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Fr, 15:18 Uhr
01.05.2026
Niedersachswerfen

Ein Heimatlied: Harztor entdeckt Lorenz Rhodomann neu

In Niedersachswerfen geschieht derzeit etwas Besonderes: Mit der erneuten Bereitstellung der deutschen Fassung des "Ilfelda Hercynica", dem großen Heimatgedicht des Humanisten Lorenz Rhodomann, kehrt ein Stück kultureller Identität in das Bewusstsein der Region zurück...

Nicht als museales Objekt, nicht als akademische Fußnote – sondern als lebendige Offerte an Heimatverbundenheit, Bildung und regionale Selbstwahrnehmung.

Rhodomann, 1546 in Niedersachswerfen geboren, war einer der bedeutenden Humanisten seiner Zeit. Sein Loblied auf Ilfeld und den Harz, das Ilfelda Hercynica, ist weit mehr als ein poetischer Text. Es ist ein Heimatlied, ein literarisches Denkmal, das zeigt, wie tief die Menschen dieser Region schon vor Jahrhunderten ihre Landschaft, ihre Wälder, ihre Quellen und ihre Lebenswelt empfanden.

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Er beschreibt Ilfeld als: „liebliche Wohnung der frommen Musen“ und erinnert an eine Welt, in der Natur, Bildung und Gemeinschaft eng miteinander verwoben waren. Die deutsche Fassung des Gedichts, die nun über eine Gedenktafel in der Rhodomannstraße via QRCode wieder angeboten wird, ist keine Premiere – sondern eine Rückkehr. Ein Angebot zur Rückkehr in das Bewusstsein der Menschen, in die Schulen, in die Heimatkunde, in die regionale Identität.

Lorenz Rhodomann wird in Niedersachswerfen gerade wieder entdeckt (Foto: Tim Schäfer) Lorenz Rhodomann wird in Niedersachswerfen gerade wieder entdeckt (Foto: Tim Schäfer)

Ein Humanist von europäischem Rang – verwurzelt im Harztor
Rhodomann war nicht nur ein Gelehrter, sondern ein Mensch, der seine Herkunft nie vergaß. Seine enge Freundschaft mit Michael Neander, dem Ilfelder Schulreformer, prägte ihn tief. Gemeinsam erkundeten sie die Wälder des Südharzes, beobachteten Vögel, sammelten Pflanzen und diskutierten über Sprachen, Theologie und Naturkunde.

Diese Erlebnisse flossen in das Gedicht ein – und machen es zu einem europäischen Humanismuswerk mit dem regionalen Herzschlag des Harztors. Begleitet wird diese kulturelle Rückkehr von einer neuen Gedenktafel in der Rhodomannstraße. Sie erinnert an den Gelehrten, zeigt sein Porträt, seine Lebensstationen und bietet über QRCodes Zugang zu weiteren Informationen und zur deutschen Fassung des Gedichts.
Doch die Tafel ist nicht das Zentrum – sie ist der Ankerpunkt. Das Zentrum ist das, was Rhodomann hinterlassen hat: ein Heimatlied, das wieder gehört werden darf.

Die feierliche Vorstellung der Gedenktafel und der deutschen Fassung findet am 20. Mai, 11.00 Uhr in der Rhodomannstraße/SOWENO in Niedersachswerfen statt. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Tim Schäfer
Autor: red

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