten geschliffen werden.

Für die Sanierung des Palasts der Republik in Berlin wäre ganz gewiss Geld dagewesen, wenn es die Politik nur gewollt hätte. Für das Berliner Stadtschloss war ja auch genügend Geld vorhanden.

Auch ökologisch ist es fragwürdig und inkonsequent, nicht besser in die Erhaltung bestehender Bausubstanz zu investieren. Energie- und Ressourcenaufwand sowie Emissionen sind, fasst man Abriss- und Neubau zusammen, um einiges größer, als jener bei der Erhaltung und Sanierung eines Gebäudes.

Und, da der Rewe ja bis zuletzt im Gebäude gearbeitet hat, kann von einer den Abriss befeuernden Baufälligkeit sicher nicht die Rede gewesen sein.

Würden die Umweltfolgen von Abriss und Neubau in die Gesamtkosten den realen Verhältnissen entsprechend, eingepreist, würden sich Abriss und Neubau nur noch selten lohnen.

Die Forderung nach Erhaltung und Sanierung ist übrigens eine Forderung, die zahlreiche Architekten und Ingenieure seit längerem erheben.
Lautaro
27.01.2026, 22:51 Uhr
Der alte Bau erinnert mich an Schulabschluss, Kaufhalle, Zigarette zu einem Bier und
gutes Würzfleisch.
Also an Prä-Sterile Zeiten.
Viele Belehrer der Neuzeit müssen sicher angenässte Unterwäsche bekommen, wenn dieser ehemalige Tempel des Sodom dem Orkus der Geschichte übereignet wird.
RWE
28.01.2026, 11:38 Uhr
Die alte Malzfabrik war ja auch schöner als die Südharzgalerie
Oh, der war böse. Außerdem steuert die Galerie ja auch dahin (-:
Aber mal im Ernst. Es mag ja sein, dass es dort ein gutes Würzfleisch gab. Das gibt es auch heute noch in den Gaststätten. Zweifellos wurden dort schöne Erinnerungen geschaffen. Aber die Zeiten ändern sich.
Der Besitzer hat entschieden, dass das Gebäude nicht mehr ausreichend ist. Das hat doch nichts mit der DDR zu tun. Die liegt auf dem Müllhaufen der Geschichte und ist für viele auch nur noch Geschichtsunterricht.
Warten wir doch ab, wie der Neubau aussieht. Keine Ahnung, vielleicht gibt es mehr Verkaufsfläche, ein einladendes Bäckereicafe oder eine bessere Parkplatzsituation. Nostalgie ist schön und auch ein Stück normal. Aber hier ein Politikum als Sau durch die Straßen treiben zu wollen...
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