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Di, 14:15 Uhr
27.01.2026
Schlag gegen Drogenmafia

Größter Marihuana-Fund in Nordthüringen

Wenn die Kriminalpolizei in Nordhausen zu einer Pressekonferenz lädt, muss es sich um einen außergewöhnlichen Fall handeln. Tatsächlich ist den Ermittlern ein Schlag gegen die Drogenmafia in Nordthüringen gelungen...

Domenic Hesse, Detlef Grabs, Benedikt Ballhausen, Kevin Clemen bei der Pressekonferenz in Nordhausen. (Foto: ssc) Domenic Hesse, Detlef Grabs, Benedikt Ballhausen, Kevin Clemen bei der Pressekonferenz in Nordhausen. (Foto: ssc)
Am 22. Januar wurde in einem früheren Stall im eichsfeldischen Tastungen eine riesige, bereits abgeerntete Indoor-Cannabis-Plantage entdeckt. „Das ist der bisher größte Fund von Marihuana in Nordthüringen“, sagte Detlef Grabs, Leiter der Kriminalpolizei Nordhausen, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Drogen im Wert von etwa 1,4 Millionen Euro konnte die Polizei sicherstellen. Einen Teil davon – rund 50 Kilogramm – präsentierten die Beamten in riesigen Plastiktüten bei der Pressekonferenz. Die Kripo geht davon aus, dass das Marihuana auf dem legalen Markt verkauft werden sollte.

Rund 50 der insgesamt 140 Kilogramm Marihuana präsentierte die Polizei. (Foto: ssc) Rund 50 der insgesamt 140 Kilogramm Marihuana präsentierte die Polizei. (Foto: ssc)
In Tastungen konnten die Beamten einen 24-jährigen Albaner festnehmen. Der Cannabis-Gärtner sitzt derzeit in der JVA Tonna in Untersuchungshaft. „Aufgrund der Größe der Plantage gehen wir von mindestens vier weiteren Gärtnern aus“, sagte Grabs. Wer diese sind, ist noch unklar. Spuren müssten noch ausgewertet werden. Der Festgenommene schweigt zu den Hintermännern.

Albaner betreiben mehrere illegale Plantagen
Der Fall aus Tastungen reiht sich in eine ganze Reihe ähnlicher Fälle ein. Im vergangenen Jahr wurden zwei Indoor-Plantagen in Einfamilienhäusern in Nordhausen entdeckt. Auch hier konnte eine Bande aus Albanien dingfest gemacht werden. Ebenso bei einem ähnlichen Fall in Voigstedt im Kyffhäuserkreis. Grabs sieht darin einen Beleg dafür, dass sich in den vergangenen Jahren etwas verändert hat: Während es früher vor allem Vietnamesen waren, die die Drogengeschäfte betrieben, sind es heute vor allem Albaner. Über die Gründe ist sich auch die Polizei nicht sicher. Grabs vermutet, dass größere Gewinne und geringere Strafen für die Albaner ausschlaggebend sind, hier und nicht in Albanien in großem Stil Drogen anzubauen.

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Stromklau lässt Plantage auffliegen
In diesem Fall war es der Hinweis eines Solaranlagenbetreibers, der auf dem betroffenen alten Stall in Tastungen eine Anlage betreibt. Eine Stromrechnung über 130.000 Euro machte ihn stutzig. Er vermutete groß angelegten Stromdiebstahl. Das Team um Kriminalhauptkommissar Domenic Hesse machte sich schließlich vor Ort ein Bild. Die Fenster und Türen des alten Stalls auf dem abgelegenen Agrargelände waren komplett blickdicht verschlossen. Über die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft beschafften sich die Beamten einen Durchsuchungsbeschluss. Als sie die Halle öffneten, fanden sie unzählige abgeerntete Pflanzen und eine stromintensive Trocknungsanlage mit 140 Kilogramm Blüten. Den 24-jährigen Albaner konnten sie vor Ort festnehmen.

Welche Rolle spielt der Stallbesitzer?
Der Hinweis des Solaranlagenbetreibers kam noch rechtzeitig. „Wir gehen davon aus, dass die Halle wenige Tage später geräumt worden wäre. Das Gebäude steht zum Verkauf“, so Grabs. Welche Rolle der Hallenbesitzer in dem Fall spielt, ist momentan noch unklar. „Das versuchen wir gerade zu klären. Die illegale Plantage muss schätzungsweise seit April 2025 dort betrieben worden sein“, so Domenic Hesse.

Dem festgenommenen Albaner droht laut Benedikt Ballhausen, Pressesprecher der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft, eine erhebliche Freiheitsstrafe. Nach seinen Worten ist der aktuelle Fund ein großer Erfolg für die Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen die Drogenmafia in Nordthüringen. Gerade in Zeiten knapper personeller Ressourcen sei ein solcher Erfolg vor allem dem Engagement der Kriminalpolizei zu verdanken.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Lautaro
27.01.2026, 17:26 Uhr
Ich mag THC nicht....wirklich nicht
Aber jeder sollte sein Recht auf Rausch haben !
Piet
27.01.2026, 17:57 Uhr
Wieder mal
eine Bereicherung für unser Land!!!
Wanderwölfin
27.01.2026, 18:12 Uhr
T H C
Mir ist der Trainer auch nicht sympathisch. T
KlausMüller1960
27.01.2026, 20:05 Uhr
Fachkraft...
Alle abschieben und den Rest der Sippe auch...
P.Burkhardt
27.01.2026, 21:03 Uhr
Großartig !
...also nicht die dümmlichen Kommentare weiter oben, sondern der Schlag gegen die Drogenbarone ! Das sind viele, viele Joints, die nicht geraucht werden, wodurch gesundheitliche Folgen ausbleiben, Unfälle nicht passieren und alle möglichen unter Drogeneinfluss getätigten Äußerungen eben nicht losgeblasen werden.
Lautaro
27.01.2026, 23:15 Uhr
....dümmlichen Kommentare weiter oben..... ! :-)
Kein Kiffer hat jemals einen Menschen bewusst verletzt oder getötet.
Bei Alkohol als legale Droge bin ich mir nicht ganz so sicher.
Wie gesagt, ich lehne THC ab, aber dessen Konsumenten sind bestimmt keine Gefahr für unsere Gemeinschaft.
Elfie 20
28.01.2026, 01:44 Uhr
Oh, wie schön.
Und wieder einmal haben unsere neuen Mitbürger gezeigt, wie sie in Deutschland schnell zu Geld kommen können. Albanien? EU oder Kriegsland ? Ihr seid herzlich Eingeladen. (Merkel)
Mike Oxlong
28.01.2026, 09:22 Uhr
Na herzlichen Glückwunsch!
Einigen der Kommentarschreiber hier würde der ein oder andere Joint mal ganz gut tun.
RWE
28.01.2026, 11:27 Uhr
So viele sinnlose Beiträge...
Also, Cannabis ist zum Eigengebrauch legalisiert worden. Es sind drei weibliche blühende Pflanzen pro volljähriger Person im Haushalt gestattet. Und glauben sie mir, das wird gerne ausgereizt...
Außerdem gibt es Cannabis Social Clubs. Das ist für mich soweit in Ordnung.
Es soll jeder entscheiden was er seinen Körper antut. Das gilt für THC, Alkohol, Fett, Zucker, Koffein und, und, und... Ob ein Genussmittel giftig ist, entscheidet letztlich die Menge...
Verboten ist es heimlich Plantagen anzulegen. Es ist ja auch nicht erlaubt, heimlich Braurereien oder Destillerien zu eröffnen und deren Produkte beispielsweise unter dem Label "Moonshine" an der Straßenecke zu ver verkaufen.
Und nicht zu vergessen, diese Herrschaften haben Strom im Werte von 130.000 Euro gestohlen. Hinzu kommen die Ausfälle der Erlöse des PV-Parks.
Das organisierte Kriminalität, welche geahndet werden muss. Gern auch mit Freiheitsentzug und, falls zutreffend, auch mit ausländerrechtlichen Mitteln.
Hier werden zu viele Themen vermischt.
rasska86
29.01.2026, 21:35 Uhr
Welches Strafmaß
ist wohl den dingfest gemachten Albanern , die in Nordhausen geschnappt wurden, zu Teil geworden ? Paar Monate mit kostenloser Vollverpflegung und Unterkunft oder doch Bewährung ?
Kobold2
30.01.2026, 12:50 Uhr
Ich bin erstaunt?
Gab es wirklich schon ein Gerichtsurteil in dem das Strafmaß festgelegt wurde?
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