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Mi, 18:00 Uhr
04.02.2026
Folgen des Winterwetters

Von Schlagloch zu Schlagloch

Wer mit dem Auto über die Erfurter Straße fährt, kann den Schlaglöchern und Buckeln derzeit kaum ausweichen. Schon vor Beginn der kalten Jahreszeit war der Zustand der Fahrbahn schlecht, der Winter hat die Situation weiter verschärft. Als Reaktion darauf hat die Stadt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert…

Auf der Erfurter Straße gilt jetzt Tempo 30.  (Foto: ssc) Auf der Erfurter Straße gilt jetzt Tempo 30. (Foto: ssc)
Ähnlich kritisch stellt sich die Lage auf der Langen Straße dar. Die immer wieder notdürftig ausgebesserten Schadstellen sorgen für Unmut bei Anwohnern und Pendlern. Ein Leser, der anonym bleiben möchte, schreibt: „Für alle Reisenden und täglichen Nutzer der Langen Straße und der Erfurter Straße ist das seit Jahren die reinste Katastrophe. Die mindestens zehnmal im Jahr durchgeführten Reparaturen bringen nichts. Zudem sind diese Straßen ein äußerst schlechtes Aushängeschild für Nordhausen.“

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Auch auf dem Darrweg hat die Stadt inzwischen reagiert. Zwischen der Einmündung Robert-Blum-Straße und dem Kreisverkehr an der Polizei gilt seit Kurzem ebenfalls Tempo 30. Dort sind in den vergangenen Winterwochen mehrere neue Schlaglöcher aufgebrochen.

Auf Nachfrage, ob nach Ende des Winters eine grundlegende Sanierung der drei Straßen geplant ist, fällt die Antwort aus dem Rathaus zurückhaltend aus. Stadtsprecher Lutz Fischer erklärt: „Die Stadtverwaltung hat die Erfurter und die Lange Straße auf dem Schirm.“ Für Straßen dieser Größenordnung seien jedoch Fördermittel notwendig, ohne die eine umfassende Sanierung nicht zu stemmen sei. Entsprechende Anträge würden fortlaufend gestellt – bislang jedoch ohne Erfolg.
Bis auf Weiteres bleibe der Stadt daher nur, besonders beschädigte Abschnitte punktuell zu reparieren.

Warum entstehen Schlaglöcher vor allem im Winter?

Feine Risse im Asphalt lassen Wasser in den Untergrund eindringen. Friert die Feuchtigkeit bei Minusgraden, dehnt sie sich aus und sprengt den Asphalt von innen auf. Besonders stark befahrene Straßen sind davon betroffen.

Für Autofahrer stellt sich dabei oft die Frage nach der Haftung bei Fahrzeugschäden. Grundsätzlich gilt: Kommunen haben eine Verkehrssicherungspflicht, gleichzeitig sind Fahrer verpflichtet, ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen. Wer Schadenersatz fordert, muss häufig den Rechtsweg beschreiten.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Pe_rle
04.02.2026, 20:06 Uhr
Schlaglöcher und mehr
und wenn dann Straßen, wie die Jahnstraße als Umleitungsstrecken genutzt werden, bleiben genannte Schäden nicht aus. Schlimm und unbegreiflich ist es ,wenn dann ein Bautrupp anrückt und bei den jetzigen Temperaturen mit einer Ramme und Mörtel erscheint. Da fragt man sich ob die Verantwortlichen wissen was Sie anweisen.
Stadtbewohner
04.02.2026, 20:22 Uhr
Nicht nur dort
Eichendorffstraße, Rückertstraße, Förstemannstraße, Schillerstraße sind nur ein kleiner Auszug. Die sind schon viele Jahre völlig kaputt. Und das Ganze ohne Herabsetzen der Höchstgeschwindigkeit.
murmeltier
04.02.2026, 21:59 Uhr
Eigentlich egal
Liebes Rathaus, es ist mir eigentlich völlig wurst. Es ist alles unser Steuergeld, was ihr nur verwalten dürft. Wer sich erlaubt 40 oder 50 Millionen Euro für die Sanierung eines B- oder C-Theaters ausgeben zu müssen (Eigenanteil vielleicht 10 oder 14 Euro, plus 4,5 Milliionen Euro Betriebskosten allein für die Stadt Nordhausen), der muss doch auch ein paar Euro für die Aufgaben der Stadt haben, die jeden Bürger irgendwie tangieren und nicht nur die selbsternannte KulturElite befriedigen. Es gibt viel zu tun: Siehe Erfurter Straße oder siehe Wallrothstraße. Der Stadtrat - von AfD bis Linke - sollte sich schämen, denn sie, meine Damen oder Herren und Diverse, sind auch dafür verantwortlich.
Wie Bitte
05.02.2026, 07:47 Uhr
Ich verstehe diesen Vorwurf von "selbsternannte Kultur-Elite" immer nicht.
Wer hindert das Murmeltier denn daran, in's Theater zu gehen? Wer verbietet es ihm? Wo am Theater steht das Schild "für Murmeltiere verboten"?
Filzstift und Lineal
05.02.2026, 08:01 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bezug zum Artikel?
Erpel1311
05.02.2026, 08:07 Uhr
Aber
Hauptsache man möchte Spielcasinos unterstützen. Es gibt viele Straßen die das Geld nötiger hätten...
adele
05.02.2026, 08:30 Uhr
Kaputte Straßen
Ein Thema ohne Ende, Hohekreuzstraße als Umleitung für Busse und LKW´s war der absolute Supergau! Anwohner hatten nicht nur klirrende Gläser in den Schränken, auch die Straße sieht dementsprechend aus...aber da wird sicher wieder im Frühjahr "geflickt" dann passt das schon... was die Geschwindigkeitsbegrenzung angeht, ist das anders gar nicht möglich sein Fahrzeug über 20-30 km/h unbeschadet zu führen! Schäden am Fahrzeug hat man trotzdem....
Kitty Kat
05.02.2026, 10:18 Uhr
Rums bums Lochstraßen
Die Schäden so einiger Straßen in diesem Oberzentrum (?) haben mittlerweile ein unerträgliches Maß erreicht und man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, das Interesse der Zuständigen hält sich dagegen arg in Grenzen.
Ich bin voll und ganz bei den Vorrednern.
Selbst habe ich schon mehrfach Mails an unseren Bürgerbeauftragten geschrieben, wenn es irgendwo richtig heftig war auf der Piste und habe auch immer wieder versichert bekommen, man kontrolliere den Straßenzustand regelmäßig. Ich glaube, an diesen Stellen habe ich immer herzlich gelacht ;-), denn vielen der richtig schlimmen Stellen kann man in aller Ruhe Wochen und Monate beim wachsen zuschauen. Dann wird es Winter und man fragt sich, warum das nicht im August, September oder Oktober vernünftig versiegelt wurde.
Der Straßenzustand berührt derart viele Bürger tagtäglich, da muss sich doch in Verwaltung und Stadtrat mal jemand dafür echt interessieren. Flausen im Kopp und Luftschlösser werden gefühlt öfter besprochen.
KeinKreisverkehr
05.02.2026, 13:27 Uhr
Abkürzung Erfurter Straße
Gerade die Erfurter Straße wird Richtung Sundhausen gerne als Abkürzung verwendet. Da kann man bestimmt gegen steuern wenn man will.
P.Burkhardt
05.02.2026, 17:13 Uhr
Sorry....
...aber ich hab noch das Gejammer über die Baustellen im Ohr, wenn Straßen mal saniert werden...und man Staus um Umwege in Kauf nehmen muss... ich musste beim Lesen eben etwas schmunzeln...😇
Frank Tabatt
05.02.2026, 19:44 Uhr
Der Straßenzustand hängt von der Belastung ab
Da ich selber Anlieger in der Erurter Str. bin erlebe ich täglich was hier für ein Verkehr durch geht. Vielleicht müsste man mal die Fahrzeuge zählen. Durch die Brennerei von Nordbrand und den Insider Abkürzungsverkehr der LKW fahren täglich mindestens 100 LKW und jede Menge PKW in beiden Richtungen durch. Straßen sind nun mal dafür da den Verkehr zu gewährleisten - wenn sie entsprechend aufgebaut sind. Von der Abzweigung Lange Straße bis zur Kreuzung Uferstr./Kyffhäuser Str. war vor vielleicht 20 Jahren mal ein grundhafter Ausbau gemacht worden- selbst in dem Abschnitt reißt die Bitumenoberfläche wie ein grobes Netz auf und die größeren Folgeschädensind absehbar. Ich hab mal gelesen, dass ein LKW soviel Belastung wie 100.000 PKW auf den Straßenkörper bringt.
Der Abschnitt vor den ehemaligen Blechservice kenne ich nur als Flickwerk.
Den Hinweis vom Murmeltier kann man nicht ganz als falsch hinstellen. Eine Stadtverwaltung mit Weitblick muss alle Belange ihrer Bürger im Blick haben. Sicher ist Kultur wichtig , aber ordenliche Straßen auch.
KeinKreisverkehr
06.02.2026, 10:02 Uhr
@Frank Tabatt
Eher das 10.000 fache.
Das besagt das Vierte Potenz Gesetz. Gibt eine Erklärung dazu auf Wikipedia.

Hier ein Rechenbeispiel:

Ich auf dem Rad: 37,5kg pro Achse
Ich in meinem Auto: 805kg pro Achse
Lkw laut Wikipedia: 10.000kg pro Achse (Besitze leider selbst keinen)

Mein Auto belastet die Straße so sehr wie 212.155 Überfahrten mit meinem Fahrrad und ein LKW so sehr wie 23.799 mal mit meinem Auto.

Noch ein Grund warum eine Steuer für Radler analog zu KFZ unsinnig ist.
Fönix
06.02.2026, 10:54 Uhr
@KeinKreisverkehr: Ihre "Berechnungen"
sind das klassische Beispiel für Fehleinschätzungen, die entstehen, wenn man keine Ahnung hat ...

Sie betrachten hier ausschließlich die statische Belastung, die entsteht, wenn ein Fahrzeug mit seiner Masse auf der Straße STEHT. Relevant für die Belastung der Straßen sind aber in erster Linie die dynamischen Kräfte, die entstehen, wenn ein Fahrzeug bewegt wird, also z.B. beim Beschleunigen, beim Bremsen, beim Kurvenfahren, durch Wankbewegungen und natürlich insbesondere auch, wenn sich diese Kräfte überlagern wie z.B. beim Bremsen in der Kurve. Das die jeweilige Fahrgeschwindigkeit auch einen nicht unerheblichen Einfluss hat, sollte natürlich genauso bedacht werden wie die Tatsache, dass meine Darstellung hier das tatsächliche Geschehen immer noch stark vereinfacht wiedergibt. Wenn unsere Ingenieure nach ihrer Rechnung rechnen würden, würde wohl trotz der hohen Sicherheitszuschläge kaum noch eine Autobahnbrücke stehen. Auf der Thyratalbtücke z.B. reicht da mit großer Wahrscheinlichkeit ein LKW-Konvoi, wo alle Beteiligten verkehrsbedingt gleichzeitig stark Bremsen müssen ...
KeinKreisverkehr
06.02.2026, 11:16 Uhr
@Fönix
Jaja, kein Chat und so, ich weiß.

Ich würde Vorschlagen den Wikipedia Artikel dazu zu lesen. Oder falls Sie ihn gelesen haben, dies nochmal gründlicher zu tun.

Natürlich handelt es sich hierbei um eine Verallgemeinerung die aber in der Fachwelt trotzdem zur Berechnung von Orientierungswerten herangezogen wird. Erwarten Sie von mir eine detaillierte, fachliche Ausführung in einem NNZ Kommentar?

Es geht hier um die Abnutzung der Fahrbahnoberfläche, nicht um Statik auf Brücken. Sie interpretieren mehr in meinen Kommentar als dort drin steht.

Ich sehe Fönix hat wieder einen Kommentar geschrieben bevor meine Antwort hier überhaupt freigegeben wurde. Ich verspreche, dass dieser hier mein letzter zu dem Thema war. Egal was von Fönix noch kommt.
Fönix
06.02.2026, 11:33 Uhr
Kleine Ergänzung zum besseren Verständnis:
In dem von Ihnen erwähnten Wikipedia-Beitrag steht eigentlich alles, was man zu diesem Vergleich wissen muss:
Erstens, dass das 4.-Potenz-Gesetz lediglich eine Faustfomel ist und zweitens, dass bei dem von Ihnen erwähnten Beispiel das besagte Belastungsverhältnis zwischen PKW und (dreiachsigem) LKW mit 30 Tonnen Gesamtgewicht 1 zu 15.000 beträgt:

Zitat Wikipedia:

"Das bedeutet, dass der PKW erst nach 15.000 Überfahrten so viel Schaden anrichtet wie der LKW beim einmaligen Befahren der Straße. Daraus lässt sich ableiten, dass ein Großteil der Schäden in den Straßen durch den Schwerlastverkehr hervorgerufen wird und PKW nur einen sehr geringen Teil dazu beitragen."

Man muss die betreffenden Artikel einfach nur zu Ende lesen ...

PS.
Schönen Gruß an den scheinbar gleichzeitig rollenden und schreibenden 2. Kobold. Als ich vor längerer Zeit auf dieses Verhältnis hingewiesen habe (basierend auf einer etwas anderen Annahme mit einem schwereren LKW mit einem Vergleichswert von 1 zu 25.000) hat er das als Frontalangriff auf seine (und ich darf als früherer Berufskraftfahrer sagen auch meine!) Zunft verstanden und verbal getobt wie Rumpelstilzchen.
Bei seinem Freund, dem Antipoden eines endlos runden Straßenabschnitts scheint er ja solche Aussagen widerspruchslos zu akzeptieren ...
RWE
06.02.2026, 12:24 Uhr
KeinKreisverkeh ,beliefern sie mit ihren Fahrrad die Industrie, Supermärkte usw.
Man kann und sollte versuchen den LKW Verkehr zu reduzieren, er wird aber unverzichtbar bleiben. Auch wenn er höhere Kosten verursacht.
Kobold2
06.02.2026, 20:54 Uhr
Dann möchte ich mal
übers hingehaltene Stöckchen hüpfen. Der verbale Angriff nebst den traurigen Diffamierungsversuchen, war wohl eher der treibende Punkt, als die sachliche Diskussion . Da helfen auch Unterstellungen über irgendwelches Toben, oder den Zeipunkt wann ich meine Kommentare schreibe nicht. Man sollte bemerkt haben, dass ich meine Kommentare sachlich argumentativ und nicht meinungsbasiert schreibe. Wenn man vorgibt, in dieser Branche mal tätig gewesen zu sein, sollte man wissen, dass es sehr viele Gründe für berufsbedingte Pausen und Wartezeiten gibt, die ich manchmal auch zum kommentieren nutze. Dazu gehört auch das Grundwissen , dass ein Dreiachser keine zulässige Gesamtmasse von 30t hat und auch nicht jede Achse 10t Achslast haben darf. Das sollte man auch wissen, wenn man schon mit Holzvergaser unterwegs war.
Der Vergleich, der hier versucht wird zu führen ist alles, aber kein Vergleich. Man geht hier von Maximalangaben beim LKW aus, die für mich nur das Bild aufrechterhalten sollen, eine Bedrohung durch LKW darzustellen. Weder die Möbellaster vom Möno, oder dir mit Kartonagen beladenen LKW von Tricor bringen die genannten Gewichte auf die Straße und schon gar nicht die zahlreichen Verteiler LKW zwischen 3,5- 18t zul. Gesamtgewicht. Ein ganzer Teil der Gesellschaft wirft hier erfahrungsgemäß eh alles was irgendwie eine Ladefläche hat in einen Topf weil sie den Unterschied nicht kennen und kennen wollen.
Am Ende darf man hier auch nicht vergessen, dass ohne die bösen LKW die Stassen weder gebaut, noch instantgehalten und saniert werden können.
Fönix
06.02.2026, 22:36 Uhr
Tja, Herr Kollege, mit dem Stöckchen
und dem Überspringen ist das so eine Sache, wenn man schon beim Anlauf stolpert. Hier in diesem Fall beim Lesen und Verstehen:
Das Beispiel vom 3-achsigen LKW mit 30 Tonnen Gesamtgewicht (die es natürlich gibt, nur nicht mit Straßenzulassung in der EU) stammt nicht von mir sondern aus Wikipedia und wurde von ihrem Kumpel GeradeKurve (oder so ähnlich) hier in's Spiel gebracht.

Zitat Wikipedia:

"Ein Zahlenbeispiel soll veranschaulichen, wie unterschiedlich, dem o. g. Gesetz zufolge, ein PKW und ein LKW den Belag einer Straße beeinflussen.

PKW (Gesamtgewicht 2 t, 2 Achsen): Belastung je Achse: 1 t
LKW (Gesamtgewicht 30 t, 3 Achsen): Belastung je Achse: 10 t
... "

Und das Ingenieure bei Belastungssimulationen von Maximalbelastungen ausgehen (müssen), erschließt sich ihnen offensichtlich auch nicht, liegt aber nun mal in der Natur der Sache. Deshalb dürfen Sie auch weiterhin Pappe, Styropor oder Bettfedern transportieren. Der Ingenieur betrachtet trotzdem den voll beladenen 40-Tonner wahlweise mit Schüttgut, Pflastersteinen, Betonteilen, Krangewichten, Stahlträgern, Stahlblechen und so weiter und so fort ...
Und dann gibt es ja auch noch die Spezialtransporte, die z.B. schwere Baumaschinen, große Transformatoren oder zuletzt auch vermehrt bis zu 70 Tonnen schwere Panzer über unsere Straßen transportieren. Das hat übrigens nichts mit Diffamierung zu tun, nur mit der Realität ...

PS.
Ich wünsche Ihnen auch weiterhin gute Fahrt bei hoffentlich größtmöglicher Konzentration auf das Verkehrsgeschehen!
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