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Do, 14:47 Uhr
12.02.2026
Maximator bau Fertigungskompetenz für Halbleiterindustrie aus

Reinraum für die Zukunft

Bei Maximator in Nordhausen konnte man gestern einen neuen "Reinraum" in Betrieb nehmen.Damit stärkt die Firma ihre Fertigungskompetenz für hochreine Hochdruck-Komponenten und -Anlagen...

In der kontrollierten Umgebung produziert Maximator seine Gasverdichtersysteme für Kundenprojekte in der Halbleiterindustrie. So minimiert der Technologiespezialist aus Nordhausen Partikel- und damit Kontaminationsrisiken und schafft die Basis für reproduzierbare Fertigungsabläufe sowie optimierte Prozessstrategien.

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Der Reinraum ist so ausgelegt, dass er künftig auch für die Montage und Abnahme weiterer Baugruppen und Komponenten der Hochdrucktechnik genutzt werden kann, etwa für Pumpen oder Ventile. „Mit dem neuen Reinraum erweitern wir unsere Fertigung um eine hochmoderne Infrastruktur, mit der wir auch anspruchsvolle Kundenanforderungen konstant auf hohem Qualitätsniveau erfüllen – mit verlässlicher Prozesssicherheit und garantierter Partikelarmut“, erklärt Dr. Alexander Müller, Geschäftsführer der Maximator GmbH.

Feierliche Eröffnung des neuen Reinraums: Beim symbolischen Durchschneiden des Bandes (v. l. n. r.) Jennifer Thor und Torsten Hoffmann (beide item) sowie Karsten Raber, Dr. Alexander Müller, Matthias Blome, Max Hartmann, Sebastian Meyer, Dennis Bachmann und Jochen Diemer (alle Maximator). (Foto: Maximator) Feierliche Eröffnung des neuen Reinraums: Beim symbolischen Durchschneiden des Bandes (v. l. n. r.) Jennifer Thor und Torsten Hoffmann (beide item) sowie Karsten Raber, Dr. Alexander Müller, Matthias Blome, Max Hartmann, Sebastian Meyer, Dennis Bachmann und Jochen Diemer (alle Maximator). (Foto: Maximator)

Reinraum erfüllt strenge Spezifikationen
Der neue Reinraum umfasst eine rund 60 Quadratmeter große Produktionsfläche sowie Technik- und Verkehrsareale und ist in unrein, rein und hochrein zoniert. Ein Druckstufenkonzept mit circa 30 Pascal (Pa), das manuell überwacht wird, macht diese Struktur im Betrieb wirksam: Zwischen den Bereichen werden Druckunterschiede aufgebaut, sodass Luft von den reineren in die weniger reinen Zonen strömt – und Partikel nicht in kritische Bereiche eingetragen werden. Der Zugang erfolgen über Personal- und Materialschleusen als kontrollierte Schnittstellen. Sie wirken als Puffer zwischen den Reinheitsstufen, ermöglichen geregelte Abläufe wie etwa Personalwechsel oder Materialbestückung und verhindern, dass beim Öffnen von Türen ein direkter Luft- und Partikelaustausch zwischen unrein und hochrein entsteht. So bleiben die Bedingungen für sensible Prozessschritte stabil und reproduzierbar. Der Reinraum erfüllt die Anforderungen der ISO-Klasse 6 (nach ISO 14644-1).

Umsetzung mit Unterstützung von item 
Geplant und realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem Unternehmen item. Der Spezialist für Industrietechnik unterstützte Maximator bei Planung und Bau der Reinraumstruktur, der Materialbereitstellung sowie der technischen Begleitung während der Umsetzung. „Wir danken item für die partnerschaftliche Unterstützung und den transparenten Wissenstransfer. Mit konkreten Empfehlungen zu Anforderungen und Umsetzung konnten wir früh die richtigen Weichen stellen und die Reinraumstruktur zielgerichtet realisieren“, unterstreicht Maximator-Geschäftsführer Müller. Jennifer Thor, Area Sales Management item ergänzt: „Das Projekt konnte nur dank des außergewöhnlich hohen Engagements aller Beteiligten so erfolgreich und in kürzester Zeit umgesetzt werden. Wir sind stolz darauf, dieses wichtige Zukunftsvorhaben als Partner begleitet zu haben.“

Die kontrollierten Reinraumbedingungen minimieren Partikel, Verunreinigungen und Umwelteinflüsse. Dadurch entstehen Produkte mit konstant hoher Qualität, Präzision und Funktionalität – auch bei anspruchsvollen Anwendungen.  (Foto: Maximator) Die kontrollierten Reinraumbedingungen minimieren Partikel, Verunreinigungen und Umwelteinflüsse. Dadurch entstehen Produkte mit konstant hoher Qualität, Präzision und Funktionalität – auch bei anspruchsvollen Anwendungen. (Foto: Maximator)

Investition in Standort und Wachstum
Mit dem neuen Reinraum setzt Maximator die Weiterentwicklung des Standorts konsequent fort: In etwa vier Monaten Bauzeit entstand eine Infrastruktur, in die das Unternehmen rund 250.000 Euro investiert hat. Damit schafft der Technologieexperte aus Nordhausen die Basis für weiteres Wachstum in zukunftsfähigen Branchen wie der Halbleitertechnik, der Medizintechnik, der Lebensmitteltechnologie, der Pharma- und Biotechnologie sowie der Luft- und Raumfahrttechnik. „Mit dem ISO-6-Reinraum stärkt Maximator seine Position in zahlreichen High-Tech-Industrien – weit über bestehende Branchen hinaus. Wo Partikelarmut, Prozesssicherheit und Funktionszuverlässigkeit entscheidend sind, ermöglicht ein ISO-6-fähiger Montageprozess die effiziente Umsetzung bewährter Qualität bei niedrigerem Prozessaufwand und geringeren Kosten“, betont Projektleiter Andor Thelen.
Autor: red

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