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Sa, 09:13 Uhr
04.04.2026
Sinus-Studie

Jugend blickt mit gemischten Gefühlen in Zukunft

Junge Menschen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt blicken zunehmend skeptisch in die Zukunft. Das zeigt die aktuelle Sinus‑Jugendstudie im Auftrag der Krankenkasse Barmer...

Für diese wurden im zurückliegenden Herbst bundesweit rund 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt, darunter 223 aus den mitteldeutschen Bundesländern. Demnach schauen hier nur zwei von fünf Befragten optimistisch in die Zukunft Deutschlands. Das sind 11 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2021.
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Anders sieht es bei der persönlichen Lebensplanung aus. Immerhin 72 Prozent der Jugendlichen gehen optimistisch in ihre eigene Zukunft. Auch hier gab es im Vergleich zum Jahr 2021 einen erheblichen Rückgang. Damals beurteilten 82 Prozent ihre persönliche Zukunft positiv. „Viele junge Menschen haben das Gefühl, die großen weltpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen kaum beeinflussen zu können. Ihre eigene Zukunft dagegen sehen sie als etwas, das sie selbst gestalten können. Es ist zu hoffen, dass dieser persönliche Zukunftsoptimismus trotz der bundesweiten und globalen Herausforderungen nicht weiter abnimmt“, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Krankenkasse in Thüringen.

Was bereitet den Jugendlichen am meisten Sorgen?
Weltweite Konflikte stehen laut Sinus-Studie inzwischen ganz oben auf der Liste der Zukunftsängste. Rund 66 Prozent der Jugendlichen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt machen sich große Sorgen wegen Kriegen. Das entspricht 13 Prozentpunkten (53 Prozent) mehr als im Jahr 2023, als wir diese Frage erstmalig gestellt haben. Etwa 38 Prozent nennen aktuell die Migration als Hauptsorge, jeweils 37 Prozent den politischen Populismus bzw. Extremismus sowie die Umweltverschmutzung. Der Klimawandel bereitet 35 Prozent der Befragten Sorgen. Eine geringere Rolle spielen Wirtschafts- (30 Prozent) und Energiekrisen (20 Prozent).

Wie zufrieden sind die Jugendlichen gerade mit ihrem Leben?
Der Großteil, rund 85 Prozent der Jugendlichen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist mit dem Leben zufrieden. Dieser Wert ist seit dem Jahr 2021 (81 Prozent) sogar um vier Prozentpunkte gestiegen.

Was ist die Sinus-Jugendstudie?
Die Sinus-Jugendstudie wird seit 2021 jährlich im Auftrag der Barmer durchgeführt. Sie beleuchtet, was Jugendliche bewegt – von Zukunftsängsten über Themen wie Cybermobbing oder Klimawandel bis hin zu Fragen rund um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse werden themenweise im Laufe des Jahres veröffentlicht.
Autor: red

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