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Mo, 08:44 Uhr
09.03.2026
Bauturbo Debatte

AfD wehrt sich gegen Kritik

In der Diskussion um den Bauturbo meldet sich jetzt auch die AfD-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat zu Wort und weist Vorwürfe der „Bürgerliste Südharz“ zurück, "Hinterzimmerpolitik" habe es nicht gegeben...

Die Beratungen zum "Bauturbo" hätten nicht hinter verschlossenen Türen stattgefunden, teilt die AfD mit, der zuständige Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt tagte öffentliche, war gut besucht und das Thema sei ausführlich diskutiert worden. Der Ausschuss sei "Teil der demokratischen Entscheidungsstruktur des Stadtrates", in der Möglichkeit, Beratungen zu verfolgen sehe man bürgernahe und transparente Kommunalpolitik.

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"Wenn eine Fraktion dort ihre Position nicht durchsetzen kann oder keine Mehrheit findet, ist das kein Demokratiedefizit. Das ist eine demokratische Mehrheitsentscheidung.", teilt die AfD weiter mit. Aktuell gebe es noch keinen Beschluss über Leitlinien zum Bauturbo, die entsprechende Beschlussvorlage wurde vom Oberbürgermeister im letzten Stadtrat zurückgezogen, um sie zu überarbeiten.

Auch beim Thema Seelano werde aus Sicht der AfD ein falscher Eindruck erweckt. Es gehe nicht um Sondervorteile für einzelne Eigentümer, sondern darum, eine seit Jahren bestehende Situation rechtlich zu klären und einen bereits gefassten Stadtratsbeschluss umzusetzen.

Der Fraktionsvorsitzende Frank Kramer erklärt dazu: „Der Bauturbo ist ein Instrument des Bundes. Wenn wir damit helfen können, eine bestehende Situation rechtlich sauber zu lösen und einen Stadtratsbeschluss umzusetzen, sollten wir das sachlich prüfen. Statt politischer Schlagworte braucht Nordhausen eine vernünftige Diskussion über Lösungen.“
Autor: red

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Kommentare
Caesar
09.03.2026, 11:08 Uhr
Was ist in Seelano unklar?
Könnten Sie das bitte mal aufklären, was das für eine unklare Situation ist in Seelano? Entweder es sind Ferienhäuser, dann dürfen die Eigentümer dort nicht wohnen. Wenn Sie trotzdem dort wohnen, wieso duldet man das dann und geht nicht dagegen vor? Was wird denn hier gespielt? Ich verstehe die Welt nicht mehr.
HappyEnd
09.03.2026, 14:50 Uhr
Der Stadtrat
sollte vorsichtig in dieser Sache sein.
Es wäre schon sehr unschön, wenn der Eindruck erweckt würde, man würde für eine elitäre kleine Bevölkerungsgruppe andere Regeln gelten lassen, als für die Masse der Bürger.
Falls die Regelung dann für alle "Ferienhausbewohner" gilt, ist das natürlich wieder etwas ganz anderes...
Da würden dann wohl einige Gärten dauerhaft bewohnt werden.
Relly8015
09.03.2026, 14:51 Uhr
AfD fordert Sachlichkeit – eine gute Basis für die Debatte
Vielen Dank für die Klarstellung: Die Ausschussberatungen waren öffentlich und gut besucht – das zeigt Transparenz und ist zu begrüßen.
Trotzdem bleibt eine zentrale Frage offen: Wie gehen wir mit dem Bauturbo um, ohne dass er zu ungewollter Zersiedelung führt?
Nordhausen hat keinen extremen Wohnungsmangel wie Großstädte – der Turbo sollte daher sehr gezielt und vorsichtig eingesetzt werden. Besonders wichtig: Er erlaubt Abweichungen vom Bauplanungsrecht ohne Änderung des Flächennutzungsplans. Das birgt das Risiko, dass Einzelfälle (wie Seelano) zu Präzedenzfällen werden und weitere Randbereiche der Seenlandschaft (Bielener Kiesgewässer, Möwensee u. a.) betroffen sein könnten.
Wenn der Stadtrat die Umwidmung von Seelano wirklich möchte, wäre das über eine normale Änderung des Flächennutzungsplans möglich – dafür braucht es keinen Bauturbo. Eine klare Haltung würde helfen:
„Wir regeln Seelano als begrenzte Ausnahme – aber keine weitere Zersiedelung von Außenbereichen und Naherholungsflächen
Frauke
09.03.2026, 15:59 Uhr
Dafür oder dagegen?
Ist die AfD nun dafür oder dagegen, das die Ferienhäuser zu Wohnhäusern werden sollen? Das konnte man dem Beitrag nicht genau entnehmen.
Marko Rossmann BLS
09.03.2026, 22:11 Uhr
Antworten auf Leserfragen von Marko Rossmann (Bürgerliste) zu Seelano
Um mal die Fragen von einigen Lesern zu beantworten:

Entsprechend dem vom Stadtrat beschlossenen Flächennutzungsplan erhielten die neu errichten Häuser in Seelano nur eine Baugenehmigung zur Nutzung als Ferienhäuser. Viele der sogenannten Ferienhäuser wurden jedoch - entgegen der geltenden Rechtslage - dauerhaft bewohnt, größtenteils von begüterten Menschen, die ohnehin im Stadtgebiet Nordhausen oder in der Region leben. Im touristischen Sinn entsteht dadurch keinerlei Nutzen für die Stadt.

Ein Flächennutzungsplan, welcher die Nutzung als Wohnhäuser ausnahmsweise zulassen würde, existiert nicht. Es gibt also gar keine ungeklärte rechtliche Situation, wie die AfD Glauben machen will, sondern die Rechtslage ist ganz einfach: Dauerhaftes Wohnen ist in Seelano nicht erlaubt.

Nun sollte man denken, gerade die AfD würde deshalb fordern, dass das Bauamt Kontrollen durchführt, um in Seelano für Recht und Ordnung zu sorgen. Weit gefehlt! Stattdessen will man nun den Bauturbo missbrauchen, um den Flächennutzungsplan zu umgehen. Nicht wirklich bauen und Wohnraum schaffen, sondern das Entwicklungsprojekt Kiesseen mittels Bauturbo exklusiv an ein paar wenige Privatprofiteure zu verramschen, denn eine Gegenleistung gibt es nicht: Das ist ein Ausverkauf zu Lasten des Gemeinwohls, das ist Treuhand 2.0.

Die Bürgerliste wird da nicht mitmachen! Wir fordern eine breite Beteiligung der Nordhäuser zum Thema Seelano und zur Entwicklung der Kiesseen. Nicht der Bauturbo, sondern eine Beschlussfassung zur Änderung des Flächennutzungsplanes sind dafür das richtige Mittel, um im Stadtrat und nicht in einem kleinen Kreis von auserwählten Ausschussmitgliedern über die Zukunft von Seelano und der Kiesteiche zu entscheiden. Raus aus dem Hinterzimmer der Ausschüsse und rein in die breite Öffentlichkeit!

Wir laden deshalb die AfD als selbsterklärte Partei des Bürgerwillens und natürlich alle anderen Stadtratsmitglieder ein, zuvor gemeinsam mit dem BLS im Stadtrat eine Bürgerbefragung zur Frage der Umwandlung der Ferienhäuser in Seelano in Wohnhäuser zu beschließen. Herr Kramer, machen Sie mit und helfen Sie dem Willen der Nordhäuser Bürger zur Geltung!

Oder haben Sie plötzlich Angst vor dem Volk?
Bodo Bagger
10.03.2026, 07:23 Uhr
Der Sozialneid der BLS ist schon erstaunlich....
Verbieten, Besteuern, Bestrafen....
wo hat man sich das nur abgeschaut?
Relly8015
10.03.2026, 12:50 Uhr
Betroffene Familien zahlen den Preis – Zeit für klare Regeln statt Hängepartien
Es ist wirklich schade für die betroffenen Familien in Seelano. Viele haben vor 2021 hohe Summen für Grundstücke und Häuser bezahlt, weil sie auf eine spätere Wohnnutzung gehofft haben – und jetzt sitzen sie in einer unklaren Lage fest.
Genau das zeigt aber, warum so etwas nicht noch einmal passieren darf:
Käufer dürfen nicht auf spekulative Hoffnungen oder vage Vermarktung hin hohe Preise zahlen, während die rechtliche Grundlage (FNP) jahrelang unverändert bleibt. Das schafft nur Verlierer und Vertrauensverlust.
Deshalb braucht Nordhausen klare Regeln und konsequente Umsetzung:
Entweder der Status quo wird durchgesetzt (Feriennutzung)
Oder es gibt eine transparente, begrenzte Ausnahme über normale FNP-Änderung
Aber keinen Bauturbo, der solche Hängepartien und Spekulationen in Zukunft nur noch erleichtert.
Wir müssen aus Seelano lernen: Keine weiteren Fälle, in denen Bürger auf falsche Hoffnungen setzen und am Ende die Zeche zahlen.
ThorsHammer
10.03.2026, 14:41 Uhr
Bananenrepublik Deutschland oder was?
Soll das heißen hier haben welche auch noch spekuliert? Wer hat den Spekulanten denn irgendwelche Zusagen gemacht, die CDu oder wie? Das geht doch alles überhaupt nicht! Deshalb eiern die alle so rum. Der größte Feind im ganzen Land ist und bleibt der Spekulant!
Caesar
10.03.2026, 17:06 Uhr
@Relly8015
Ich verstehe es nicht, was da abgeht!!!Wer hat da wem Hoffnung gemacht, ist doch egal, wenn man da nicht wohnen darf dann ist das so. Woanders müssen die Leute ihre Hütten abreißen, wenn was schwarz gebaut wird und hier kann jeder tun und lassen was er will. Das macht die Leute wütend. Gute Nacht Deutschland!!!
P.Burkhardt
10.03.2026, 19:51 Uhr
sry... @Caesar...
...Sie kennen schon den Unterschied zwischen "schwarz bauen" (also ohne Baugenehmigung) und einem Ferienhaus, welches entsprechend genehmigt, aber nicht als dauerhafter Wohnsitz zugelassen ist ?

Die Frage ist doch hier, ob Privatgrundstücke, die nur zur zeitweisen Nutzung zugelassen sind (aber dennoch nicht der Allgemeinheit zur Verfügung stehen - weil eben Privatgrundstück) nun zur dauerhaften Wohnsitznahme zugelassen werden sollen oder nicht.

Für meinen Teil sehe ich das so: Die Ferienhäuser stehen, die Grundstücke sind in privater Hand. Der Zugang für die Allgemeinheit ist jetzt schon nicht möglich. Wenn den Eigentümern die Wohnsitznahme ermöglicht wird, dann kann das Gebiet davon nur profitieren - ein Eigenheim wird anders bewirtschaftet als ein Ferienhaus... und gelegentlich landet dann auch mal so ein Filetstück auf dem Markt und trifft dann auch auf entsprechende Nachfrage, was Grunderwerbsteuer generiert, die der Stadt und damit uns Allen zugute kommt.
Caesar
10.03.2026, 21:19 Uhr
Schwarz bauen schwarz wohnen
beides nicht erlaubt und der Staat muss durchgreifen. Bei Schwarzbau muss der Bau weg, bei schwarz wohnen der Bewohner raus. Wo kommen wir denn hier hin?!
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