Do, 07:00 Uhr
07.05.2026
Aus dem Nordhäuser Finanzausschuss
Kletterkiefer-Entscheidung noch einmal vertagt
Die als Kletterkiefer bekannte Kiefer auf dem Blasii-Kirchplatz in Nordhausen soll im Zuge der laufenden Neugestaltung des Platzes weichen. Der bei Kindern beliebte Baum soll jedoch durch ein Klettergerüst ersetzt werden. Einen entsprechenden Antrag brachte die Gruppe von Bündnis 90/Die Grünen jetzt in den Finanzausschuss ein...Update, 10.50 Uhr, Informationen von Pascal Leibbrandt und Frank Tuschy
Nach längerer Diskussion wurde die Entscheidung jedoch vertagt. Das Thema soll nun erneut im nächsten Finanzausschuss beraten werden. Nach den Vorstellungen der Grünen sollen die Kosten für das Klettergerüst durch Spenden und ehrenamtliches Engagement gedeckt werden. Der Kinder-Kirchen-Laden habe bereits zugesagt, die Organisation einer Spendenaktion zu übernehmen. Da es sich aber um städtisches Grundstück handelt, müssen natürlich auch die Stadträte dem Vorhaben zustimmen, erklärte Wilma Busch (Grüne).
Grundsätzlich stieß die Idee im Ausschuss auf Zustimmung. Gleichzeitig wurden jedoch Fragen zur Finanzierung und zu möglichen Folgekosten laut. Georg Müller (SPD) erinnerte an die teils heftigen Diskussionen rund um die Gestaltung des Blasii-Kirchplatzes. Er regte an, prüfen zu lassen, ob das Klettergerüst planungsrechtlich vorbereitet werden müsse. Zudem rechnet Müller inklusive Fallschutz und Aufbau mit Kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Ist das bei dieser Summe überhaupt über Spenden finanzierbar?, fragte er.
Auch Ausschussvorsitzender Christian Völkel (CDU) verwies auf mögliche laufende Kosten. So müsse das Gerüst regelmäßig gewartet und TÜV-geprüft werden. Er sprach sich dafür aus, die tatsächlichen Kosten zunächst zu ermitteln und das Projekt anschließend im nächsten Finanzausschuss in die laufende Haushaltsdiskussion einzubringen und das Vorhaben im städtischen Etat zu verankern.
Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) erinnerte zudem daran, dass im Bereich der Kranichstraße unter dem geplanten Baumdach ohnehin Spielpunkte vorgesehen seien.
Frank Kramer (AfD) bezeichnete die Grundidee ebenfalls als gut, gab jedoch zu bedenken, dass geprüft werden müsse, ob zusätzliche Spielgeräte möglicherweise förderschädlich sein könnten. Denn das Bauvorhaben wird mit rund vier Millionen Euro aus EU- und Städtebaufördermitteln unterstützt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa fünf Millionen Euro. Die Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes soll bis zum übernächsten Sommer und damit rechtzeitig vor der 1100-Jahr-Feier abgeschlossen werden.
Susanne Schedwill
Update, 10.50 Uhr, Informationen von Pascal Leibbrandt und Frank Tuschy: Frank Tuschy vom KILA und Pascal Leibbrandt von den Grünen organisieren aktuell Angebote für ein Klettergerüst aus Holz aus regionaler Herstellung. Entgegen der Berichterstattung werden die Kosten aktuell mit circa 10.000 bis 15.000 Euro geschätzt. Eine Förderschädlichkeit wurde seitens der Stadtverwaltung bereits geprüft. Das Klettergerüst wird nicht im Bereich der Neugestaltung des Platzes aufgestellt, sondern im Bereich des ehemaligen Klimapavillons. Dieser Bereich ist außerhalb des Planungsgebietes. Die laufenden Kosten für TÜV und Ähnliches halten die beiden angesichts der Wichtigkeit dieses Projektes für die Kinder für angemessen.
Autor: sscNach längerer Diskussion wurde die Entscheidung jedoch vertagt. Das Thema soll nun erneut im nächsten Finanzausschuss beraten werden. Nach den Vorstellungen der Grünen sollen die Kosten für das Klettergerüst durch Spenden und ehrenamtliches Engagement gedeckt werden. Der Kinder-Kirchen-Laden habe bereits zugesagt, die Organisation einer Spendenaktion zu übernehmen. Da es sich aber um städtisches Grundstück handelt, müssen natürlich auch die Stadträte dem Vorhaben zustimmen, erklärte Wilma Busch (Grüne).
Grundsätzlich stieß die Idee im Ausschuss auf Zustimmung. Gleichzeitig wurden jedoch Fragen zur Finanzierung und zu möglichen Folgekosten laut. Georg Müller (SPD) erinnerte an die teils heftigen Diskussionen rund um die Gestaltung des Blasii-Kirchplatzes. Er regte an, prüfen zu lassen, ob das Klettergerüst planungsrechtlich vorbereitet werden müsse. Zudem rechnet Müller inklusive Fallschutz und Aufbau mit Kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Ist das bei dieser Summe überhaupt über Spenden finanzierbar?, fragte er.
Auch Ausschussvorsitzender Christian Völkel (CDU) verwies auf mögliche laufende Kosten. So müsse das Gerüst regelmäßig gewartet und TÜV-geprüft werden. Er sprach sich dafür aus, die tatsächlichen Kosten zunächst zu ermitteln und das Projekt anschließend im nächsten Finanzausschuss in die laufende Haushaltsdiskussion einzubringen und das Vorhaben im städtischen Etat zu verankern.
Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) erinnerte zudem daran, dass im Bereich der Kranichstraße unter dem geplanten Baumdach ohnehin Spielpunkte vorgesehen seien.
Frank Kramer (AfD) bezeichnete die Grundidee ebenfalls als gut, gab jedoch zu bedenken, dass geprüft werden müsse, ob zusätzliche Spielgeräte möglicherweise förderschädlich sein könnten. Denn das Bauvorhaben wird mit rund vier Millionen Euro aus EU- und Städtebaufördermitteln unterstützt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa fünf Millionen Euro. Die Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes soll bis zum übernächsten Sommer und damit rechtzeitig vor der 1100-Jahr-Feier abgeschlossen werden.
Susanne Schedwill
Update, 10.50 Uhr, Informationen von Pascal Leibbrandt und Frank Tuschy: Frank Tuschy vom KILA und Pascal Leibbrandt von den Grünen organisieren aktuell Angebote für ein Klettergerüst aus Holz aus regionaler Herstellung. Entgegen der Berichterstattung werden die Kosten aktuell mit circa 10.000 bis 15.000 Euro geschätzt. Eine Förderschädlichkeit wurde seitens der Stadtverwaltung bereits geprüft. Das Klettergerüst wird nicht im Bereich der Neugestaltung des Platzes aufgestellt, sondern im Bereich des ehemaligen Klimapavillons. Dieser Bereich ist außerhalb des Planungsgebietes. Die laufenden Kosten für TÜV und Ähnliches halten die beiden angesichts der Wichtigkeit dieses Projektes für die Kinder für angemessen.

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